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Post #11597 146
Oktober
Gilbhart

Bedeutung
,,Gilb“ bedeutet gelb, „hart“ viel (vgl. auch den Namen des Monats Hartung). Es handelt sich um den Monat, in dem sich das Laub der Bäume gelb färbt, nämlich die herbstliche Zeit des Welkens und Vergilbens in der Natur. In diesem Monat findet auch das Erntedankfest statt.

Weitere deutsche Alternative
Dachsmond, Weinlesemond, Weinmond, Heilmond

,,Einst hatten wir Namen für die zwölf Monde, bei denen wir uns etwas denken konnten. Sie bestanden nicht aus Papier und Blech, sie hatten Leben und Farbe, Blühten wie die Blumen am Rain und ragten wie die Eichbäume des Waldes. Auf dem Boden unserer innersten Eigenart waren sie gewachsen, sie flüsterten zu uns von verborgener Weisheit und rauschten kostbare Geheimnisse.“

- Hermann Löns

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Post #11596 165
Bismarck wußte, daß jede große politische Entscheidung von Imponderabilien begleitet ist, also von Unwägbarkeiten, die den Erfolg der Entscheidung verhindern können. Halten wir das fest! Wer weiß, ob die jetzt angelaufene P(l)andemie Strategie zu einem erfolgreichen Ende kommen wird, ob also die Volksseelen mit Hilfe ausgeklügelter Impfstoffe endgültig zum Schweigen gebracht werden können? Diese Absicht widerspricht dem Wollen der NatUR. Wir dürfen gespannt sein, ob die Völker wieder frei atmen werden und die deutsche Volksseele wieder eine Wohnung im Weltengeist finden wird.

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Post #11591 144
Garbe hinwegheben ließen, denn Frucht soll Frucht segnen’’! Die Verehrung der letzten Garbe hat sich noch bis 1939 in südtiroler Gegenden (St. Andrä und Labers) erhalten, dort pflegte man sie beim Umbauen des Ackers zur Steigerung der Fruchtbarkeit mit einzupflügen. Diese Manifestation ganzheitlichen Denkens und ökologischen Bewußtseins bezeugt uns auch De Vries, indem er anführt: ,,... die letzte Garbe bleibt auf dem Acker stehen, die letzten Früchte läßt man am Baum hängen, die letzte Wolle zwischen den Ohren wird beim Schaf nicht geschoren usw. Mehrere Gedankengänge spielen in einem solchen Brauch eine Rolle. Man kann sich ja vorstellen, daß auf diese Weise die Kraft zur erneuten Produktion erhalten bleibt, weil sie gleichsam am Acker oder am Baum haften bleibt. Daneben kann aber auch die Scheu eine Rolle spielen, den Ertrag bis zum letzten auszuschöpfen und sich dadurch eine sündige Gier zuschulden kommen zu lassen’’.

Wir kennen mehrere Bezeichnungen für die letzte Garbe, deren sprachliche Vielfalt landschaftlich bedingt ist, aber letztendlich auf eine gemeinsame Wurzel zurückgeführt werden kann. So sind die Bezeichnungen Wode, Gode, Waul, Oswald, Aßwald, der Alte offensichtliche Umschreibungen für Wotan - Odin und wir begreifen ein weiteres Mal die kultische Verehrung, die die letzte Garbe genoß. Bemerkenswert ist der androgyne Charakter, den wir in der weiblichen Form und dem männlichen Namen entdecken und der uns auf die archaische Quelle des Fruchtbarkeitskultes in ähnlicher Weise bezeugt, wie dies der Fund der ,,androgynen Roten von Mauern"  getan hat. Die Verehrung der letzten Garbe gilt dem Phänomen der Fruchtbarkeit, dem Geist des Lebens selbst, der sich im Brotgetreide dem Menschen mitteilt und im heiligen Brote selbst zum ,,Schimmelreiter”’ oder anderen Gestalten germanischen Glaubens gebacken wird. Der Getreideschnitt ist somit der Opfertod des Göttlichen, welches seine Auferstehung dann im Brot oder im Erntebier erlebt.

