Wieder geht ein Jahr zu Ende, und wieder gibt es die Diskussion um Feuerwerke und Böllerei. Auch ich will mich diesmal einschalten:
Ursprünglich wird ja geknallt, um böse Geister fürs neue Jahr zu vertreiben. Der Grundgedanke ist zunächst einmal nicht falsch, denn bereits die Bibel lehrt uns (Epheser 6,12): "Unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen Mächte und Gewalten, gegen die Herren der Welt, die über diese Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel."
Allerdings hat sich die Knallerei diesbezüglich als höchst ineffektiv erwiesen. Wie man unschwer erkennen kann, werden die Mächte und Gewalten der Finsternis eher mehr als weniger. Wir sollten also auf effektivere Wege zu deren Bekämpfung umsteigen. Beten und Fasten empfiehlt die Bibel z.B. gegen einige von ihnen.
Bleibt der folkloristische Teil des Ganzen. Und hier meine ich doch, daß uns der Mißbrauch dieser Traditionen durch einige noch nicht so lange hier Lebende nicht dazu verleiten sollte, von diesen Abschied zu nehmen. Also von den Traditionen; von einigen noch nicht so lange hier Lebenden gerne.
Ich persönlich habe die ersten 44 Jahre meines Lebens kein Geld für Silvesterfeuerwerke ausgegeben, sondern mich darüber gefreut, wie andere dies taten. Erst in den dunklen Jahren des Kokolores, als man uns auch diese Tradition rauben wollte und viele am Kauf entsprechender Waren gehindert waren, hatte ich Freude und Gelegenheit, der Gesellschaft diesbezüglich etwas zurückzugeben.
Feuerwerk hin oder her, gleich beginnt ein neues Jahr, und der Kampf gegen die Herren der Welt und gegen die bösen Geister unter dem Himmel bleibt aktuell, ob nun geistlich geführt oder ganz weltlich. Am besten beides.
Am Ende siegt das Licht, die Wahrheit, das Leben. Und wir, die wir auf deren Seite stehen, können aus der Gewißheit wieder die Kraft nehmen zu sagen: der Kampf geht weiter, auch im neuen Jahr!
Auf ein gesundes und erfolgreiches 2026!
@martinkohlmann
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