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Verschüttete Heilkunst - altes Wissen neu entdeckt

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Post #977 7.14K
Wir entscheiden uns lieber dafür, uns selbst zu übergehen, als das Unbehagen auszuhalten, einen anderen Menschen zu enttäuschen. Wir sagen Ja, obwohl in uns alles Nein schreit. Wir lächeln, obwohl wir erschöpft sind. Wir erfüllen Erwartungen, die unseren eigenen Bedürfnissen und Überzeugungen widersprechen, damit andere weiterhin zufrieden mit uns sind. So bewahren wir vielleicht für einen Moment die Harmonie nach außen – entfernen uns innerlich jedoch Stück für Stück immer weiter von uns selbst.

Uns selbst wichtig zu nehmen bedeutet deshalb nicht nur, uns ebenfalls einen Platz zwischen all den anderen einzuräumen. Es bedeutet, anzuerkennen, dass wir in unserem eigenen Leben eine besondere Verantwortung für uns selbst tragen. Wir sind nicht erst dann an der Reihe, wenn alle anderen versorgt, zufrieden und einverstanden mit uns sind. Unser Wohlergehen, unsere Grenzen und unsere Bedürfnisse sind immer wertvoll – nicht erst in bestimmten Momenten.

Auch unseren Kindern geben wir damit etwas Wertvolles mit. Sie lernen Selbstachtung sowohl durch unseren Umgang mit uns selbst als auch durch die Achtung, die wir ihnen entgegenbringen. Wenn wir ihre Gefühle und Bedürfnisse ernst nehmen, ihre Grenzen wahren und respektvoll mit ihrem Nein umgehen, erfahren sie: Ich bin wichtig. Mein Empfinden zählt. Ich darf für mich einstehen und mir selbst treu bleiben.

Wie bedeutsam diese Botschaft über den gesamten Lebensweg hinweg sein kann, wird in Berichten aus der Palliativpflege sichtbar. Bronnie Ware begegnete in ihrer Arbeit mit Sterbenden besonders häufig einem Bedauern: nicht den Mut gefunden zu haben, das eigene Leben zu leben. Wenn die Zeit knapp wird, verliert die Frage, was andere von uns denken, ihre Macht – und es bleibt die Frage, wie viel von unserem Leben tatsächlich unseres war.

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Post #976 5.65K
Wir dürfen anderen helfen, ohne für alles verantwortlich zu sein. Wir dürfen lieben, ohne uns aufzugeben. Wir dürfen Nein sagen, ohne lieblos zu sein, und uns ausruhen, ohne unsere Erschöpfung erst beweisen zu müssen.

Denn es wird uns ohnehin niemals gelingen, es allen recht zu machen. Erwartungen verändern sich, Ansprüche wachsen – und kaum glauben wir, endlich zu genügen, wird die vermeintliche Karotte ein Stück weiter vor uns aufgehängt. Wenn wir unseren Wert davon abhängig machen, ob andere mit uns zufrieden sind, was sie über uns denken oder wie vorzeigbar unser Leben nach außen erscheint, laufen wir einem Ziel hinterher, das sich immer wieder verschiebt und nie wirklich erreichen lässt.

Brené Brown spricht in diesem Zusammenhang von Selbstverrat:

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Post #974 1.36K

Forwarded from Verschüttete Heilkunst - altes Wissen neu entdeckt

"Den ursprünglichen Völkern gelang es über viele Generationen hinweg, einen hervorragenden körperlichen Zustand aufrechtzuerhalten, während in unserer modernen Welt viele Menschen bereits in jungen Jahren an degenerativen Erkrankungen leiden. Wir missachten unsere eigenen körperlichen Bedürfnisse und nutzen unsere wissenschaftlichen Kenntnisse größtenteils, um die Nahrungsmittel der Natur zu verändern." ~ Weston A. Price

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„Gefährdete Menschheit - Ursache und Verhütung der Degeneration“ von A. von Haller

„Ernährung und körperliche Degeneration“ von Weston A. Price

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Post #972 1.27K

Forwarded from Verschüttete Heilkunst - altes Wissen neu entdeckt

„Überall wiederholt sich auch die Erfahrung, daß alle Kinder, die vor Einführung industrialisierter Lebensmittel auf den Inseln geboren wurden, vollentwickelte breite Zahnbögen haben, aber bei Kindern, die später geboren wurden (…), häufig Mißbildungen festzustellen sind. Am häufigsten ist die Verengung der Kiefer und das dadurch bedingte Herausdrängen der Zähne, vor allem der Eckzähne, aus der Reihe." (aus „Gefährdete Menschheit - Ursache und Verhütung der Degeneration“ von A. von Haller, S. 71)

