Historiker: AfD-Politiker verbreiten „stalinistische Geschichtslügen“
Anlässlich des 80. Jahrestags des Überfalls der Wehrmacht auf die Sowjetunion (22. Juni 1941) reiste der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla nach Moskau und legte einen Kranz am Grab des unbekannten Soldaten nieder. Im Nachgang dieses umstrittenen Besuches kam es am 25. Juli 2021 zu einem Streitgespräch zwischen den beiden AfD-Politikern Maximilian Krah und Dr. Stefan Scheil über die geschichtliche Einordnung des „Unternehmens Barbarossa“.
Video 1:
Während der Jurist Krah von der – auch von Alexander Gauland und Tino Chrupalla vertretenen – Position eines provozierten Überfalls ausgeht, spricht der Historiker Scheil klar von einem präventiven Erstschlag gegen die größte Armee der Welt, die angriffsbereit an den Grenzen zu Deutschland stand.
Video 2:
Krah warnt davor, sich der wissenschaftlichen Außenseiterposition der Präventivkriegsthese anzuschließen und damit die Option einer Kooperation mit Russland gegen den Globalismus zu verspielen.
Video 3:
Krah zieht eine Kausalkette zu dem seit 15 Jahren artikulierten Willen, im Osten „Lebensraum“ zu erobern. Scheil widerspricht: Es lasse sich in keiner einzigen Äußerung während Hitlers Kanzlerschaft eine entsprechende Aussage dazu finden.
Video 4:
Scheil plädiert für eine deutsch-russische Zusammenarbeit, ohne dabei die „stalinistischen Geschichtslügen zu fressen“. Angesichts des Roten Terrors in den deutschen Ostgebieten dürfe man sich nicht das in Russland gesetzlich festgeschriebene Narrativ der „humanitären Mission“ zu eigen machen.
Das gesamte Video ist für jeden Geschichtsinteressierten sehr sehenswert.
Quelle
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