Das ERNTEDANKFEST
Teil I von II
Das Erntedank- oder Herbstopferfest ist der URsprüngliche Ausdruck des gemeinschaftlichen Dankes für eine gute Ernte und Abschluß der Feldarbeit. Es ist der festliche Höhepunkt im bäuerlichen Arbeitsjahr, dessen Datum in den verschiedenen europäischen Landschaften variiert. Bereits ab dem 25. Juli begegnen wir den Erntefesten, so z.B. dem keltischen Lugnasad am 1. August zu Ehren des Gottes Lug. Diese Feste sind sogenannte Anschnittfeste und feiern den Schnitt der ersten Garbe. Der erste Schnitt galt von alters her als heilige Handlung, nicht selten wurde er von Kindern ausgeführt, denn nur Kinder besitzen von NatUR aus die rituelle Reinheit zur Durchführung einer solchen opferähnlichen Handlung. Der Zeitpunkt des großen und abschließenden Rituals ist im allgemeinen die Tag- und Nachtgleiche im Herbst, also der 21. Scheiding. Den germanischen Überlieferungen zufolge schloß sich dem Opfer bzw. dem blöt eine dreitätige Festzeit an. Im Laufe der Jahrhunderte konzentrierten sich
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