#ZWISCHENRUF | WACHSAMKEIT IST NICHT ANGST
TEIL 1/2
Einige Leserzuschriften zu meinen Beiträgen über Irkutsk zeigen mir etwas Interessantes: Manche verwechseln Wachsamkeit mit Angst – und andere halten inzwischen schon denjenigen für „Mainstream-gläubig“, der nicht reflexartig jede Meldung zur Inszenierung erklärt.
Deshalb möchte ich meine Haltung einmal grundsätzlich erklären.
Ich habe keine Angst vor der Pest. Und ich hatte 2020 auch keine Angst vor dem Wort Corona.
Angstfreiheit bedeutet für mich aber nicht Blindheit.
Ein Erreger ist zunächst eine biologische Realität. Was Medien, Behörden, Politik, Interessengruppen und Gegenöffentlichkeit daraus machen, ist eine zweite Ebene.
Beides muss beobachtet werden. Aber beides darf niemals miteinander verwechselt werden.
Genau so bin ich bereits zu Beginn der Corona-Zeit vorgegangen.
Damals erreichten uns aus China dramatische Videoaufnahmen. Menschen sollten plötzlich auf Straßen zusammenbrechen, andere Bilder vermittelten geradezu apokalyptische Zustände. Ob diese Aufnahmen tatsächlich das zeigten, als was sie uns präsentiert wurden, konnten wir hier nicht überprüfen.
Wir waren nicht dabei.
Was wäre also vernünftig gewesen?
Sofort in Panik geraten?
Nein.
Alles als Theater abtun?
Ebenso wenig.
Die vernünftige Position war: medizinisch ruhig bleiben, die Informationslage prüfen und gleichzeitig mehrere Szenarien offenhalten.
Genau das ist für mich strategisches Denken.
Wenn ich heute „Pest“ lese, löst dieses Wort bei mir keine Urangst aus. Ich frage zuerst: Welche Form? Welcher Erreger? Welcher Stamm? Welche Übertragungswege? Welche Resistenzen? Welche medizinischen Handlungsoptionen bestehen?
Das ist die biologische und medizinische Ebene.
Gleichzeitig frage ich: Wer wusste wann was? Welche Aussagen wurden verändert oder gelöscht? Warum passen bestimmte Maßnahmen nicht zur späteren Kommunikation? Welche Planspiele und Szenarien existierten bereits? Welche Interessen könnten eine Rolle spielen? Und was wird möglicherweise aus einem realen Ereignis gemacht?
Das ist eine andere Untersuchungsebene.
Ich bewege mich seit 26 Jahren in der alternativen medizinischen Szene.
Viele Menschen, die heute als große Gegenstimmen herumgereicht werden, kenne ich persönlich. Ich kenne ihre Lehrer, ihre Denkmodelle, ihre Bücher und ihre Argumentationen.
Und ich kenne auch Patienten, die bestimmten dieser Gewissheiten gefolgt sind und später verzweifelt vor mir saßen.
Gleichzeitig kenne ich die andere Seite ebenfalls nicht aus dem Lehrbuch. Ich wurde selbst über Jahre medial angegriffen und habe behördlichen Druck wegen meiner Arbeit erlebt.
Mir muss deshalb niemand erklären, dass etablierte Systeme Interessen verfolgen können.
Aber genauso wenig lasse ich mir von der Gegenöffentlichkeit vorschreiben, welches Ergebnis meine Analyse haben muss.
Denn hier entsteht inzwischen ein neuer Fehler.
Aus berechtigtem Misstrauen kann eine neue Gläubigkeit werden.
Wer früher blind dem Professor, dem Beipackzettel oder der Tagesschau vertraute und heute stattdessen blind YouTube, Telegram, einem alternativen Professor oder der eigenen Chatgruppe vertraut, hat sein Denkprinzip nicht verändert.
Er hat lediglich die Autorität gewechselt.
Und wer irgendwann jeden Alarm sofort als „Panikmache“ oder „Inszenierung“ abtut, läuft Gefahr, den Schuss nicht zu hören, wenn tatsächlich einmal einer fällt.
Im zweiten Teil geht es deshalb um die entscheidende Frage: Was entsteht, wenn man sich weder von der offiziellen noch von der alternativen Erzählung die Antwort vorgeben lässt? Genau dort beginnt für mich Erkenntnis.
Euer Rainer Taufertshöfer
Post #13672
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