Die Kohl-Gänsedistel oder Gemüse-Gänsedistel oder gewöhnliche Gänsedistel (Sonchus oleraceus) ist eine essbare, einjährige Wildpflanze, deren Blätter, Blüten und Wurzeln als mildes Wildgemüse verwendet werden können. Sie schmeckt ähnlich wie Kopfsalat oder Spinat mit einer dezenten Bitternote. Sie ist weit verbreitet, oft im Garten zu finden und reich an Vitamin C.
👉 Die Kohl-Gänsedistel wurde früher, bereits im Mittelalter, neben dem guten Heinrich als ertragreiche und pflegeleichte Gemüsepflanze angebaut.
Der Korbblütler ist wie die anderen Gänsedistel-Arten (Raue Gänsedistel, Acker-Gänsedistel, Sumpf-Gänsedistel) als Spinat oder Salat essbar. Dabei werden junge Triebe und junge Blätter sowie Blütenböden genutzt. Der enthaltene Milchsaft ist wie beim Löwenzahn unbedenklich.
👉 Verwechselt werden kann die Gänsedistel mit dem essbaren Huflattich.
In meinen Garten ist der Kulturfolger eingewandert und hat sich ein kompostreiches Beet im Halbschatten gesucht, wo er im April schon 80 Zentimeter groß ist. Dabei ist die Kohl-Gänsedistel anspruchslos und wächst auch auf nährstoffarmen Böden und in Höhen bis zu 1500 Metern. Salzhaltige Böden meidet sie.
Die Blüte erfolgt von Juni bis Oktober in der Form von gelben Zungenblüten, ähnlich der Löwenzahnblüte.
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