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Rainer Taufertshöfer (öffentlich)

Rainer Taufertshöfer (öffentlich)

@taufertshoefer

Rainer Taufertshöfer

Heilpraktiker · freier Medizinjournalist · Forscher · Entwickler · Fachbuchautor

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Post #13685 411
Naturerlebnis Geyersberg: 31 Meter hoch, damit man die Funkantennen auch wirklich auf Augenhöhe bewundern kann.

Geschätzte 40 Meter neben dem Funkmast hat man einen Aussichtsturm hingestellt. Unten stören noch die Bäume den Blick auf die Sendetechnik. Dieses Problem wurde mit Steuergeld besonders gründlich gelöst.

Ich bin unten geblieben. So viel planerischen Feinsinn wollte ich aus sicherer Entfernung würdigen.

Euer Rainer Taufertshöfer
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Post #13684 4.25K
Krebs-Chlordioxid-keine-einzige-Frage-Taufertshoefer.pdf5.2 MB
Dieser Beitrag gehört nicht in den Chatverlauf, wo er nach zwei Tagen verschwindet. Deshalb gibt es ihn als PDF, zum Speichern und Weiterleiten.
Schickt ihn an alle, die nach Protokollbüchern handeln oder andere beraten. Vielleicht ist es genau die Frage, die ihnen bisher niemand gestellt hat. Je mehr Menschen verstehen, statt nur zu befolgen, desto eher verändert sich etwas im Umgang mit Chlordioxid.

Euer Rainer Taufertshöfer
Freier Medizinjournalist & Heilpraktiker

#Chlordioxid #Krebs #CDL #CDS #Alternativmedizin #Krebstherapie #Patientensicherheit #Naturheilkunde
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Post #13683 1.61K
WARUM WIR LIEBER EINEN KAISER ZITIEREN ALS EINEN SEIFENVERKÄUFER

Vielleicht kennst du diesen Satz:

„Wenn du am Morgen erwachst, so bedenke, welch köstliches Vorrecht es ist, zu leben – zu atmen, zu denken, zu genießen, zu lieben.“

Ich mag ihn sehr. Er begegnet einem auf Kalenderblättern, auf Kaffeetassen und in unzähligen Posts, und fast immer steht derselbe Name darunter: Marcus Aurelius, der römische Kaiser und Philosoph.

Als ich ihm neulich nachgegangen bin, habe ich gestaunt. In den „Selbstbetrachtungen“ des Kaisers sucht man ihn vergeblich. Die früheste bekannte Spur führt stattdessen in eine amerikanische Zeitschrift aus dem Jahr 1914, „The Fra“, und zu ihrem Herausgeber Elbert Hubbard – einem früheren Seifenverkäufer mit feinem Gespür für Worte, der im Staat New York eine Kunsthandwerker-Kolonie gründete und Aphorismen schrieb, wie andere Menschen atmen. Ob er den Satz Marcus Aurelius aus Bewunderung zuschrieb, aus Nachlässigkeit oder weil es sich einfach gut machte, wissen wir nicht.

Der echte Kaiser klingt am Morgen übrigens ganz anders. Sinngemäß ermahnt er sich selbst: Wenn du nicht aufstehen magst, dann denk daran, dass du aufstehst, um dein Werk als Mensch zu tun. Von Genießen und Lieben ist da keine Rede – eher von Pflicht und Disziplin, so wie man es von einem Stoiker erwartet.

Und genau hier wird es für mich spannend. Man könnte ja meinen, der große Name habe den Satz berühmt gemacht. Aber dann müssten die echten Worte des Kaisers mindestens genauso oft geteilt werden, denn unter ihnen steht ja derselbe Name. Das werden sie nicht. Was die Menschen seit über hundert Jahren weitertragen, ist nicht die Autorität, sondern der Gedanke selbst: dass jeder neue Morgen ein Geschenk ist. Das berührt uns, ganz gleich, wer es gesagt hat.

Der Satz hat sich den Kaiser also nur geborgt. Gebraucht hätte er ihn nie.

Mir geht es mit solchen Sätzen ohnehin so, dass mich der Gedanke viel mehr bewegt als das Etikett darunter. Und ich habe das Gefühl, dass es vielen von euch, die hier mitlesen, ganz ähnlich geht.

Vielleicht ist das sogar das Schönste an dieser kleinen Geschichte: dass ein guter Gedanke sich seinen Weg sucht, egal, wer ihn zuerst ausgesprochen hat – ob ein Kaiser im Feldlager oder ein Seifenverkäufer aus New York.

Rainer Taufertshöfer

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Post #13682 1.93K
#FrauenAnDieFront | GLEICHBERECHTIGUNG BIS ZUM ZINKSARG

https://youtube.com/shorts/XMO0S8q8qCA?si=fMQEGUrBQ9V7hskb

Jahrzehntelang hat man Frauen vertröstet. Bei gleichem Lohn, bei der Rente, in der Teilzeitfalle hieß es immer: Geduld, das kommt noch. Jetzt ist es da. Außenminister Wadephul liefert die Gleichstellung endlich, und zwar ausgerechnet dort, wo gestorben wird.

Man solle keinen Unterschied mehr zwischen Frauen und Männern machen, sagt er. Das wolle die Gesellschaft ja allgemein nicht mehr. Welch ein Fortschritt. Die Tochter erhält endlich dasselbe Recht wie der Sohn.

Gemeint ist nicht das Recht, ehrenvoll zu „fallen“, wie es in den Sonntagsreden heißt. Gemeint ist das Recht, im Schlamm einer fremden Front von einer Granate zerrissen zu werden. So gründlich, dass nichts mehr übrig ist, was man der Mutter zeigen könnte. Heim kommt dann ein verschlossener Zinksarg, eine Fahne und ein Brief mit Dank für den Dienst am Vaterland. Unterschrieben von jemandem, der an diesem Tag pünktlich zu Abend gegessen hat.

Das ist die Gleichberechtigung, die gerade verhandelt wird.

