Deutlicher kann internationale Kritik an Annalena Baerbock kaum ausfallen.
Hintergrund ist ihr Vorgehen bei der Auswahl des nächsten UN-Generalsekretärs. Als Präsidentin der UN-Generalversammlung forderte Baerbock den Sicherheitsrat auf, Kandidaten nicht zu berücksichtigen, die sich zuvor nicht ihrem Verfahren gestellt hatten.
Nur liegt die entscheidende Empfehlung beim UN-Sicherheitsrat. Genau deshalb werfen ihr die USA vor, ihre Kompetenzen überschritten und sich Befugnisse angemaßt zu haben, die ihr Amt nicht hergibt.
Baerbocks Selbstverständnis als „große Diplomatin“ trifft damit auf die internationale Realität.
Ausgerechnet Washington und Moskau weisen sie gemeinsam in die Schranken.
Mit ihrer gewohnt undiplomatischen Art ist Baerbock damit unbeabsichtigt etwas gelungen, was der deutschen Außenpolitik lange nicht gelungen ist: USA und Russland auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.
Dumm nur, dass dieser gemeinsame Nenner ausgerechnet die Kritik an Baerbocks Übergriffigkeit im Amt ist!
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