🥜 Erdnüsse hinterlassen im Blut ihre eigene molekulare Spur
Wie sich herausstellt, kann eine gewöhnliche Handvoll Erdnüsse im Körper eine eigentümliche chemische Signatur hinterlassen. Und zwar eine so charakteristische, dass Wissenschaftler gelernt haben, sie anhand der Zusammensetzung der Blutfette zu erkennen.
Forscher aus Deutschland untersuchten, wie sich der regelmäßige Verzehr von Erdnüssen auf das Lipidprofil des Menschen auswirkt. Dazu kombinierten sie die Ergebnisse eines sechsmonatigen Experiments mit 63 jungen Freiwilligen und Daten der groß angelegten deutschen EPIC-Potsdam-Studie, an der mehr als 27.000 Menschen teilnahmen.
Dabei zeigte sich, dass sich bei Erdnussliebhabern eine charakteristische Kombination von Lipidmolekülen bildet. Die Wissenschaftler gaben ihr sogar einen Namen — Peanut Lipidomic Signature, oder „lipidische Signatur der Erdnüsse“.
Das Interessanteste zeigte sich beim Vergleich dieser Werte mit dem Gesundheitszustand der Teilnehmer. Bestimmte Besonderheiten des Lipidprofils erwiesen sich als mit einem geringeren Risiko für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes verbunden. Allerdings ließ sich ein erheblicher Teil dieses Zusammenhangs durch Unterschiede im Körpergewicht erklären, und eine überzeugende Verringerung des Herz-Kreislauf-Risikos stellten die Forscher nicht fest.
Es zeigt sich, dass Lebensmittel in unserem Körper weitaus komplexere Spuren hinterlassen als nur zusätzliche Kalorien. Und die gewöhnliche Erdnuss ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie feinfühlig Ernährung mit dem Stoffwechsel verbunden ist.
🔬 Studie des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung und des DIfE
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