Laut seinem offiziellen Lebenslauf ist Johann Wadephul verheiratet und hat drei Töchter.

Also, Herr Minister, eine einfache Frage: Stehen die drei bei der ersten Musterung in der ersten Reihe? Oder gilt die Gleichberechtigung wie üblich nur für die Kinder derer, die keinen Dienstwagen haben?

Ein Problem gibt es noch. Das Grundgesetz verbietet es, Frauen zum Dienst an der Waffe zu zwingen. Artikel 12a, Absatz 4. Geschrieben von Menschen, die zwei Weltkriege, Bombennächte und Massengräber hinter sich hatten. Sie wussten, wovon sie sprachen.

Heute sollen Berufspolitiker, deren größte Lebenserfahrung der Weg vom Hörsaal über den Ortsverband in den Bundestag war, diesen Satz korrigieren. Wadephul hat bereits angekündigt, dass man über eine Änderung bald reden werde. Das Muster ist bekannt: erst ein Satz in die Kamera, dann wird gemessen, wie laut der Protest ist, und am Ende ist das Undenkbare Gesetz.

Man würde jetzt gern das Wort hinschreiben, das an vielen Küchentischen zu diesem Vorschlag fällt. Es wäre kurz, treffend und nur ein Beitrag. Und um sechs Uhr morgens stünde man im Bademantel im Flur, während Beamte das Handy eintüten.

Deshalb steht es hier nicht. Das ist der Zustand dieses Landes: Man muss sich überlegen, wie man über die Leute redet, die einem gerade erklären, dass man notfalls für sie sterben soll.

Ein Staat, der seine Bürger wegen Meinungen durchsucht, will ihnen nun erklären, wofür sie an die Front sollen. Das Vertrauen ist längst verspielt. Was bleibt, sind Durchhalteparolen und Durchsuchungsbeschlüsse.

Tobias Riemenschneider sagt, was jedem Vater und jeder Mutter klar sein sollte: Eine Gesellschaft, die ihre Töchter an die Front schickt, um ein Gleichheitsprinzip zu erfüllen, hat den Menschen dem Prinzip geopfert.

Man muss kein Pastor sein, um das zu begreifen. Es genügt, ein Kind zu haben.

Teilen, bevor aus dem Testballon Gesetz wird.

Euer Rainer Taufertshöfer

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VIER FETTLÖSLICHE VITAMINE IN EINEM TROPFEN

In der Praxis begegnet mir Vitamin K2 fast nie allein. Die meisten nehmen D3 und K2 zusammen, und viele greifen gleich zum Komplettpaket aus allen vier fettlöslichen Vitaminen. Das ist bequem. Dahinter steckt aber mehr Biochemie, als die meisten Etiketten erzählen.

Warum ausgerechnet diese vier?

Die Vitamine A, D, E und K haben eines gemeinsam: Sie lösen sich in Fett, nicht in Wasser. Deshalb sind sie hier in MCT-Öl aus der Kokosnuss gelöst und nicht in eine trockene Tablette gepresst.

Interessanter ist eine Verbindung, die kaum jemand kennt. Vitamin D wirkt in der Zelle über einen eigenen Rezeptor. Dieser Rezeptor arbeitet aber nicht allein, sondern im Tandem mit einem zweiten Rezeptor, der zur Vitamin-A-Familie gehört. D und A greifen also auf molekularer Ebene ineinander.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt allerdings auch: Vitamin A ist hier mit 125 µg pro Tropfen bewusst niedrig gehalten, das sind 16 % des Referenzwerts. Es ist eine Ergänzung im Hintergrund, kein Vitamin-A-Präparat. Das halte ich für die richtige Entscheidung.

D3 und K2: zwei Rollen an derselben Baustelle

Vitamin D trägt zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium bei. Vitamin K trägt zur Erhaltung normaler Knochen und zu einer normalen Blutgerinnung bei. Deshalb werden die beiden kombiniert.

Im Netz wird daraus gern eine Drohkulisse gemacht, nach der D3 ohne K2 geradezu gefährlich sei. Das ist keine zugelassene Aussage, und die Datenlage trägt diese Zuspitzung nicht. Die Kombination ist sinnvoll, ein Gegengift ist sie nicht.
Beim K2 steckt der Unterschied im Detail. MK-7 kann gestreckt (trans) oder abgeknickt (cis) vorliegen, und biologisch brauchbar ist im Wesentlichen die all-trans-Form. Eine einfache Gehaltsmessung unterscheidet die beiden nicht. Hier ist all-trans MK-7 deklariert, und genau diese Angabe fehlt auf vielen Konkurrenzprodukten.

Vitamin E ist nicht gleich Vitamin E

An diesem Punkt fällt das Präparat aus der Reihe. Auf den meisten Etiketten bedeutet „Vitamin E“ eine einzige Substanz, das Alpha-Tocopherol. Tatsächlich umfasst Vitamin E acht natürliche Formen: vier Tocopherole und vier Tocotrienole.

Hier steckt beides drin. Pro Tropfen sind es 1,5 mg Alpha-Tocopherol und zusätzlich 1,5 mg Tocotrienole aus dem Markenrohstoff DavosLife E3, aufgeteilt auf alle vier Formen. Die Tocotrienole fristen in den meisten Präparaten ein Schattendasein. Ob sie im Alltag einen Unterschied machen, ist Gegenstand laufender Forschung und nicht von Werbung. Bemerkenswert ist aber, dass überhaupt jemand über das Standard-Tocopherol hinausgeht.

Die Eigenheit jeder Kombination

Alle vier Vitamine sind in einem festen Verhältnis aneinander gekoppelt. Pro Tropfen kommen auf 125 µg Vitamin D3 genau 20 µg K2. Wer die D3-Menge verändert, verändert alles andere mit, in beide Richtungen. Das ist kein Mangel, sondern das Wesen eines Kombipräparats.
Mit 5.000 IE Vitamin D3 pro Tropfen ist dieses Präparat klar auf Leistung ausgelegt. Umso mehr lohnt es sich zu wissen, wo man steht. Der Blutwert 25-OH-Vitamin-D schafft da Klarheit, und zwar bevor man an der Tropfenzahl dreht.