Vielerorts galten die letzten Ähren auch als Nahrung für Sleipnir, Odins Roß. Der Rostocker Pastor Gryse belegt uns dies in seinem ,,Spegel des Antichristlichen Pavestdoms’’ aus dem Jahre 1593: ,,Im Heidendome hebben tor Tydt der Arne (=Ernte) de Meyers dem Affgade Woden umme gudt Korn angeropen; denn wenn de Kornarne geendet, hefft man up den lesten Platz eines Veldes einen kleinen Ordt unde Humpels Korns unafgemayet ston laten ... und hebben ludt gebeden: O Wode! O Wode! Hale dinem Rosse nu Foder, nu Distel unde Dorn tom ander Jaohr bäter Korn.”

Die wichtigsten Elemente eines heidnischen Ernterituals sind neben dem gemeinsamen Flechten des Erntekranzes (an manchen Orten aus den Ähren der letzten Garbe) das Blutopfer eines Hahnes, die Kräuterweihe, die Ehrung der Ahnen und des Brotes, das Trankopfer des Erntebieres und der kultische Tanz.

Teil I:
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Post #11590 164
Das ERNTEDANKFEST
Teil II von II


Zweifelsfrei wird in einer Zeit, in der die Erntearbeit noch nicht den Maschinen übergeben werden konnte, der glückliche Abschluß der Ernte einer dieser herausragenden Tage gewesen sein. Das Dankbarkeitsopfer erhielt sich uns in Gestalt der letzten Garbe bis in unsere Zeit. Das Spezifische dieses Brauches gestattet uns einen tiefen Einblick in das Verhältnis des heidnisch - germanischen Bauern zu seinem Boden. Die letzte Garbe galt allgemein als Zufluchtsort der Kornmutter bzw. der Fruchtbarkeitsgöttin und wurde deshalb sorgfältig zusammengebunden, mit Blumen geschmückt und auf dem Acker stehengelassen. Nach H. Fink versah man in Niederbayern und im Allgäu ,,eine solche Garbe mit Speisen, so mit Brot, Kuchen und Käse’’. Dem Getreidebuschen gab man nicht selten ein weibliches Aussehen, denn in ihm war ja die Kraft des Wachstums und der Fruchtbarkeit erhalten geblieben. Davon zeugen auch die Überlieferungen, wonach sich mit Vorliebe die schwangeren Frauen über die letzte
Post #11588 272
,,... Man muß sich die Himmelssäule, diesen Weltenbaum vorstellen, wie er hoch auf dem größten Felsen der Externsteine stand, goldglänzend, denn er war (höchstwahrscheinlich) mit Goldplattierung versehen, wie es die Überlieferung aller Irminsulen besagt. So leuchtete die Weltensäule weit ins Land, und zauberhaft muß der Anblick gewesen sein, wenn die Abendsonne sich im Golde des Heiligtums brach und dies von der gesetzlichen Erhabenheit des Weltalls und seiner sittlichen Verbindung mit dem Menschen sprach. ..."

- Wilhelm Kusserow

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Post #11583 284
Der Heilige Hain ist die Gottheit, die den Menschen geschaffen hat, den Waldmenschen. Der Heilige Hain ist der vergötterte Wald, der Licht - Wald, nicht der dämonisierte URwald, der den Dunklen Wald repräsentiert.
Der Heilige Hain ist nicht ein genau abgestecktes Waldstück. Der Heilige Hain ist ein Bewußtseinszustand. Nur wer die Heiligkeit der NatUR wahrnehmen kann, erfaßt den Heiligen Hain - nicht mit dem Auge, sondern mit dem Herzen.