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Post #971 1.23K

Forwarded from Verschüttete Heilkunst - altes Wissen neu entdeckt

„Bemerkenswert ist auch die Beobachtung, daß bei den isoliert lebenden Sippen die Weisheitszähne ausnahmslos in der ganz regelmäßig gebildeten Reihe der anderen Zähne stehen und ihre Funktion voll ausüben können, während sich bei den zivilisierten Indianern hier besonders häufig Mißbildungen finden: durch Raummangel eingekeilte, schiefstehende, aus der Reihe gedrängte und zum Kauen nicht brauchbare Zähne.“ ("Gefährdete Menschheit", A. von Haller, S. 36)

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Post #970 1.2K

Forwarded from Verschüttete Heilkunst - altes Wissen neu entdeckt

„Die ursprünglichen Polynesier ergänzen ihre Ernährung laufend durch Meerestiere wie Schalen und Weichtiere. Bei den isoliertesten Gruppen betrug die Häufigkeit von Zahnverfall 0,6 Prozent, bei den modernisierten Gruppen erreichte sie bis zu 33,4 Prozent. Die Menschen, die noch in ihrer natürlichen Umgebung lebten und sich von einheimischen Lebensmitteln ernährten, hatten durchweg normale Gesichtsformen und Zahnbögen und verkörperten die charakteristischen Merkmale ihres Volksstammes. Bei denjenigen, die zwar noch in ihrer natürlichen Umgebung lebten, aber importierte Lebensmittel wie Weißmehl, Zucker, Zuckerprodukte, Sirup, weißen Reis und Ähnliches konsumierten, zeigten sich bei den folgenden Generationen deutliche Veränderungen der Gesichtsformen und Zahnbögen.“ (aus „Ernährung und körperliche Degeneration“ von Weston A. Price S.139)

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Verschüttete Heilkunst - altes Wissen neu entdeckt Zucker und Süßwaren waren in vielen europäischen Ländern rationiert, zeitweise kaum erhältlich oder für große Teile der Bevölkerung unerschwinglich. Gleichzeitig ging die Karies bei Kindern auffallend zurück. Besonders gut ist dies für Norwegen dokumentiert:…
Neben den klassischen zahnmedizinischen Erklärungen gibt es heute auch ganzheitliche Ansätze zur Entstehung und Behandlung von Karies. Einige richten den Blick beispielsweise auf chronischen Stress. Andere – etwa psychodontische oder emotional orientierte Konzepte – fragen, ob auch seelische Konflikte und wiederkehrende emotionale Belastungen an der Entstehung beteiligt sein könnten.

Dass Körper und Psyche miteinander verbunden sind, ist grundsätzlich unbestritten. Stress kann beispielsweise den Speichelfluss, das Immunsystem, das Essverhalten und die Mundhygiene beeinflussen oder nächtliches Zähneknirschen begünstigen. Es kann daher durchaus aufschlussreich sein, auch emotionale Belastungen in diesem Wechselspiel zu berücksichtigen.

Betrachten wir vor diesem Hintergrund die Beobachtungen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, begegnen uns Menschen, die unter enormen psychischen Belastungen lebten. Angst vor Angriffen, Verlust von Angehörigen, Trennung, Vertreibung, Hunger und eine kaum vorstellbare Ungewissheit prägten ihren Alltag.

Wenn anhaltender Stress und seelische Konflikte eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Karies spielen, stellt sich deshalb eine interessante Frage: Hätte der Rückgang der Karies unter diesen extremen Bedingungen nicht zumindest schwächer ausfallen müssen?

Natürlich schließen die historischen Beobachtungen einen Einfluss von Stress, seelischer Belastung oder anderen emotionalen Faktoren keineswegs aus. Während der Kriegsjahre veränderte sich zudem nicht nur der Zuckerkonsum, sondern die gesamte Ernährung und Lebensweise. Ein derart komplexes historisches Geschehen lässt sich wissenschaftlich nicht auf eine einzige Ursache reduzieren.