Was in einem Tropfen steckt

• Vitamin D3: 125 µg (5.000 IE)

• Vitamin K2 (MK-7, all-trans): 20 µg

• Vitamin A: 125 µg RE

• Vitamin E als D-Alpha-Tocopherol: 1,5 mg

• Tocotrienole (DavosLife E3): 1,5 mg, davon Alpha 0,5 mg, Beta 0,1 mg, Gamma 0,7 mg, Delta 0,2 mg

• gelöst in MCT-Öl aus der Kokosnuss

• 20 ml, rund 700 Tropfen, vegetarisch, ohne Trenn- und Bindemittel

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Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge sollte nicht überschritten werden.
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Post #13680 1.45K
NIUS – DER MAINSTREAM HAT SICH ALS OPPOSITION VERKLEIDET.

Der ehemalige BND-Chef August Hanning wird festgenommen. Die Ermittlungen laufen.

Bei NIUS ist man längst beim Schuldspruch auf Sendung.

Ein „Bettelbrief“, finanzielle Probleme, Geheimnisverrat, internationale Katastrophe. Alles fein säuberlich angerichtet. Die Unschuldsvermutung darf als Dekoration danebenstehen.

Und die Kameras von Spiegel TV, die pünktlich zur Festnahme bereitstanden?

Kontrafunk, COMPACT und Politik Spezial hinterfragen die Hintergründe. NIUS erklärt Hannings Kritik daran kurzerhand zur „Nebelkerze“.

Wie praktisch. Wenn die falschen Fragen gestellt werden, sind sie eben Ablenkungsmanöver.

Innenpolitisch wird gegen Links-Grün getrommelt. Außenpolitisch werden Trump und Netanjahu gefeiert – als „würdige Erben“ Winston Churchills.

Churchill. Ausgerechnet Churchill.

Jener britische Premierminister, unter dessen Regierungsverantwortung deutsche Wohnviertel systematisch bombardiert wurden, Sprengbomben Menschen zerfetzten, Brandbomben ganze Straßenzüge in Feuermeere verwandelten und Frauen und Kinder auf grausamste Weise starben: verbrannt in ihren Wohnungen, zerquetscht unter einstürzenden Häusern oder qualvoll erstickt in Luftschutzkellern.

Und ausgerechnet diesen Mann erhebt ein NIUS-Autor zur historischen Ehrenfigur für Trump und Netanjahu. Eine bemerkenswerte moralische Ahnengalerie – besonders für ein Medium, das vorgibt, deutsche Interessen zu vertreten.

Und beim Fall Hanning läuft plötzlich die behördliche Verdachtsgeschichte auf Hochtouren.

Die Verpackung heißt Opposition. Die Methode kennt man bereits.

Genau hier zeigt sich der Mechanismus des Gatekeepings: Nicht Informationen verbieten, sondern durch Auswahl und Gewichtung bestimmen, welche Fragen groß werden und welche verschwinden.

NIUS demonstriert, wie man sich als Gegenöffentlichkeit verkauft und gleichzeitig die Mechanismen des etablierten Journalismus reproduziert.

Dafür braucht es nicht einmal einen geheimen Auftraggeber.

Der Mainstream muss NIUS nicht bekämpfen. Er erkennt seine Methoden dort wieder.

Die Originalsendungen zum Vergleich:

NIUS:
https://youtu.be/U6liO7RYqfE

Kontrafunk:
https://youtu.be/KFxEzh9pRxs

COMPACT:
https://youtu.be/3qWcWaFsqqQ

Politik Spezial:
https://youtu.be/vNJ7FeRlCRw
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Post #13677 1.7K
#AKTUELL | IRKUTSK: KEIN AUSBRUCH – ABER DER INDEXFALL BLEIBT UNGEKLÄRT

Die Lage hat sich weiter beruhigt. Bislang gibt es keinen bestätigten zweiten Pestfall und keinen Hinweis auf eine fortlaufende Übertragung. Rospotrebnadzor erklärt Berichte über eine zweite infizierte Person inzwischen ausdrücklich für falsch. Nach russischen Angaben wurden nahezu 5.000 Untersuchungen durchgeführt; bei mehr als 90 Prozent der Kontaktpersonen ist die medizinische Beobachtung beendet. Ein epidemisches Risiko bestehe nicht.

Damit wird ein laufender Lungenpestausbruch immer unwahrscheinlicher.

Der eigentliche Kern des Falls ist aber weiterhin nicht aufgeklärt.

Die WHO erklärt nach wie vor, sie kenne den Erreger nicht, der die tödliche Pneumonie der 28-jährigen Mitarbeiterin verursacht hat, und verfüge deshalb noch nicht über das vollständige Bild. Genau diese Information hatte ich von Beginn an eingefordert.

Der derzeitige Stand ist deshalb erstaunlich klar:

Kein belegter Pestausbruch. Kein bestätigter zweiter Fall. Aber weiterhin keine öffentlich nachvollziehbare Antwort darauf, woran die Frau tatsächlich starb und weshalb ursprünglich derart massive Schutzmaßnahmen eingeleitet wurden.

Ich bleibe an genau diesem Punkt dran.

Nicht die Schlagzeile entscheidet – sondern das, was am Ende übrig bleibt, wenn man alle Erzählungen abzieht.

Euer Rainer Taufertshöfer
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Post #13676 1.31K
𝗗𝗲𝗿 𝗗𝗼𝗸𝘁𝗼𝗿 𝗵𝗮𝘁 𝗴𝗲𝘀𝗽𝗿𝗼𝗰𝗵𝗲𝗻

Gestern auf X, in der Abteilung Volksbildung. Ein Kanalbetreiber mit 18.000 Followern zeigt stolz seinen Impfpass. Darin klebt der frische Aufkleber seiner neuesten Corona-Spritze: Comirnaty LP.8.1. Dazu der Aufruf: „Lasst Euch COVID-impfen!“

Früher zeigte man Urlaubsfotos, heute Chargenaufkleber.

