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Schon 1806, als Napoleon die Kontinentalsperre verhängte und Kaffee knapp war, wurde die Wurzel der Wegwarte, geröstet und gemahlen als eine Art Kaffeepulver benutzt. Sicher habt ihr schon was von Zichorie-Kaffee gehört, Zichorie ist der lateinische Name der Wegwarte.
Rezept für Zichorie-Kaffee:
Du schneidest die gereinigte Wurzel in kleine Stückchen und lässt sie einen Tag in der Sonne trocknen. Danach gibst du sie auf ein Backblech und röstest sie bei 200 Grad mit leicht geöffneter Ofentür für 10 bis 15 Minuten, so lange bis die Wurzelstückchen dunkelbraun geworden sind. Anschließend kannst du sie in einer Kaffeemühle fein zu Pulver mahlen. Jetzt kannst du es wie normalen Filterkaffee aufgießen.
Der Name der Wegwarte kommt wohl daher, dass die Pflanze an Weg- und Straßenrändern wächst. Auch an Bahndämmen und im Brachland ist sie zu finden. In mittelalterlichen Sagen finden sich viele Geschichten zur Entstehung des Namens. Mir gefällt die Vorstellung gut, dass es sich um eine verwandelte Jungfrau handelt, die auf ihren Geliebten wartet.
Ihre Blüten, Blätter und Wurzeln werden oft als Heilmittel genutzt. Durch ihre Bitter- und Gerbstoffe wirken sie anregend und kräftigend. Bei Appetitlosigkeit, gestörtem Gallenfluss und bei Leberstörungen ist Wegwarten-Tee sehr zu empfehlen. Er regt den Stoffwechsel an, fördert den Gallenfluss und wirkt harntreibend.
Wegwarte-Tee Nehme 1,5 bis 2 Gramm der fein geschnittenen Wurzel und gieße diese mit 150 Milliliter Wasser auf. Erhitze die Mischung und lasse es dann 2 bis 3 Minuten sieden. Danach wird es abgeseiht und lauwarm getrunken. Trinke eine ungesüßte Tasse eine halbe Stunde vor dem Essen.
Liebe Freunde vom Waldeffekt, heute geht es weiter mit unserer kleinen Video-Reihe zum Thema Stiftung Waldeffekt.
Unser erster Info Abend zur Stiftung war am 19. Juli 2022. Es waren über 40 Interessierte gekommen und wir haben die Hälfte des Gründungskapitals zusammen.
Vielen Herzlichen Dank allen Gründungsstiftern.
Ein weiterer Termin, vor Ort ist Ende September angedacht und es wird am Freitag, den 2. September um 19:30 Uhr einen Zoom-Call mit Infos zur Stiftung geben.
Ich bitte Euch an der nachfolgenden Umfrage teilzunehmen, damit wir wissen wie viele Teilnehmer es werden.
Der Busch ist wunderbar ausgerüstet, um sich gegen gefräßige Gesselllen zur Wehr zu setzen. Dort wo die Bäume dem sogenannten Verbiss den Rehen ausgeliefert sind, zeigen die Büsche dem Angreifer die Zähne - die Dornen. Sie befinden sich an den Ästen sind meist sehr lang und oft so hart, dass sie in der Lage sind den Reifen deines Autos zu durchdringen wie zum Beispiel die Stacheln des Schwarzdorn. Da die Büsche sehr tief stehen, kommen auch gerne mal die Grasfresser der Steppe und knabbern auch gerne mal an den frischen Astaustrieben oder sie fressen die Früchte ab. Das gelingt natürlich durch die Dornen nur unter Vorsicht des Angreifers und nur am äußeren Rand des Busches, denn ein Durchdringen ist für die allermeisten Tiere unmöglich. Vögel sind da die Ausnahmen.
Alles hat seinen Platz...alles hat seinen Sinn. Wer auch immer das alles "entwickelt" hat, ich bewundere es mit Demut.
Die meisten Sträucher erreichen eine maximale Höhe von 5-10m und leben normalerweise in der Steppe. Da dort keine Bäume wachsen, muss ein Strauch auch nicht hoch hinaus wachsen. Der Busch kann sich die Arbeit sparen einen langen Stamm auszubilden, um an das Sonnenlicht zu kommen da er sich nicht in das Blätterdach des Waldes einreihen muss. Ein hoher Stamm auszubilden macht also keinen Sinn und würde wiederum jede Menge Energie in Form von Zucker benötigt. Vielmehr zeigen die Büsche ihre "eingesparte" Energie in Form von prachtvollen Blüten und Früchten. Büsche findest du im Wald nur dort, wo die Sonne freien Zugang hat, an breiten Wegen oder Lichtungen. Aber auch hier wollen die Bäume den Platz für Ihresgleichen beanspruchen. Die Strategie kennst du bereits schon. Sie werden ihre Äste über die Büsche hinaus wachsen lassen, um ihnen das Licht zu nehmen. Dadurch wird das Wachstum der Büsche auf natürliche Art und Weise klein gehalten oder gar reduziert.
