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Medien und Kompetenz Russland, Belarus und zum Krieg in der Ukraine - ohne Paywall

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Post #1440 440
Kürzlich erschien in Russland die Biografie des italienischen Filmemachers und Publizisten Paolo Pasolini – mit geschwärzten Seiten anstelle der Passagen über sein schwules Privatleben.
Das ist eine der vielen Formen zunehmender staatlicher Repression gegen alles, was nicht heteronormativ ist.

Im Interview mit T-invariant erläutert der Kulturhistoriker und Philologe Michail Edelschtejn Sinn und Zweck des staatlichen Kampfes gegen LGBTQ und erklärt, welche Ziele willkürliche Zensur in der Literatur verfolgt.
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Post #1437 493
Zum 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz war dekoder mit der Erinnerungs-Doku Der Krieg und seine Opfer zu Gast bei der taz.

Neben vier Sonderseiten über unser Projekt zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus waren dekoder-Redakteur:innen auch beim taz Talk dabei.

Der Stream zum taz Talk mit dekoder-Redakteur:innen Leonid Klimov und Peggy Lohse:

👉https://www.youtube.com/watch?v=BtAntJs-o7w

Die Essays der taz-Beilage zum Nachlesen:

👉https://taz.de/80-Jahre-Befreiung-des-KZ-Auschwitz/!6062698/

👉https://taz.de/80-Jahre-Befreiung-des-KZ-Auschwitz/!6062699/

👉https://taz.de/80-Jahre-Befreiung-des-KZ-Auschwitz/!6062695&s=%C3%B6stlich%2Bder%2Berinnerung/
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Post #1436 381
Heute vor 16 Jahren wurde Wladimir Gundjajew vom Heiligen Synod zum Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche bestimmt. Seither ist er als Patriarch Kirill bekannt.

Bereits in seiner Zeit als Bischof und Metropolit in den 90-er Jahren hatte es Vorwürfe gegeben, Gundjajew stehe mit der organisierten Kriminalität in Verbindung.
Unter seiner Führung verschmolzen Kirche und Staat immer enger.

Wie weit sich das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche zugunsten einer Staatsideologie bereits von den Lehren des Christentums entfernt hat, zeigen Werke aus dem vergangenen Jahr, in denen er etwa Putin statt der Bibel zitiert:

https://www.dekoder.org/de/article/buecher-patriarch-kirill-orthodoxie (aus unserem Archiv)
дekoder | DEKODER Der Patriarch und das kosmische Böse - дekoder | DEKODER Zwei kürzlich erschienene Bücher offenbaren, wie weit sich das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche inzwischen von den Lehren des Christentums entfernt hat – zugunsten einer Staatsideologie.
Post #1435 366
Alhierd Bacharevič wird heute 50 – der belarussische Schriftsteller seziert in seinen Romanen und Essays mal mit fantastischem, mal mit scharf-rationalem Blick die Lebenswelten seines Landes und die Funktionsweisen autoritärer Regime:

👉https://www.dekoder.org/de/article/bacharevic-essay-faschismus-belarus (Archiv-Text)
дekoder | DEKODER | Journalismus aus Russland und Belarus in deutscher Übersetzung | Mit der Angst um den Hals Der Faschismus ist in Belarus wieder in aller Munde: Der Schriftsteller Alhierd Bacharevič erzählt, was es mit diesem wechselvollen Begriff in seiner Heimat auf sich hat.
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Post #1434 355
Der heutige Strafvollzug in Russland ähnelt in vielerlei Hinsicht dem sowjetischen Gulag:
Die Infrastruktur ist marode, das Personal schlecht ausgebildet, die Abläufe intransparent. Statt auf Resozialisierung zielt die Haft auf Bestrafung und Abschreckung.

Neu ist dabei, dass der Strafvollzug auch privaten und kommerziellen Interessen hoher Staatsbeamter dienen soll.

Wieviel Gulag noch in den heutigen Strafkolonien steckt und wie das Lagersystem ursprünglich entstanden ist, erklärt das Onlinemedium Verstka.
Post #1433 339
Heute hat Oxxxymiron Geburtstag. 🎉

Seit Russlands Überfall auf die Ukraine lebt der weltweit gefeierte Rapper im Exil. Zuhause gilt er als „ausländischer Agent“, seine Songs als „extremistisch“.

Über den russischen Rapper und seinen Einfluss auf die Szene:

👉https://www.dekoder.org/de/gnose/oxxxymiron-battlerap-kollegah
дekoder | DEKODER | Journalismus aus Russland und Belarus in deutscher Übersetzung | Oxxxymiron Oxxxymiron (geb. 1985) ist ein russischer Rapper. Geboren als Miron Fjodorow in Sankt Petersburg, wuchs er in Deutschland und England auf und studierte Mittelalterliche Englische Literatur in Oxford.
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Post #1432 335
Gefängnis, Strafkolonie und Knast-Kultur sind in der russischen Gesellschaft und im russischen Staatswesen fest verankert – und das schon seit Sowjetzeiten.