Ein Leser schaut genauer hin, was in diesen Kreisen bereits als staatsgefährdend gilt. Er schreibt höflich, LP.8.1 sei doch der Impfstoff vom letzten Jahr. Wohlgemerkt: Er ist nicht einmal gegen die Spritze. Er will nur die aktuelle Version, ein Musterschüler, der nach dem neuesten Lehrbuch fragt.

Für den Kanalbetreiber war das zu viel.

Für die Spinner, die ihm so etwas erzählen, gelte: Wer keine Ahnung habe, solle die Schnauze halten. WHO und EMA hätten LP.8.1 für 2026/2027 empfohlen. Erst denken, dann schreiben.

Als weitere Leser widersprechen, ist der wissenschaftliche Teil beendet. Einem schreibt er „Fresse“. Den nächsten nennt er „Schwurbler“, mit lachendem Smiley.

So klingt die Speerspitze der Aufklärung, wenn ihr jemand eine Frage stellt.

Der Kanal läuft unter dem Namen Gert Postel, und so heißt der Mann, der als falscher Arzt bundesweit berühmt wurde. Als gelernter Briefträger, ohne einen Tag Medizinstudium, schwindelte er sich bis zum Leitenden Oberarzt einer psychiatrischen Klinik hoch. Das Landgericht Leipzig verurteilte ihn zu vier Jahren Haft. Danach schrieb er das Buch „Doktorspiele“.

Ausgerechnet dieser Mann erklärt anderen, sie sollten bei medizinischen Fragen die Schnauze halten, wenn sie keine Ahnung haben.

Man liest es zweimal. Dann lacht man.

Die Pointe kommt noch. Der Doktor ohne Doktor hätte vor dem Schreiben lesen können. Die EMA hat für 2026/2027 eine andere Variante empfohlen, nämlich XFG. LP.8.1 darf nur noch übergangsweise verimpft werden, als Restposten. Im Papier der Behörde steht zudem, dass LP.8.1 nicht mehr zirkuliert.

Ein ehemaliger falscher Psychiater lässt sich also gegen eine Variante impfen, die es nicht mehr gibt, ruft die Welt zur Nachahmung auf und beschimpft den Einzigen, der es bemerkt. Satire? Die Screenshots hängen an.

Der ernste Kern: Berühmt wurde dieser Mann mit der Erkenntnis, dass Autorität auch ohne Substanz funktioniert. Kittel und Titel genügen. Heute heißt der Kittel Behörde und der Titel Zulassung. Er hat das System nicht entlarvt. Er ist nur von der Bühne ins Publikum gewechselt und klatscht am lautesten.

„Die EMA hat empfohlen“ ist kein Argument, sondern ein Amen. Wer nachfragt, begeht Gotteslästerung und wird exkommuniziert: Spinner, Schwurbler, Fresse. Nur hat der Hohepriester diesmal die eigene Heilige Schrift nicht gelesen.

Ich sage es klar: Ich halte diese Präparate für einen genetischen Großversuch an der Bevölkerung. Die Argumente hat Sucharit Bhakdi vorgelegt. Ausgeräumt hat sie niemand, übertönt schon, vorzugsweise mit „Fresse“. Die Lipidpartikel bleiben nicht im Oberarm. Körperzellen werden zu Fabriken eines fremden Proteins, dessen Menge niemand kontrolliert. Das Immunsystem kann sich gegen genau diese Zellen wenden.

Dass es trotzdem „Impfung“ heißt, ist ein juristischer Kunstgriff. Das EU-Arzneimittelrecht nimmt Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten ausdrücklich aus der Gentherapie-Definition heraus. Man hat nicht das Etikett der Technik angepasst, sondern die Definition dem Etikett. Ausgerechnet ein Mann, der weiß, was ein falsches Etikett bewirkt, sollte dafür ein Gespür haben.

In der Enquete-Kommission des Bundestages wird die Sicherheit dieser Präparate derweil offen bestritten. Vielleicht schreibt er der Kommission auch einmal „Fresse“.

Bleiben zwei Fragen. Wenn alles so sicher ist, warum braucht man so viele Schimpfwörter, um es zu verteidigen? Und wenn schon ein Briefträger jahrelang als Oberarzt durchging: Wie viel Vertrauen verdient ein System, das sich bis heute auf Titel, Kittel und Stempel verlässt?

Euer Rainer Taufertshöfer
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Post #13673 1.25K
#ZWISCHENRUF | WENN MAN SICH VON KEINEM LAGER ADOPTIEREN LÄSST

TEIL 2/2

Genau deshalb habe ich mein Buch Chlordioxid – Potenzial und Grenzen geschrieben.

Hätte ich ausschließlich der offiziellen Seite geglaubt, wäre das Thema für mich längst mit dem Etikett „Bleichmittel“ erledigt gewesen.

Hätte ich ausschließlich meiner eigenen Szene geglaubt, wäre ich bei Protokollen, Heilsversprechen und immer denselben Gewissheiten stehen geblieben.

Beides hätte Erkenntnis verhindert.

Erst weil ich bereit war, beiden Seiten zu widersprechen, wurden für mich Grenzen sichtbar – und gerade dadurch auch Potenzial.

Das ist nicht zufällig bereits im Untertitel meines Buches angelegt:

„Was weder Befürworter noch Kritiker sagen.“

Und genau so behandle ich heute Irkutsk.

Ich nehme weder die russische Entwarnung ungeprüft hin noch erkläre ich den Vorgang automatisch zum nächsten geplanten Pandemieszenario.

Ich halte ernsthaft begründbare Möglichkeiten offen, ohne mich von einer einzigen davon psychologisch vereinnahmen zu lassen.

Denn ein reales medizinisches Ereignis kann medial instrumentalisiert werden.