Ist dir schon einmal aufgefallen, dass wenn du den Waldrand anschaust, dass zumeist Büsche im unteren Bereich stehen und dahinter, fast nahtlos übergehend, Bäume, die mit Ästen bis runter auf die Büsche reichen? Warum ist das so? Ein Grund warum die Bäume die Äste bis runter auf die Büsche gehen lassen ist, weil sie die Sonne nicht gerne auf dem Stamm haben wollen. Es besteht die Gefahr, dass der Baum Sonnenbrand bekommt wie wir auch und dass die Schicht zwischen Rinde und Holz, genannt Kambium, austrocknet. Das wäre für den Baum ein absolutes Drama. Deshalb findest du Bäume die freien Flächen stehen stets mit einem sehr tiefen Astansatz. Oft beginnen die Äste schon ab einer Höhe von weniger als zwei Metern während im Wald die Bäume einen langen astfreien Stamm aufweisen. Tipp: Vergleiche ein Baum im Wald mit einem Baum aus dem Park!
Guten Morgen liebe Freunde vom Waldeffekt. Damit Ihr einen besseren Einblick bekommt wer wir sind und was uns antreibt, haben wir eine kleine Video-Reihe für Euch gemacht. Viel Spaß damit. Sandra & Michael 🧚🍀
Diese Prozedur machen die kleinen Bäumchen nur wenige Male, da sie es lernen sparsamer mit ihrer Energie umzugehen denn der Kraftakt im Frühling behindert zunächst den neuen Blattaustrieb. Die großen Mutterbuchen helfen ja auch den kleinen Bäumchen im Frühjahr und schieben Zuckerlösung nach, damit sie munter heranwachsen können. Die Wind und Schneelast dagegen ist eher selten ein Problem für diese übermotivierten Buchen, da sie oft noch sehr kurz sind und der Wind wie auch der Schnee den kleinen Bäumchen einen Schaden zufügen können. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.
Wie so oft zeigen uns die Bäume, dass sie auf ihre Kinder aufpassen und sie stützen wie wir es mit unseren Kindern auch tun. Ein weiteres kleines Beispiel dafür, dass die Bäume in einem sozialen Verbund leben und mit gutem Beispiel voran gehen.
Manchmal findet man kleinere Buchen im Winter, welche noch die braunen Blätter tragen. Wieso tun sie das? Nun, während der gesamten Zeit in der die Blätter grün sind, können die kleinen Bäumchen keine Photosynthese betreiben, weil das geschlossene Blätterdach in einem natürlichen Buchenwald, nur 3% verwertbares Licht für die Photosynthese durchlässt. Die kleinen Nachwuchslinge werden deshalb von den großen Bäumen mit Zuckerlösung versorgt. Sobald diese diese dann die Blätter abwerfen, können die Kleinen auch mal sich selbst ernähren. Das macht denen nicht nur Spaß, sondern manchmal werden sich sogar übermütig und behalten die Blätter einfach zu lange dran. Im Frühjahr müssen diese braunen Blätter mit einem Kraftakt abgestoßen werden um dann neue Blätter auszutreiben.
Wenn du im Winter durch den Wald gehst, haben die Laubbäume keine Blätter mehr. Warum eigentlich? Zum Einen würden die Blätter erheblich die Windlast im Herbst erhöhen und zum Anderen natürlich auch die Schneelast. Der Laubbaum bereitet sich entsprechend vor und wirft die Blätter rechtzeitig ab. Ein weiterer sehr wichtiger Nutzen den der Baum vom Abwurf der Blätter hat ist seine Entgiftung bzw. Entschlackung. Der Baum schiebt vor dem Blattabwurf die Gifte und Schlacken in die Blätter und lässt diese einfach runter fallen. Somit ist er gereinigt und bereit für den nächsten Frühling. Aber was machen die Gifte am Boden? Die Blätter am Boden werden zersetzt von Pilzen und auch durch Mikroorganismen und werden dadurch wieder unschädlich gemacht. Die Welt der Mikroorganismen ist eine noch fast unbekannte Umgebung. Wir wissen nur sehr wenig darüber.
Guten Morgen liebe Freunde vom Waldeffekt, leider müssen wir unser geplantes Erlebniswochenende wegen zu geringer Teilnehmerzahl absagen. Unser Konzept war auf eine Teilnehmerzahl von mindestens 12 Teilnehmer ausgelegt. Wir haben bis heute gewartet, aber leider sind zu wenige Anmeldungen eingegangen. Damit für die angemeldeten Teilnehmer keine Stornogebühren anfallen, haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, das Seminar heute abzusagen. Die angemeldeten Teilnehmer wurden von uns per Mail informiert.