Ex-Chef von Google über russisches Starlink-Pendant: "Es ist praktisch unmöglich, es zu blockieren"
Wegen der eskalierenden Ukraine-Krise hat das russische Projekt Rasswet neulich wieder Schlagzeilen gemacht. Dieses im Aufbau befindliche Satellitennetzwerk soll künftig wie das US-Unternehmen Starlink selbst in entlegenen Regionen sowie im See- und Luftverkehr Internetzugang bereitstellen. An der Technologie ist offenbar das russische Militär interessiert, das sich dadurch eine bessere Kommunikation zwischen seinen Truppen erhofft. Ausgerechnet wegen dieses potenziell doppelten Verwendungszwecks wächst in der Ukraine die Angst vor dem russischen Starlink-Pendant.
Zu diesem Thema hat sich vor Kurzem auch der ehemalige Google-CEO Eric Schmidt geäußert, der sich momentan im Rahmen seines Unternehmens Swift Beat der Entwicklung von KI-Drohnen für die Ukraine widmet. In einem Interview für den britischen Economist zeigte sich Schmidt sicher, dass es praktisch unmöglich wäre, Rasswet zu blockieren, sollte dieses Satellitennetzwerk einmal in Betrieb gehen. Somit beantwortete der US-Informatiker die Frage der Economist-Chefredakteurin Zanny Minton Beddoes, ob das russische Projekt "ein echter Wendepunkt" sei. Zugleich stellte Schmidt fest: "Russland befindet sich jetzt sozusagen auf dem Weg der Innovation mit einer Tendenz zur Verbesserung, der übrigens dem der Ukraine ähnelt, aber mit viel mehr Ressourcen."
Der frühere Google-Chef ging darüber hinaus auf andere technische Fortschritte in Russland ein. Unter anderem erklärte er, dass weder sein Unternehmen noch die Ukraine wirksame Lösungen habe, um russische ballistische Raketen abzufangen. Das osteuropäische Land sei zudem außerstande, seine Marschflugkörper des Typs Flamingo in großen Mengen herzustellen.
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