Dennoch regt der Verlauf zum Nachdenken an: Ausgerechnet in einer Zeit außergewöhnlich hoher psychischer Belastung verbesserte sich die Zahngesundheit vieler Kinder deutlich. Als die äußeren Lebensumstände wieder sicherer wurden, zugleich aber Zucker und Süßwaren zurückkehrten, nahm auch die Karies wieder stark zu.

Emotionale Belastungen können für die Gesundheit natürlich bedeutsam sein. Gleichzeitig zeigen die historischen Daten, welchen erstaunlich starken Einfluss die konkrete Ernährungsumgebung entfalten kann – selbst unter extremen psychischen und gesellschaftlichen Bedingungen.
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Post #968 3.58K
Zucker und Süßwaren waren in vielen europäischen Ländern rationiert, zeitweise kaum erhältlich oder für große Teile der Bevölkerung unerschwinglich. Gleichzeitig ging die Karies bei Kindern auffallend zurück.

Besonders gut ist dies für Norwegen dokumentiert: Zwischen 1940 und 1948 wurden dort jedes Jahr 8.000 bis 9.000 Schulkinder zahnärztlich untersucht; die länger laufende Untersuchungsreihe umfasste insgesamt rund 60.000 Kinder im Alter von sieben bis dreizehn Jahren. Von 1940 bis 1946 nahm die Zahl kariesfreier Siebenjähriger um das Drei- bis Vierfache zu. Die durchschnittliche Zahl der von Karies betroffenen Zahnflächen sank in dieser Altersgruppe um 83 Prozent.

👉Je nach untersuchter Gruppe lag der Rückgang gegenüber der Vorkriegszeit bei 50 bis 75 Prozent; bei jüngeren Kindern fiel er teilweise sogar noch stärker aus.

Nach dem Krieg verlief die Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung. Als Zucker, Süßwaren und raffinierte Kohlenhydrate wieder leichter erhältlich waren, stieg die Kariesrate ab 1946 erneut an und näherte sich in den folgenden Jahren dem Vorkriegsniveau. Ähnliche Beobachtungen wurden aus Dänemark, Finnland, England und den Niederlanden gemeldet. In Schweden, das vom Krieg und den Versorgungsbeschränkungen weniger stark betroffen war, waren die Veränderungen dagegen wesentlich geringer.

Die damaligen Forschenden führten den Rückgang nicht ausschließlich auf Zucker zurück. Während der Rationierung veränderte sich die gesamte Ernährung: Raffinierte Kohlenhydrate wurden knapper, zugleich wurden teilweise mehr Kartoffeln, Gemüse und andere wenig verarbeitete Lebensmittel gegessen. Dennoch folgte die Karieskurve der Verfügbarkeit von Zucker so deutlich, dass diese historischen Beobachtungen gar nicht genug hervorgehoben werden können.

Selbstverständlich sind Nahrungsmittelknappheit und Kriegsrationierung keine wünschenswerten Mittel der Gesundheitsvorsorge. Doch die historischen Daten machen sichtbar, was in Zeiten des Überflusses leicht übersehen wird: Verschwindet Zucker weitgehend aus der alltäglichen Lebensmittelumgebung, kann sich die Zahngesundheit einer ganzen Generation innerhalb weniger Jahre deutlich verbessern. Kehrt er in großen Mengen zurück, kehrt auch die Karies zurück.

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Post #967 2.97K
Als der Zucker knapp wurde: Von einem unbeabsichtigten Großexperiment

Wie stark die Verfügbarkeit von Zucker die Zahngesundheit beeinflussen kann, zeigte sich während des Zweiten Weltkriegs beinahe wie in einem unbeabsichtigten Großexperiment. 

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Forwarded from 🦠💉 Gesundheit objektiv 🩺⚖️

Die große Zuckerlüge
ARTE Dokumentation, 2015

Jahrzehntelang gelang es der Zuckerindustrie, Verbraucher zu täuschen und ihre Produkte schönzureden. Die gesundheitsschädliche Wirkung von übermäßigem Zuckerkonsum wurde bewusst verschwiegen oder sogar geleugnet. Übergewicht, Diabetes, Herzerkrankungen waren für viele Konsumenten die bittere Folge.

Wie konnte die Zuckerlobby derart mächtig werden, dass sie ähnliche Strategien wie einst die Tabakindustrie einsetzte und damit erfolgreich ihren Einfluss auf die Verbraucher stärkte?

