#AKTUELL | IRKUTSK: KEIN AUSBRUCH – ABER DER INDEXFALL BLEIBT UNGEKLÄRT
Die Lage hat sich weiter beruhigt. Bislang gibt es keinen bestätigten zweiten Pestfall und keinen Hinweis auf eine fortlaufende Übertragung. Rospotrebnadzor erklärt Berichte über eine zweite infizierte Person inzwischen ausdrücklich für falsch. Nach russischen Angaben wurden nahezu 5.000 Untersuchungen durchgeführt; bei mehr als 90 Prozent der Kontaktpersonen ist die medizinische Beobachtung beendet. Ein epidemisches Risiko bestehe nicht.
Damit wird ein laufender Lungenpestausbruch immer unwahrscheinlicher.
Der eigentliche Kern des Falls ist aber weiterhin nicht aufgeklärt.
Die WHO erklärt nach wie vor, sie kenne den Erreger nicht, der die tödliche Pneumonie der 28-jährigen Mitarbeiterin verursacht hat, und verfüge deshalb noch nicht über das vollständige Bild. Genau diese Information hatte ich von Beginn an eingefordert.
Der derzeitige Stand ist deshalb erstaunlich klar:
Kein belegter Pestausbruch. Kein bestätigter zweiter Fall. Aber weiterhin keine öffentlich nachvollziehbare Antwort darauf, woran die Frau tatsächlich starb und weshalb ursprünglich derart massive Schutzmaßnahmen eingeleitet wurden.
Ich bleibe an genau diesem Punkt dran.
Nicht die Schlagzeile entscheidet – sondern das, was am Ende übrig bleibt, wenn man alle Erzählungen abzieht.
Euer Rainer Taufertshöfer
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