Post #118
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Allen einen fröhlichen Einheiz-Tag! Es wird ja auch langsam Winter in der BRD...
36 Jahre ist es nun her, daß eine noch nicht Geborene (die mitteldeutschen Länder) einen schon Gestorbenen (die alte BRD) heiratete. Nehmen wir den Tag zum Anlaß, etwas auf diese seltsame Ehe zurückzublicken.
Zunächst: Es war von Anfang an kein neuer gemeinsamer Hausstand geplant, sondern die Braut zog unter Zurücklassung aller eigenen Errungenschaften und Erwerbungen mit bei den Eltern des Bräutigams ein, und diese bestimmten fortan. Es wurde ihr erklärt, daß alles, was sie bisher getan und geschaffen hatte, praktisch wertlos war und sie das Glück habe, so einen fleißigen und gönnerhaften Gemahl gefunden zu haben, der in Zukunft alles zum gemeinsamen Besten entscheiden würde. Seine absolute Überzeugung vom eignen System und die mangelnde Fähigkeit, auch nur Einzelheiten desselben infragezustellen oder Kritik daran zu akzeptieren, muß man als vollendeten Narzißmus bezeichnen. In der ersten Euphorie sah sie das natürlich nicht. Zu glänzend und wunderbar schien alles zu sein.
Zunächst war das so. Doch wie das bei Narzißten eben so üblich ist, beginnen sie, den Anderen stets für alle Mißstände und -erfolge verantwortlich zu machen und seine Freiheit mehr und mehr einzuschränken. Erste Zweifel an der Zukunftsfähigkeit dieser Ehe brachen sich Bahn, wurden aber erstickt. Das neue Leben war ja insgesamt doch recht angenehm. Reisen, schicke Autos, toller Haushalt...
Doch als der Gemahl, der zuvor schon einen dubiosen Freundeskreis unterhielt und weitgehend finanzierte, dann notorisch Gäste einlud, die, auch wenn sie sich massiv daneben benahmen, geduldet werden mußten und nicht einmal kritisiert werden durften – genauso wenig wie die Tatsache, daß er immer mehr davon einlud, und diese zu Lasten der eigenen Kinder generös untergebracht und verköstigt werden, da begann sie sich ernsthafter zu fragen: Bin ich in dieser Beziehung richtig? Ist es mir nicht vorher alleine besser gegangen? Und deutlicher: Wird mich diese Ehe auf Dauer vernichten?
Ein paar besonders aktive Gehirnzellen hatten diese Gedanken beizeiten entwickelt, aber so langsam verbreiteten sie sich im ganzen Kopf.
Natürlich ist es schwer, aus so einer gezielt geschaffenen Abhängigkeit wieder herauszukommen. Die von interessierter Seite gefütterten Dämonen flüstern: Du kriegst es doch gar nicht alleine hin!
Aber die unglückliche Gemahlin muß es schaffen. Der Ehemann erweist sich als nicht therapierbar. Rafft sie sich nicht auf, werden beide gemeinsam in naher Zukunft untergehen.
Packen wir also alle mit an beim Ausbruch Ost!
Folgt mir für Interessantes aus Recht und Politik!
@martinkohlmann
36 Jahre ist es nun her, daß eine noch nicht Geborene (die mitteldeutschen Länder) einen schon Gestorbenen (die alte BRD) heiratete. Nehmen wir den Tag zum Anlaß, etwas auf diese seltsame Ehe zurückzublicken.
Zunächst: Es war von Anfang an kein neuer gemeinsamer Hausstand geplant, sondern die Braut zog unter Zurücklassung aller eigenen Errungenschaften und Erwerbungen mit bei den Eltern des Bräutigams ein, und diese bestimmten fortan. Es wurde ihr erklärt, daß alles, was sie bisher getan und geschaffen hatte, praktisch wertlos war und sie das Glück habe, so einen fleißigen und gönnerhaften Gemahl gefunden zu haben, der in Zukunft alles zum gemeinsamen Besten entscheiden würde. Seine absolute Überzeugung vom eignen System und die mangelnde Fähigkeit, auch nur Einzelheiten desselben infragezustellen oder Kritik daran zu akzeptieren, muß man als vollendeten Narzißmus bezeichnen. In der ersten Euphorie sah sie das natürlich nicht. Zu glänzend und wunderbar schien alles zu sein.
Zunächst war das so. Doch wie das bei Narzißten eben so üblich ist, beginnen sie, den Anderen stets für alle Mißstände und -erfolge verantwortlich zu machen und seine Freiheit mehr und mehr einzuschränken. Erste Zweifel an der Zukunftsfähigkeit dieser Ehe brachen sich Bahn, wurden aber erstickt. Das neue Leben war ja insgesamt doch recht angenehm. Reisen, schicke Autos, toller Haushalt...
Doch als der Gemahl, der zuvor schon einen dubiosen Freundeskreis unterhielt und weitgehend finanzierte, dann notorisch Gäste einlud, die, auch wenn sie sich massiv daneben benahmen, geduldet werden mußten und nicht einmal kritisiert werden durften – genauso wenig wie die Tatsache, daß er immer mehr davon einlud, und diese zu Lasten der eigenen Kinder generös untergebracht und verköstigt werden, da begann sie sich ernsthafter zu fragen: Bin ich in dieser Beziehung richtig? Ist es mir nicht vorher alleine besser gegangen? Und deutlicher: Wird mich diese Ehe auf Dauer vernichten?
Ein paar besonders aktive Gehirnzellen hatten diese Gedanken beizeiten entwickelt, aber so langsam verbreiteten sie sich im ganzen Kopf.
Natürlich ist es schwer, aus so einer gezielt geschaffenen Abhängigkeit wieder herauszukommen. Die von interessierter Seite gefütterten Dämonen flüstern: Du kriegst es doch gar nicht alleine hin!
Aber die unglückliche Gemahlin muß es schaffen. Der Ehemann erweist sich als nicht therapierbar. Rafft sie sich nicht auf, werden beide gemeinsam in naher Zukunft untergehen.
Packen wir also alle mit an beim Ausbruch Ost!
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