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine verändert nun die Struktur des etablierten Gefängnissystems: Kleinste Meinungsäußerungen bringen Menschen hinter Gitter, Verurteilte werden für den Dienst im Krieg begnadigt, in den besetzten ukrainischen Gebieten werden neue Straflager eingerichtet.

Auch in Belarus bildet die Haft den Kern des Repressionsapparates im System Lukaschenko. Zuletzt instrumentalisierte der belarussische Machthaber Gefangene auch zur Imagepflege rund um seine Schein-Präsidentschaftswahlen.

Über Entstehung, Logik und Wandel postsowjetischer Haftsysteme:
Im neuen dekoder-Dossier „Archipel Gulag-FSIN“ sammeln und erstellen wir Hintergrundwissen, persönliche Berichte und vertiefende Analysen rund um den Strafvollzug in Russland und Belarus.
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Post #1431 348
Post #1430 373
Der belarussische Fotograf Maxim Sarychau hat sich auf den Weg gemacht, um Maly Trostenez im kollektiven Bewusstsein zu verankern. In seinen Bildern visualisiert er die Auswirkungen und Spuren des Massenmordes, indem er Vergangenes und Gegenwärtiges verbindet. Wir haben mit ihm gesprochen und zeigen eine Auswahl an Bildern.
#WeRemember

👉https://www.dekoder.org/de/article/belarus-fotografie-maly-trostenez-maxim-sarychau

Fotos: Maxim Sarychau
https://sarychau.com/
Bildredaktion: Andy Heller www.andy-heller.de
дekoder | DEKODER „I can almost hear the birds” - дekoder | DEKODER Maly Trostenez bei Minsk war die größte NS-Vernichtungsstätte auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Der Fotograf Maxim Sarychau widmet diesem Ort des Schreckens ein Fotoprojekt. Wir zeigen eine Auswahl an Bildern.
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Post #1429 343
Als ich 2015 Maly Trostenez zum ersten Mal mit einer Exkursion besuchte, war ich erschüttert von dem Kontrast, den ich dort sah und hörte. In den 70 Jahren, in denen sich Stadt und Natur weiterentwickelt hatten, waren sämtliche Spuren dessen, was hier geschehen war, verschwunden.


Auschwitz, Bergen-Belsen oder Treblinka sind fester Bestandteil der Erinnerungskultur rund um die mörderische Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten. Das kleine Dorf Maly Trostenez nahe der belarussischen Hauptstadt Minsk ist als NS-Vernichtungsstätte weniger bekannt. Zehntausende Menschen wurden in Maly Trostenez erschossen oder in Gaswagen erstickt. Systematisch ermordet wurden Jüdinnen und Juden aus dem Minsker Ghetto sowie aus mitteleuropäischen Städten wie Wien.
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Post #1428 323
Morgen jährt sich zum 80. Mal die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee. Die Nationalsozialisten haben hier allein ab Frühjahr 1942 mehr als eine Million Menschen getötet, die allermeisten von ihnen waren Jüdinnen und Juden aus ganz Europa.

Doch die Vorbereitung zu diesem beispiellos durch und durch bürokratisierten Massenmorden fand seit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion in den von der Wehrmacht besetzten Gebieten im Osten statt: Ganze jüdische Gemeinden wurden vom sogenannten NS-Sicherheitsdienst, dessen Sonderkommandos und einheimischen Hilfspolizisten in der Ukraine, in Belarus, im Baltikum und in Westrussland verschleppt, erschlagen, erschossen.

Der Historiker und Holocaust-Experte Dieter Pohl erläutert die Entwicklung in dieser dekoder-Gnose:

https://www.dekoder.org/de/gnose/holocaust-sowjetunion-zweiter-weltkrieg
Post #1427 321
Auschwitz steht für den nationalsozialistischen Völkermord an den europäischen Jüdinnen und Juden. Doch das Vernichtungslager ist nur ein Ort von unzähligen – und noch lange nicht vollständig dokumentierten – NS-Tötungsstätten in den damals deutsch besetzten Gebieten.

