Weich, zäh, irgendwie glitschig, aber darauf rumkauen soll man trotzdem können. Wir beschweren uns ja nicht selten darüber, dass der deutsche Wortschatz insgesamt wenig zu bieten hat um appetitlich über die Konsistenz von Essen zu reden (unter „bouncy“ kann ich mir etwas vorstellen, unter „abprallend“ nicht), aber hier wird’s auch in anderen Sprachen schwierig. Taiwan hat dafür eine pragmatische Lösung gefunden: den Buchstaben Q.
Q – englisch ausgesprochen, also „kju“ – klingt im Hokkien-Dialekt wie das Wort „k’iu“ für (das ausschließlich positiv gemeinte) „zäh“. Deshalb hat sich ganz Taiwan, Hong Kong und zumindest ein großer Teil von Festlandchina darauf geeinigt, dass der Buchstabe jetzt Spaß beim Essen ausdrückt. Das geht so weit, dass der 17. Buchstabe des lateinischen Schriftsystems auch omnipräsent auf Werbeschildern auftaucht.
😎
4 Portionen
1️⃣ 400 g Mehl, 200 ml Wasser + 3 g Salz verkneten.
2️⃣ Den Teig in Klumpen teilen, ca. 1 cm dick ziehen und mit der Schere die Nudeln direkt in das heiße Salzwasser schneiden. Nach ca. 3 Min schwimmen sie oben und sind gut.
3️⃣ Während die Nudeln sieden, 2 Frühlingszwiebeln, 2 Zehen Knoblauch (gehackt) und 1 TL Chiliflocken (oder 1 Peperoni, gehackt) in 4 EL Öl (Kokos, Sesam oder Erdnuss) bei mittlerer Hitze anschwitzen. 200 g frischen Spinat (Petersilie, Koriander oder/und Giersch) hinzugeben und die abgetropften Scherennudeln untermengen. Hitze ausstellen und einige Male wenden. Dabei 1 EL Sojasoße + 1 EL Agavendicksaft hinzufügen. Falls vorhanden, 2 handvoll (Mungobohnen-)Sprossen hinzufügen und direkt mit dem Saft ½ Limette servieren.
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Danke, Anna Luchs 🐅, für den Tipp ❤️
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