TEIL 5/5 – DAS EIGENTLICHE PROBLEM IST DIE FEHLENDE TRANSPARENZ
Gerade bei Einrichtungen, die mit hochgefährlichen Krankheitserregern umgehen, schafft Informationsarmut keinen Schutz vor Gerüchten.
Sie produziert sie.
Wenn gleichzeitig Krankenhäuser abgeschottet, zahlreiche Kontakte überwacht und lokale Warnungen veröffentlicht und anschließend wieder gelöscht werden, während offiziell lediglich von einer Pneumonie unbekannter Ursache gesprochen wird, entstehen zwangsläufig Fragen.
Diese Fragen sind weder Beweis noch Verschwörungstheorie.
Sie sind schlicht Fragen.
Was jetzt geklärt werden müsste:
Auf welche Erreger wurde Shipilova untersucht?
Mit welchen diagnostischen Verfahren?
Was bedeutet konkret die Formulierung, es seien keine Mikroorganismen gefunden worden, die mit ihrer beruflichen Tätigkeit zusammenhängen?
Wurde Yersinia pestis spezifisch mit geeigneten mikrobiologischen beziehungsweise molekularbiologischen Verfahren ausgeschlossen?
Gibt es weitere schwere Pneumonien unter den Kontaktpersonen?
Und falls Yersinia pestis doch nachgewiesen werden sollte:
Welches Resistenzprofil besitzt das Isolat?
Bislang gibt es keinen bestätigten Pestausbruch.
Es gibt auch keinen Beweis für die Freisetzung eines Laborstammes oder gar eines biologischen Kampfstoffes.
Das muss genauso deutlich gesagt werden wie die ungewöhnlichen Begleitumstände.
Ich werde deshalb weder Entwarnung erfinden noch Alarm schlagen.
Ich werde beobachten, Quellen vergleichen und korrigieren, wenn neue Fakten hinzukommen.
Denn gerade bei einem solchen Thema gilt:
Sicherheit geht vor. Sonst nichts.
Euer
Rainer Taufertshöfer
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