Reisen bildet. Das gilt auch für Friedrich Merz. Und manchmal hilft es zum besseren Verständnis, wenn jemand mit Blick von außen einem seine Sicht kurz darlegt.
Kanzler Merz sitzt also im Weißen Haus bei Präsident Trump und will irgendwas erklären über die angebliche Befreiung und den anstehenden Jahrestag des D-Day, der Landung der britischen und amerikanischen Truppen an der Küste der Normandie am 6.6.1944.
Trump kommentiert kurz und knapp: “That wasn´t a good day for you!” (Das war kein guter Tag für Euch!)
Daraus lernen wir so Verschiedenes:
1. Nicht damals und nicht heute ist auf amerikanischer Seite irgendjemand der Meinung, man habe gegen den Nationalsozialismus gekämpft. Man hat gegen Deutschland gekämpft, genauso wie im Ersten Weltkrieg. Und man macht keinen Unterschied zwischen dem damaligen und dem heutigen Deutschland, zumindest keinen großen. Mit “Euch” meint Trump in dem Fall Deutschland und unterscheidet nicht, ob Hitler oder Merz gerade Kanzler ist.
2. Immerhin ist der derzeitige amerikanische Präsident so ehrlich, das auch nicht ideolgisch zu verbrämen und von Deutschen einschließlich Kanzler zu erwarten, sich über die eigene Niederlage zu erfreuen und sie gar zu feiern. Die diesbezügliche Äußerung Merz´ kann er als Amerikaner schlicht nicht verstehen. Das war kein guter Tag für Euch! So einfach ist das.
3. Unterwürfiges Kriechen und geheuchelte oder gar echte Dankbarkeit gegenüber den Siegern von damals wird nirgendwo wirklich ernstgenommen und kommt in der großen weiten Welt ebenso schlecht an wie die zweite Untugend deutscher Politik, die Besserwisserei. Ernstgenommen wird man, wenn man auf eigene Erfolge und Stärke verweisen kann. Nicht, wenn man sich dafür bedanken will, verprügelt worden zu sein.
Folgt mir für Interessantes aus recht und Politik!
@martinkohlmann
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