Bild:
Die alte Eiche
Fritz von Wille

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Post #11582 279
,,Weisheit aus tausend Geschlechtern schlummert in dir. Wecke sie und du hast den Schlüssel gefunden, der dir das Tor deiner tiefsten Sehnsucht öffnet. Nur wer sich selbst achtet, ist wert, Mensch zu sein. Mensch ist nur, wer Vergangenheit und Zukunft lebendig in sich trägt, denn nur der steht über der Stunde Gegenwart.  Wer Herr des gegenwärtigen ist, der allein ist glücklich. Nur im glücklichen ist Gott. Das sagt die Stimme der Ahnen."

- Wulf Sörensen

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Post #11581 225
das Ritual und das Fest auf die Dauer eines Tages und einer Nacht.

Das Fest gilt allen Früchten des Bodens gleichermaßen (z.B. Haferfest in Schlesien, Winzerfest im Rheinland und Hopfenernte in Bayern), jedoch überwiegt der Dank für eine gute Getreideernte, worauf der Begriff der ,,Kornmutter’’, den wir im gesamten indogermanischen Raum antreffen, hinweist. Ähnliche Bezeichnungen identischen Inhalts finden wir unter anderem auch in Indonesien (Reismutter) und bei den peruanischen Indianern, die neben ihrer Mais- und Kartoffelmutter auch einen ,,Kornbock" und einen ,,Roggenwolf’’ benennen. Letzterer Begriff begegnet uns auch im indogermanischen Verbreitungsgebiet sehr häufig. Das bäuerliche Leben ist seit Ewigkeiten geprägt durch die Abhängigkeit von einem fruchtbaren Boden und einem guten Wetter. Der Bauer empfand darum seine Tätigkeit immer als unter dem Einfluß göttlicher Mächte stehend. ,,Ihm sind die Verwurzelungen des Lebens in der abgründigen Tiefe des kosmischen Daseins noch voll bewußt. Die Ernte ist ihm nicht das Ergebnis einer Produktionsschlacht, sondern eine Gabe, die ihm wie durch ein Wunder beschert worden ist’’, berichtet uns De Vries über die Einstellung des germanischen Bauern zu seiner Arbeit. Das alltägliche Leben des Bauernmenschen gerät zwar deshalb, oder vielleicht müssen wir sagen gerade deshalb, nicht zu einer fortwährenden heiligen Handlung. Trotzdem besitzt dieses Leben eine ihm eigentümliche Weihe und es reicht in den Momenten einer gesteigerten Intensität unmittelbar in die Sphäre des Göttlichen. Hierin liegt der Sinn der den Jahreslauf begleitenden Kulthandlungen, die sich in bedeutungsvollen Augenblicken oder an gewichtigen Einschnitten zu feierlichen Festen und gemeinschaftlichen Ritualen verdichten.

Ende von Teil I
Wird fortgesetzt ...

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Post #11580 213
Das ERNTEDANKFEST
Teil I von II

Das Erntedank- oder Herbstopferfest ist der URsprüngliche Ausdruck des gemeinschaftlichen Dankes für eine gute Ernte und Abschluß der Feldarbeit. Es ist der festliche Höhepunkt im bäuerlichen Arbeitsjahr, dessen Datum in den verschiedenen europäischen Landschaften variiert. Bereits ab dem 25. Juli begegnen wir den Erntefesten, so z.B. dem keltischen Lugnasad am 1. August zu Ehren des Gottes Lug. Diese Feste sind sogenannte Anschnittfeste und feiern den Schnitt der ersten Garbe. Der erste Schnitt galt von alters her als heilige Handlung, nicht selten wurde er von Kindern ausgeführt, denn nur Kinder besitzen von NatUR aus die rituelle Reinheit zur Durchführung einer solchen opferähnlichen Handlung. Der Zeitpunkt des großen und abschließenden Rituals ist im allgemeinen die Tag- und Nachtgleiche im Herbst, also der 21. Scheiding. Den germanischen Überlieferungen zufolge schloß sich dem Opfer bzw. dem blöt eine dreitätige Festzeit an. Im Laufe der Jahrhunderte konzentrierten sich
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