Ein übertriebener Alarm kann trotzdem einen realen biologischen Kern besitzen.

Eine Inszenierung kann reale politische Folgen haben.

Und eine zunächst unglaubwürdig wirkende Warnung kann sich irgendwann als berechtigt herausstellen.

Strategisches Denken besteht darin, auf keines dieser Szenarien angewiesen zu sein.

Deshalb beobachte ich Irkutsk weiter.

Nicht aus Angst vor Pest.

Sondern weil ich verstehen möchte, was tatsächlich geschieht – und was daraus gemacht wird.

Medizinisch interessiert mich der Erreger, die Diagnostik, mögliche Resistenzen, der Verlauf und die vorhandenen Handlungsmöglichkeiten.

Journalistisch interessieren mich die Widersprüche, verschwundene Meldungen, nachträgliche Korrekturen, ungewöhnliche Maßnahmen, vorbereitete Szenarien und mögliche Interessen.

Das eine ist Biologie. Das andere ist Kommunikation, Psychologie und Macht.

Wer beides miteinander vermischt, kann leicht manipuliert werden.

Wer eine der beiden Ebenen grundsätzlich ignoriert, ebenso.

Genau deshalb denke ich nicht in Panik.

Ich denke in Szenarien, Zusammenhängen und Handlungsoptionen.

Mein Maßstab bleibt:

Was ist belegt?
Was ist offen?
Was widerspricht sich?
Was gehört zur biologischen Realität – und was zur Erzählung darüber?

Ich brauche dafür weder eine offizielle Wahrheit noch eine alternative.

Ich brauche Informationen, Zusammenhänge und die Freiheit, mein Urteil zu ändern, wenn neue Fakten auftauchen.

Denn genau das unterscheidet Erkenntnis von Glauben.

Und daraus ist über die Jahre mein Credo entstanden:

Es ist klug, den Zeitgeist zu verstehen, jedoch niemals mit ihm zu gehen.

Euer Rainer Taufertshöfer
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Post #13672 1.19K
#ZWISCHENRUF | WACHSAMKEIT IST NICHT ANGST

TEIL 1/2

Einige Leserzuschriften zu meinen Beiträgen über Irkutsk zeigen mir etwas Interessantes: Manche verwechseln Wachsamkeit mit Angst – und andere halten inzwischen schon denjenigen für „Mainstream-gläubig“, der nicht reflexartig jede Meldung zur Inszenierung erklärt.

Deshalb möchte ich meine Haltung einmal grundsätzlich erklären.

Ich habe keine Angst vor der Pest. Und ich hatte 2020 auch keine Angst vor dem Wort Corona.

Angstfreiheit bedeutet für mich aber nicht Blindheit.

Ein Erreger ist zunächst eine biologische Realität. Was Medien, Behörden, Politik, Interessengruppen und Gegenöffentlichkeit daraus machen, ist eine zweite Ebene.

Beides muss beobachtet werden. Aber beides darf niemals miteinander verwechselt werden.

Genau so bin ich bereits zu Beginn der Corona-Zeit vorgegangen.

Damals erreichten uns aus China dramatische Videoaufnahmen. Menschen sollten plötzlich auf Straßen zusammenbrechen, andere Bilder vermittelten geradezu apokalyptische Zustände. Ob diese Aufnahmen tatsächlich das zeigten, als was sie uns präsentiert wurden, konnten wir hier nicht überprüfen.

Wir waren nicht dabei.

Was wäre also vernünftig gewesen?

Sofort in Panik geraten?

Nein.

Alles als Theater abtun?

Ebenso wenig.

Die vernünftige Position war: medizinisch ruhig bleiben, die Informationslage prüfen und gleichzeitig mehrere Szenarien offenhalten.

Genau das ist für mich strategisches Denken.

Wenn ich heute „Pest“ lese, löst dieses Wort bei mir keine Urangst aus. Ich frage zuerst: Welche Form? Welcher Erreger? Welcher Stamm? Welche Übertragungswege? Welche Resistenzen? Welche medizinischen Handlungsoptionen bestehen?

Das ist die biologische und medizinische Ebene.

Gleichzeitig frage ich: Wer wusste wann was? Welche Aussagen wurden verändert oder gelöscht? Warum passen bestimmte Maßnahmen nicht zur späteren Kommunikation? Welche Planspiele und Szenarien existierten bereits? Welche Interessen könnten eine Rolle spielen? Und was wird möglicherweise aus einem realen Ereignis gemacht?

Das ist eine andere Untersuchungsebene.

Ich bewege mich seit 26 Jahren in der alternativen medizinischen Szene.

Viele Menschen, die heute als große Gegenstimmen herumgereicht werden, kenne ich persönlich. Ich kenne ihre Lehrer, ihre Denkmodelle, ihre Bücher und ihre Argumentationen.

Und ich kenne auch Patienten, die bestimmten dieser Gewissheiten gefolgt sind und später verzweifelt vor mir saßen.

Gleichzeitig kenne ich die andere Seite ebenfalls nicht aus dem Lehrbuch. Ich wurde selbst über Jahre medial angegriffen und habe behördlichen Druck wegen meiner Arbeit erlebt.

Mir muss deshalb niemand erklären, dass etablierte Systeme Interessen verfolgen können.

Aber genauso wenig lasse ich mir von der Gegenöffentlichkeit vorschreiben, welches Ergebnis meine Analyse haben muss.

Denn hier entsteht inzwischen ein neuer Fehler.

Aus berechtigtem Misstrauen kann eine neue Gläubigkeit werden.

Wer früher blind dem Professor, dem Beipackzettel oder der Tagesschau vertraute und heute stattdessen blind YouTube, Telegram, einem alternativen Professor oder der eigenen Chatgruppe vertraut, hat sein Denkprinzip nicht verändert.

Er hat lediglich die Autorität gewechselt.

Und wer irgendwann jeden Alarm sofort als „Panikmache“ oder „Inszenierung“ abtut, läuft Gefahr, den Schuss nicht zu hören, wenn tatsächlich einmal einer fällt.