Ist Zucker Gift? Wie hat es die Lebensmittelindustrie geschafft, dass wir uns diese Frage nicht mehr – oder viel zu selten – stellen?

👉🏻 Artikel von netzfrauen


🦠💉🩺⚖️

🎞 Fasten und Heilen

📄 Inhaltsstoffe von Nutella

📄 Weston A. Price: Ernährung und körperliche Degeneration
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Post #965 2.06K
Welche Lebensmittel wählen kleine Kinder, wenn niemand ihnen vorschreibt, was sie essen sollen? - Teil 3️⃣

Gerade darin liegt ein bemerkenswerter Kontrast zur Gegenwart. Getreide begegnet Kindern heute häufig in stark verarbeiteter Form: zum Frühstück als gezuckerte Cerealien oder Toast mit Marmelade, Honig oder Schokocreme, in der Brotdose als Cracker, Kekse oder Müsliriegel, mittags als Nudeln mit Ketchup oder Pizza und zwischendurch als Gebäck.

Viele getreidehaltige Produkte, die Kinder heute bevorzugen, sind geschmacklich so gestaltet, dass sie mit einem schlichten Haferbrei oder gekochtem Vollkorngetreide kaum noch vergleichbar sind. Hinzu kommt, dass ausgerechnet die an Kinder gerichteten Varianten häufig noch mehr Zucker enthalten als vergleichbare Produkte für Erwachsene. Bunte Figuren, spielerische Formen und Gesundheitsversprechen erzeugen dabei den Eindruck eines besonders geeigneten Kinderlebensmittels – obwohl die Nährwerte oft eine andere Sprache sprechen.

Dass der Handel eine nahezu unüberschaubare Vielfalt solcher Produkte hervorbringt, ist wirtschaftlich gut erklärbar. Gerade aus preiswertem Getreide lassen sich durch Mahlen, Extrudieren, Süßen, Aromatisieren, Formen und eine attraktive Verpackung zahlreiche klar unterscheidbare Markenprodukte herstellen: Frühstücksflakes, Schokokissen, Müsliriegel, Kekse, Cracker, Kinderbreie und Snacks. Der Rohstoff bleibt vergleichsweise lächerlich günstig, während durch Verarbeitung, Marke und Vermarktung eine erhebliche Wertsteigerung erzielt wird. Untersuchungen der amerikanischen Frühstückscerealienindustrie bezeichneten diese historisch gesehen sogar als einen der profitabelsten Bereiche der Lebensmittelverarbeitung. Die enorme Auswahl im Supermarkt ist deshalb weniger Ausdruck von Individualität und echter Vielfalt – sie ist vor allem auch das Ergebnis eines lukrativen Geschäftsmodells.

Damit stellt sich eine unbequeme Frage: Wie gut können Kinder Hunger, Sättigung und körperliche Bedürfnisse noch regulieren, wenn sie nicht mehr nur zwischen schlichten Lebensmitteln wählen sollen, sondern ständig von süßen, aromatisierten und gezielt besonders schmackhaft gestalteten Produkten umgeben sind? Nicht umsonst ist im europäischen Raum mittlerweile jedes vierte Kind zwischen sieben und neun Jahren von Übergewicht, einschließlich Adipositas, betroffen. Parallel dazu beobachten Ärzte auch immer früher Erkrankungen, die lange als typische Leiden des Erwachsenenalters galten: Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und eine metabolische Fettleber. Das wirft unweigerlich die Frage auf, welchen Anteil unsere heutige Ernährungsweise an dieser Entwicklung hat.

Clara Davis ließ die Kinder nicht aus der heutigen Supermarktvielfalt wählen. Sie ließ sie ihre Mahlzeiten aus einer sorgfältig begrenzten Auswahl einfacher Lebensmittel zusammenstellen. Davis schrieb selbst, dass die ersten Entscheidungen der Säuglinge noch eher zufällig wirkten. Vorlieben entstanden erst durch wiederholtes Probieren, ihren persönlichen Geschmack und vermutlich auch durch das körperliche Befinden nach dem Essen.

Vielleicht liegt genau darin die aktuellste Erkenntnis ihres fast hundert Jahre alten Experiments: Gesunde, instinktive Selbstregulation braucht mehr als ein paar gesunde Lebensmittel in einem Wust aus Müll. Denn Kinder wissen nicht automatisch, was sie brauchen.

