Merz-Regierung plant 25-Prozent-Steuer auf Krypto
Die Bundesregierung plant eine neue Steuer auf private Kryptogewinne. Ab 2027 sollen bestimmte Kryptowährungen unabhängig von der Haltedauer mit 25 Prozent besteuert werden.
Zusammen mit dem Solidaritätszuschlag steigt die Belastung auf 26,375 Prozent, Kirchensteuer noch nicht eingerechnet. Während Berlin Milliarden in aller Welt verteilt, nimmt Finanzminister Lars Klingbeil private Anleger ins Visier. Nach der geplanten Zuckersteuer auf Getränke kommt damit eine weitere Abgabe hinzu, die den Zugriff des Staates auf das Geld der Bürger ausweitet. Der Referentenentwurf aus dem Bundesfinanzministerium wurde am 30. September 2026 veröffentlicht.
Die Bundesregierung will die steuerliche Behandlung bestimmter Kryptowerte grundlegend verändern. Bislang können private Anleger Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin und vergleichbaren Kryptowährungen nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr grundsätzlich steuerfrei realisieren. Diese Möglichkeit soll für neu erworbene Bestände entfallen.
Wer ab dem 1. Januar 2027 kauft, müsste nach den Plänen auch dann Steuern auf Gewinne zahlen, wenn er seine Coins über viele Jahre hält. Die neue Regel soll bestimmte Kryptowährungen aus dem bisherigen System der privaten Veräußerungsgeschäfte herauslösen und als Einkünfte aus Kapitalvermögen behandeln. Damit würden sie steuerlich stärker an Aktien und Fondsanteile angeglichen.
Für langfristige Anleger ist das eine erhebliche Änderung. Sie tragen das volle Kursrisiko, finanzieren ihre Investitionen aus bereits versteuertem Einkommen und können ihr Kapital jederzeit verlieren. Steigt der Kurs, soll der Fiskus künftig auch nach jahrelangem Halten einen Anteil am Gewinn erhalten. Fällt der Kurs, bleibt das Verlustrisiko beim Anleger.
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