Im zweiten Teil geht es deshalb um die entscheidende Frage: Was entsteht, wenn man sich weder von der offiziellen noch von der alternativen Erzählung die Antwort vorgeben lässt? Genau dort beginnt für mich Erkenntnis.


Euer Rainer Taufertshöfer
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Post #13671 1.41K
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JETZT FRAGT AUCH DIE WHO

Interessant. Genau die Fragen, die ich hier seit Tagen stelle, stellt inzwischen auch die WHO.

Was war die tatsächliche Todesursache der Mitarbeiterin des Irkutsker Anti-Pest-Instituts? Welcher Erreger hat die massiven Schutzmaßnahmen ausgelöst? Und was ist dran an Berichten über eine weitere erkrankte Mitarbeiterin?

Während der Kreml erklärt, Russland habe ordnungsgemäß informiert, fordert die WHO weitere Angaben.

Genau deshalb beobachte ich diesen Fall nicht nur medizinisch, sondern auch hinter der offiziellen Erzählung. Denn erst hieß es Pest, dann möglicherweise Pest, dann plötzlich Pneumonie unbekannter Ursache. Gleichzeitig Quarantäne, nahezu 200 Kontaktpersonen, internationale Grenzkontrollen – und bis heute keine öffentlich nachvollziehbare Laborantwort zur Verstorbenen.

Und nach meinem letzten Beitrag über Planspiele, mRNA-Pestimpfstoffforschung und bereits vorhandene Pandemie-Szenarien gilt für mich erst recht:

Nicht nur beobachten, was man uns erzählt. Beobachten, was vorbereitet wurde, wie reagiert wird – und welche Fragen plötzlich niemand mehr beantworten will.

Dass die WHO jetzt dieselben Punkte aufgreift, macht diese Fragen jedenfalls nicht kleiner.

Ich bleibe dran. An jeder Bewegung. Und vor allem an den Widersprüchen.

Euer Rainer Taufertshöfer
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Post #13670 2.14K
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NOCH EIN WORT, DAMIT KEIN FALSCHER EINDRUCK ENTSTEHT

Wer meine bisherigen Beiträge liest, könnte meinen, ich würde lediglich prüfen, ob die offizielle Geschichte vom Pestverdacht in Russland stimmt oder nicht. Das greift mir inzwischen zu kurz.

Mich interessiert längst auch die zweite Ebene: Was, wenn hier nicht nur ein medizinisches Ereignis untersucht werden muss, sondern zugleich ein bereits vorbereitetes Szenario bedient wird?

Denn die Begleitmusik ist bemerkenswert. 2019 wurde in München ein internationales Planspiel durchgeführt, in dem eine gentechnisch veränderte, gegen verfügbare Behandlung resistente Lungenpest weltweit eskaliert. 2025 erscheint aus Israel eine mRNA-Impfstoffforschung gegen Lungenpest. Ende Juli 2026 veröffentlicht Annie Jacobsen ein Buch über einen Laborunfall, biologische Kriegführung und eine globale Pandemie – zwei Monate später haben wir einen ungeklärten Todesfall in einem russischen Anti-Pest-Institut.

Ich sage damit nicht, dass diese Punkte einen gemeinsamen Plan beweisen.

Ich sage etwas anderes: Nach den Erfahrungen der letzten Jahre wäre es geradezu fahrlässig, nur auf die medizinische Schlagzeile zu starren und die vorbereiteten Szenarien, politischen Reaktionen, Mediennarrative und möglichen Interessen dahinter nicht ebenfalls zu beobachten.

Deshalb werde ich beides prüfen: Was ist in Irkutsk tatsächlich passiert – und was wird möglicherweise aus diesem Ereignis gemacht?

Denn wenn plötzlich wieder Begriffe wie „Horror-Seuche“, Pandemie, mRNA und internationale Notfallmaßnahmen gleichzeitig auf der Bühne erscheinen, werde ich nicht brav warten, bis mir jemand erklärt, welches Drehbuch ich diesmal glauben soll.

Ich will die Daten sehen. Die Laborbefunde. Die Chronologie. Die Interessen. Und die Vorbereitung im Hintergrund.

Nicht Panik ist jetzt gefragt.

Sondern maximale Skepsis in alle Richtungen.

Euer Rainer Taufertshöfer
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NICHT DIE PEST IST HIER DAS PROBLEM

Pest in Sibirien ist keine Sensation. Dort existieren natürliche Pestherde, und genau dafür gibt es Einrichtungen wie das Irkutsker Anti-Pest-Institut. Interessant wird der Fall aus einem anderen Grund: Die verstorbene Darja Shipilowa arbeitete dort und war 2026 Mitautorin eines Kongressbeitrags über die Antibiotika-Empfindlichkeit von Yersinia pestis aus sibirischen Naturherden.

Wenn die ursprüngliche Version eines Laborzwischenfalls zutrifft, reden wir nicht über irgendeinen Naturkontakt. Dann müsste grundsätzlich rekonstruierbar sein, mit welchem Stamm sie exponiert worden sein könnte und wie dessen Empfindlichkeitsprofil aussieht.

Genau deshalb ist der tödliche Verlauf so erklärungsbedürftig. Pest ist bei frühzeitiger Behandlung grundsätzlich antibiotisch therapierbar. Bei einem erkannten Laborereignis wären möglicher Erreger, Exposition und Spezialisten praktisch sofort verfügbar. Warum stirbt eine 28-jährige Mitarbeiterin dann innerhalb weniger Tage an einer fulminanten Pneumonie? Wurde die Exposition zu spät erkannt? Wurde zunächst anders behandelt? Oder hatte der Erreger Eigenschaften, die eine gewöhnliche Therapie erschwerten?

Antibiotikaresistente Yersinia-pestis-Stämme existieren. Zudem steht das Institut historisch in der Tradition des sowjetischen Anti-Pest-Systems; für das damalige Biowaffenprogramm ist dokumentiert, dass auch mit Pest und Antibiotikaresistenzen gearbeitet wurde. Gerade deshalb wären Stamm, Resistenzprofil und Therapiebeginn heute die entscheidenden Informationen.