Praktisch in jedem Städtchen errichteten die Nationalsozialisten Ghettos, Transit-, Konzentrations- und/oder Vernichtungslager, Zwangsarbeits- oder Kriegsgefangenenlager. Gequält, erniedrigt und ermordet wurden hier Jüdinnen und Juden, Roma und Romnja, Menschen mit Behinderungen und psychischen Krankheiten, vermeintliche politische Gegner, Frauen, Kinder, Bewohnerinnen und Bewohner zerstörter Ortschaften, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter …

Innerhalb unserer dekoder-Doku-Serie „Der Krieg und seine Opfer“ sammeln wir Tatorte des NS-Vernichtungsapparats auf dieser animierten Karte. Unter „Info“ könnt ihr diese Karte mit uns vervollständigen!

https://war.dekoder.org/de/map

#ns_verbrechen #10für27Millionen #östlich_der_erinnerung
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Post #1426 337
"📻 Europa muss den Kontakt mit den Menschen in Belarus aufrecht erhalten, durch die Förderung freier Medien und die Vergabe von Visa - und zwar am Regime vorbei, sagt Ingo Petz von dekoder im Ö1-#Europajournal. Wir reden darüber, welche Rolle die Opposition noch spielen kann und wie unabhängig das Regime von Alexander Lukaschenko vom Kreml ist."

Zum Nachhören:
https://sound.orf.at/podcast/oe1/oe1-europa-journal/belarus-eu-parlament-georgien-griechenland
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Post #1425 335
📆 Mo., 27.1.2025, 19 Uhr (Einlass: 18 Uhr)
📍 taz Kantine: Friedrichstr. 21, 10969 Berlin
Zum 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau und den Auswirkungen in der Gegenwart. Ein @taz Talk mit Tanja Penter, Jörg Morré, Leonid A. Klimov, Peggy Lohse und Jens Schley

Link zur Anmeldung & Livestream: https://taz.de/taz-Talk-zur-Erinnerungskultur/!vn6061484/

„Der Krieg und seine Opfer” ist ein Projekt von dekoder, in Kooperation mit der Universität Heidelberg, finanziert im Rahmen der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft und dem Bundesfinanzministerium
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Post #1423 336
Monatelang wird der ehemalige ukrainische Soldat Witali Manshos in einem russischen Folterkeller festgehalten und gequält. Ein russischer Militär hilft ihm schließlich, der Gefangenschaft zu entkommen. Witali nimmt einen russischen Pass und Arbeit an, wird unfreiwillig zum Kollaborateur. Zusammen mit seiner Familie versucht er mehrfach, seine besetzte Heimat zu verlassen, landet aber erneut im Folterkeller, bevor die weite Flucht endlich klappt.

Heute ist Witali mit Frau und Tochter in einem verlassenen Supermarkt in Deutschland untergebracht: in einem improvisierten Flüchtlingsheim, dessen „Zimmer“ aus Gittern und Folie bestehen.

Die Novaya Gazeta Europe hat die Geschichte des ehemaligen ukrainischen Soldaten aufgeschrieben – ungeschönt, widersprüchlich und unangenehm – so wie Witali sie erlebt hat. Teil 2.

Inhaltswarnung: Dieser Bericht enthält detaillierte Gewaltbeschreibungen, rassistische Äußerungen und derbe Schimpfwörter.
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Post #1422 326
Was während des Zweiten Weltkrieges unter nationalsozialistischer Besatzung in der Sowjetunion geschah, ist in Deutschland kaum bekannt.

HEUTE in Frankfurt (Oder):
Gespräch mit dekoder über „Der Krieg und seine Opfer“ und Lücken in Aufarbeitung und Erinnerungskultur:

👉https://www.vcpu.europa-uni.de/en/transfer/events/index.html#news09-153608021#
www.vcpu.europa-uni.de Events • European University Viadrina Events and news at the Viadrina Center of Polish and Ukrainian Studies.
Post #1421 355
Noch bis Sonntag hält das Lukaschenko-Regime in Belarus „Präsidentschaftswahlen“ ab.  
Ohne transparente Formen der Wahlbeobachtung, ohne unabhängige Medien-Berichterstattung, ohne nennenswerte Konkurrenz, ohne die Möglichkeiten für Exil-Belarus*innen zu wählen oder zu kandidieren. Währenddessen sind Repression und Verfolgung im Land allgegenwärtig.  
Die sogenannten „Wahlen“ sind offensichtlich inszeniert statt demokratisch.  
Und doch ist Amtsinhaber Lukaschenko bemüht, die Inszenierung aufrechtzuerhalten. Warum? 
 
Ein Podcast des ZOiS mit dekoder-Redakteur und Belarus-Experte Ingo Petz und den Wissenschaftlerinnen Nadja Douglas und Nina Friess über die politischen Hintergründe der vorgezogenen „Wahlen“, darüber, wie europäische Staatsführungen mit der Inszenierung umgehen können und welche Rolle Lukaschenko in möglichen Verhandlungen über ein Kriegsende spielen könnte.  

Jetzt den ZOiS-Podcast #Roundtable_Osteuropa abonnieren:
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