Das Davis-Experiment wirft in meinen Augen noch eine andere Frage auf: Warum führen wir kleine Kinder überhaupt so früh an Süßigkeiten und hochverarbeitete Produkte heran – und feiern den ersten Schokokeks oder das erste Eis beinahe wie einen wunderbaren Entwicklungsschritt?

Gerade in den ersten Lebensjahren verlangen Kinder kaum nach Lebensmitteln, die sie noch gar nicht kennen. Nie wieder ist es so einfach, ihre Geschmacksprägung zu schützen und ihnen die vielfältige Welt einfacher, natürlicher und möglichst unverarbeiteter Lebensmittel zu eröffnen.

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Post #964 1.65K
Welche Lebensmittel wählen kleine Kinder, wenn niemand ihnen vorschreibt, was sie essen sollen? - Teil 2️⃣

An der Langzeitstudie nahmen 15 Säuglinge teil, die zu Beginn zwischen sechs und elf Monate alt waren. Bei jeder Mahlzeit erhielten sie eine Auswahl aus einfachen Lebensmitteln. Die Pflegekräfte durften nichts empfehlen und kein Kind zum Essen überreden. Auch Tischmanieren spielten keine Rolle: Die Kinder durften mit den Fingern essen, und wenn etwas auf dem Lätzchen, dem Tisch oder dem Boden landete, wurden sie weder getadelt noch korrigiert. Erst wenn ein Kind auf eine Schale zeigte oder danach griff, durfte die Pflegekraft ihm einen Löffel davon geben. Öffnete das Kind den Mund, wurde es gefüttert.

Die gesamte Auswahl umfasste 34 Positionen - einschließlich der Getränke: Milch, Eier, Fisch und verschiedene Fleischsorten, aber auch Leber, Nieren, Hirn und Knochenmark. Hinzu kamen Obst, mehrere Getreidearten sowie zahlreiche Gemüsesorten, darunter Rote Bete, Karotten, Tomaten, Salat, Kartoffeln und verschiedene Kohlarten. Einige Lebensmittel wurden sowohl roh als auch gekocht angeboten (sogar Rindfleisch, Knochenmark und Eier), andere ausschließlich in einer der beiden Zubereitungsformen. Trinken konnten die Kinder Wasser, frische ungesäuerte Rohmilch, kultivierte Sauermilch und ungesüßten Orangensaft. Selbst Salz wurde separat bereitgestellt und konnte frei gewählt werden. Fertiggerichte, Süßigkeiten, gesüßte Getränke, Gewürze und ähnliches gab es nicht.

Die Mahlzeiten der Kinder wirkten mitunter abenteuerlich. Davis berichtet beispielsweise von einem Frühstück aus einem halben Liter Orangensaft (aus frischen Orangen) und Leber. Andere Kinder aßen zeitweise mehrere Eier oder Bananen hintereinander. Ihre Vorlieben änderten sich immer wieder, und kein Kind stellte sich denselben Speiseplan zusammen wie ein anderes.

Über längere Zeit betrachtet entwickelten sich die Kinder dennoch gut. Die anfangs unterernährten Kinder nahmen zu, und selbst diejenigen, die mit Rachitis in die Untersuchung gekommen waren, zeigten später gut mineralisierte Knochen. Kein Kind ernährte sich dauerhaft extrem einseitig.

Besonders interessant: Ihre Ernährung wurde weder von Gemüse noch von Getreide dominiert. Davis stellte ausdrücklich fest, dass keines der Kinder die damals übliche, vorwiegend aus Milch und Getreide bestehende Kleinkinderkost wählte. Viele Kinder bevorzugten zeitweise Obst, Milch, Eier, Fleisch und Innereien. Gemüse und Getreide wurden ebenfalls gegessen, bildeten aber nicht automatisch die Grundlage jeder Mahlzeit.

Dabei ist ein entscheidendes Detail zu beachten: Das angebotene Getreide hatte wenig mit vielen heutigen Kinderprodukten gemeinsam. Es handelte sich überwiegend um einfache Vollkorngetreide wie Hafer, Weizen, Mais und Gerste, die separat, häufig gekocht und ohne Zucker, Gewürze oder weitere Zutaten angeboten wurden. Die einzige etwas weiter verarbeitete Ausnahme war ein sehr schlichtes Knäckebrot, bestehend aus nur zwei Zutaten: vermahlenen ganzen Roggenkörnern und Wasser.