Stattdessen erleben wir eine bemerkenswerte Abfolge: Erst heißt es Pest, dann „möglicherweise Pest“, schließlich Pneumonie ungeklärter Ursache und kein registrierter Pestfall. Gleichzeitig werden Krankenhausbereiche isoliert, nahezu 200 Kontaktpersonen überwacht, eine außerordentliche antiepidemische Kommission einberufen und die oberste russische Amtsärztin reist persönlich nach Irkutsk. Danach: stabile Lage.

Auch außerhalb Russlands bleibt man vorsichtig. Kasachstan, Kirgisistan und Usbekistan haben ihre sanitären Grenzkontrollen verstärkt. Besonders auffällig: Während Russland keinen Pestfall registriert haben will, begründete Kirgisistan seine Maßnahmen mit Informationen über einen „registrierten Pestfall in der Russischen Föderation“.

Und auch das Institut selbst sorgt nicht gerade für Klarheit. Als das Regionalmedium IRСITY nach der geplanten internationalen Pest-Konferenz fragte, wurde laut Redaktion aufgelegt; ein weiterer Anruf wurde abgewiesen.

Dabei ließe sich alles sehr einfach klären:

Welcher Erreger? Welcher Stamm? Welche Tests? Welches Empfindlichkeitsprofil? Welche Therapie – und wann?

Wenn es keine Pest war, veröffentlicht die konkreten negativen Befunde. Wenn es Pest war, nennt den Stamm und seine Empfindlichkeit.

Denn das Merkwürdige ist nicht, dass in Sibirien Pest vorkommen kann.

Merkwürdig ist, dass ausgerechnet beim Tod einer Mitarbeiterin eines Anti-Pest-Instituts die entscheidenden Laborinformationen fehlen – während die Maßnahmen deutlich ernster wirken als die spätere Entwarnung.

Euer Rainer Taufertshöfer

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LUNGENPEST, CORONA UND DIE GEFAHR DES ABWINKENS

Wir haben Corona auseinandergenommen.

Masken. Zahlen. Prognosen. Maßnahmen. Experten. politische Entscheidungen. Widersprüche. Narrative.

Viele von uns, die damals Fragen gestellt haben, wurden zu „Verschwörungstheoretikern“ erklärt.

Und jetzt kommt die nächste Meldung über einen gefährlichen Erreger.

Natürlich ist der erste Reflex: Nicht schon wieder.

Genau darin liegt die Gefahr.

Ich kenne persönlich zahlreiche Protagonisten aus der alternativen Aufklärungs- und Medizin-Szene. Ich weiß noch genau, wie Anfang Januar 2020 manche abgewunken haben:

„In 14 Tagen ist das vergessen.“

War es nicht.

Was anschließend politisch, medial und gesellschaftlich daraus gemacht wurde, haben wir alle erlebt.

Ich habe damals nicht aufgehört hinzusehen. Und genau deshalb werde ich auch heute nicht damit anfangen.

Denn aus berechtigter Skepsis darf keine Gleichgültigkeit werden.

Nicht jede Gefahr ist erfunden. Nicht jedes Hochsicherheitslabor ist belanglos. Und nicht jeder Erreger lässt sich politisch wegmoderieren.

Hinzu kommt eine weltpolitische Lage, in der man inzwischen mit Entwicklungen rechnen muss, die vor wenigen Jahren noch absurd geklungen hätten. Auf welcher Seite auch immer.

Militärische Eskalation. Geheimdienste. Hochsicherheitsforschung. gefährliche Erreger. gegenseitige Anschuldigungen.

Wer glaubt, Irrsinn, Fehlentscheidungen oder gefährliche Experimente seien ausschließlich dem politischen Gegner zuzutrauen, verwechselt Aufklärung mit Lagerdenken.

Gerade deshalb schaue ich bei den Meldungen aus Russland genau hin.

Nicht hysterisch werden. Aber auch nicht abstumpfen.

Ich habe Anfang 2020 nicht weggeschaut, als andere schon abgewunken haben.

Ich werde auch heute nicht wegschauen.

Nicht weil ich überall eine Verschwörung sehe. Sondern weil ich gelernt habe, wie gefährlich es ist, Dinge zu spät ernst zu nehmen.

Ich prüfe. Ich beobachte. Ich halte Widersprüche fest.

Und wenn sich am Ende herausstellt, dass nichts dahintersteckt, umso besser.

Aber ich werde nicht derjenige sein, der später sagt:

„Das konnte doch keiner ahnen.“

Ich bleibe für Euch wachsam.

Euer Rainer Taufertshöfer

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LUNGENPEST IST NICHT BEULENPEST

Zu meinem gestrigen Beitrag noch eine medizinische Einordnung, weil beide Begriffe gerade häufig durcheinandergehen.

Beulenpest entsteht meist nach dem Stich eines infizierten Flohs. Typisch sind stark geschwollene, schmerzhafte Lymphknoten. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch spielt dabei normalerweise kaum eine Rolle.

Lungenpest ist etwas anderes. Hier befällt Yersinia pestis die Lunge und kann über infektiöse Atempartikel direkt von Mensch zu Mensch übertragen werden.

Sie gehört zu den aggressivsten bakteriellen Infektionen überhaupt. Innerhalb kürzester Zeit können schwere Lungenentzündung, Atemnot, Sauerstoffmangel, Sepsis, Kreislaufschock und Multiorganversagen entstehen.

Unbehandelt verläuft die Lungenpest praktisch immer tödlich. Ein tödlicher Verlauf kann bereits innerhalb von 18 bis 24 Stunden nach Beginn der Erkrankung eintreten. Deshalb ist eine möglichst frühe antibiotische Behandlung entscheidend.

Genau deshalb ist die Frage, was in Sibirien tatsächlich passiert ist, keine Nebensache.

Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass dort Lungenpest nachgewiesen wäre. Das ist bislang gerade nicht belegt.

Aber wer Tschernobyl und die damalige sowjetische Informationspolitik kennt, weiß auch, warum bei widersprüchlichen offiziellen Mitteilungen Aufmerksamkeit angebracht ist.

Keine Panik. Keine vorschnellen Behauptungen. Aber auch kein blindes Vertrauen.

Beobachten. Vergleichen. Widersprüche festhalten.

Euer Rainer Taufertshöfer
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TEIL 5/5 – DAS EIGENTLICHE PROBLEM IST DIE FEHLENDE TRANSPARENZ

Gerade bei Einrichtungen, die mit hochgefährlichen Krankheitserregern umgehen, schafft Informationsarmut keinen Schutz vor Gerüchten.

Sie produziert sie.

Wenn gleichzeitig Krankenhäuser abgeschottet, zahlreiche Kontakte überwacht und lokale Warnungen veröffentlicht und anschließend wieder gelöscht werden, während offiziell lediglich von einer Pneumonie unbekannter Ursache gesprochen wird, entstehen zwangsläufig Fragen.

Diese Fragen sind weder Beweis noch Verschwörungstheorie.

Sie sind schlicht Fragen.

Was jetzt geklärt werden müsste:

Auf welche Erreger wurde Shipilova untersucht?

Mit welchen diagnostischen Verfahren?

Was bedeutet konkret die Formulierung, es seien keine Mikroorganismen gefunden worden, die mit ihrer beruflichen Tätigkeit zusammenhängen?

Wurde Yersinia pestis spezifisch mit geeigneten mikrobiologischen beziehungsweise molekularbiologischen Verfahren ausgeschlossen?

Gibt es weitere schwere Pneumonien unter den Kontaktpersonen?

Und falls Yersinia pestis doch nachgewiesen werden sollte:

Welches Resistenzprofil besitzt das Isolat?

Bislang gibt es keinen bestätigten Pestausbruch.

Es gibt auch keinen Beweis für die Freisetzung eines Laborstammes oder gar eines biologischen Kampfstoffes.

Das muss genauso deutlich gesagt werden wie die ungewöhnlichen Begleitumstände.

Ich werde deshalb weder Entwarnung erfinden noch Alarm schlagen.

Ich werde beobachten, Quellen vergleichen und korrigieren, wenn neue Fakten hinzukommen.

Denn gerade bei einem solchen Thema gilt:

Sicherheit geht vor. Sonst nichts.

Euer
Rainer Taufertshöfer

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TEIL 4/5 – DIE HISTORISCHE VERBINDUNG ZUR SOWJETISCHEN BIOWAFFENFORSCHUNG

Auch hier muss man Vergangenheit und Gegenwart strikt auseinanderhalten.

Das Irkutsker Institut ist heute offiziell eine Einrichtung zur Erforschung und Bekämpfung gefährlicher Infektionskrankheiten.

Einen belastbaren öffentlichen Beleg dafür, dass dort heute offensive biologische Waffen entwickelt werden, gibt es nicht.

Historisch gehörte das Institut jedoch zum sowjetischen Anti-Pest-System.

Der Biowaffenforscher Raymond A. Zilinskas beschrieb 2006 in Critical Reviews in Microbiology, dass dieses System während der Sowjetzeit zunächst Aufgaben innerhalb des biologischen Abwehrprogramms „Problem 5“ übernahm.

Ab Mitte der 1970er Jahre wurden Teile des Systems auch in Arbeiten für das offensive Programm „Ferment“ eingebunden.

Hinzu kommt eine personelle Verbindung.

Der Mikrobiologe Igor Domaradskij leitete von 1957 bis 1964 das Irkutsker Anti-Pest-Institut.

Später wurde er zu einer wichtigen Persönlichkeit innerhalb des sowjetischen Biopreparat-Komplexes, der mit dem offensiven sowjetischen Biowaffenprogramm verbunden war.

Diese historische Verbindung existiert.

Aber:

Eine historische Verbindung beweist kein heutiges Biowaffenprogramm.

Und sie beweist schon gar nicht, woran Darya Shipilova gestorben ist.

Gerade deshalb sollte man die Geschichte weder verharmlosen noch dramatisieren.

Fortsetzung in Teil 5.
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TEIL 3/5 – WOMIT SHIPILOVA WISSENSCHAFTLICH BEFASST WAR

Hier gibt es inzwischen einen bemerkenswerten Zusammenhang, der im Netz teilweise falsch dargestellt wird.

Shipilova wird im Programm des Allrussischen Kongresses für Infektionskrankheiten 2026 als Mitautorin eines am 31. März vorgestellten Forschungsbeitrags aufgeführt.

Thema:

Die Empfindlichkeit von Yersinia pestis aus natürlichen Pestherden Sibiriens gegenüber antibakteriellen Arzneimitteln.

Das bedeutet:

Shipilova war nachweislich an einer wissenschaftlichen Untersuchung beteiligt, bei der Pestbakterien und ihre Antibiotikaempfindlichkeit Gegenstand waren.

Es bedeutet ausdrücklich nicht, dass sie nachweislich mit multiresistenten Peststämmen gearbeitet hat.

Dafür gibt es derzeit keinen Beleg.

Und diese Unterscheidung ist wichtig.

Resistenzüberwachung gehört grundsätzlich zur seriösen mikrobiologischen Forschung.

Auch frühere Untersuchungen sibirischer Naturstämme haben überwiegend eine hohe Empfindlichkeit gegenüber verschiedenen Antibiotikagruppen gezeigt.

Interessant ist die Verbindung trotzdem.

Denn die verstorbene Laborantin arbeitete an einem Institut, das sich mit genau jenem Erreger beschäftigt, der nun in den Gerüchten um ihren Tod eine zentrale Rolle spielt.

Das ist ein Zusammenhang.

Aber noch kein Beweis für eine Ursache.

Fortsetzung in Teil 4.
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