Es gab kein gezuckertes Frühstücksmüsli, keine Frühstücksflakes, keine Kekse, keine süßen Riegel und kein aus zahlreichen Zutaten hergestelltes Gebäck. Auch Brot und andere zusammengesetzte Speisen waren bewusst ausgeschlossen, damit jedes Lebensmittel für sich gewählt wurde.

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Post #963 1.69K
Welche Lebensmittel wählen kleine Kinder, wenn niemand ihnen vorschreibt, was sie essen sollen? - Teil 1️⃣

In den 1920er-Jahren begann die amerikanische Kinderärztin Clara M. Davis eines der ungewöhnlichsten Ernährungsexperimente der Medizingeschichte.

Wie revolutionär Davis’ Versuch war, versteht man erst vor dem Hintergrund der damaligen Kinderheilkunde. Ein einflussreicher Ratgeber des amerikanischen Kinderarztes L. Emmett Holt behandelte die Säuglingsernährung beinahe wie einen Medikamentenplan: Für jedes Alter waren feste Uhrzeiten, Abstände und Mengen vorgesehen. Ein zwölf Monate altes Kind sollte beispielsweise um 6.30 Uhr eine genau bemessene Mischung aus Milch und Getreideschleim erhalten, um 9 Uhr ein bis zwei Unzen Orangensaft, um 10 Uhr wieder Milch mit Schleim, um 14 Uhr etwas Fleischsaft, Ei oder Brühe und anschließend erneut Milch und Getreide. Selbst die Stilldauer wurde begrenzt – höchstens zwanzig Minuten –, und Regelmäßigkeit galt als oberstes Gebot. Zahlreiche gewöhnliche Lebensmittel hielt man bei kleinen Kindern für unverdaulich: Gemüse sollte erst nach dem dritten Lebensjahr in winzigen Mengen eingeführt werden, Blumenkohl und Rüben teilweise erst mit sechs oder sieben Jahren. Leber und Nieren sollten nach Holts Empfehlung sogar bis nach dem zehnten Geburtstag gemieden werden.

Auch in Europa wurde die Säuglingsernährung zunehmend „verwissenschaftlicht“. Kinderärzte entwickelten feste Fütterungszeiten, altersabhängige Mengen und genau berechnete Nahrungsmischungen. Mehlbrei, Brotsuppe und Getreideschleim gehörten vielerorts schon in den ersten Lebensmonaten zur üblichen Säuglingskost; in einzelnen Regionen wurden sie sogar als Ersatz für Muttermilch verwendet. Gemüse, Obst, Eier, Fleisch und besonders Innereien galten dagegen häufig als schwer verdaulich und wurden entsprechend vorsichtig und schrittweise eingeführt. Zugleich gehörten Appetitlosigkeit, Essensverweigerung und der Kampf um „noch einen Löffel“ zu den häufigsten Problemen der damaligen Kinderernährung.

Vor diesem Hintergrund war Davis’ Experiment geradezu ein Affront: Sie setzte sechs bis elf Monate alten Säuglingen genau solche Lebensmittel vor – Leber, Nieren, Gemüse, Eier, Fisch und Fleisch – und ließ nicht den ärztlichen Zeit- und Mengenplan, sondern Appetit, Hunger und Sättigung der Kinder entscheiden.

Sie formulierte mehrere konkrete Forschungsfragen: Können Säuglinge aus einer größeren Auswahl selbstbestimmt genügend Nahrung für ihre Entwicklung aufnehmen? Entwickeln sie deutliche Vorlieben? Würden sie sich eher vegetarisch, fleischbetont oder gemischt ernähren? Können sie gewöhnliche Lebensmittel verdauen, ohne unter Durchfall, Erbrechen oder Verdauungsbeschwerden zu leiden? Und würden Wachstum, Zahnentwicklung, Gewichtszunahme und allgemeines Wohlbefinden mit denen konventionell gefütterter Kinder mithalten können?

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Forwarded from HebammeKerstinPatzig (Kerstin)

Wie Kinder von der Geburt an für die Industrie angefüttert werden

Der Grund, weshalb wir keine natürlichen Instinkte zur Nahrungsaufnahme mehr besitzen.
Wir werden praktisch von Geburt an, an Geschmacksverstärker gewöhnt und die Industrie streichelt uns die Köpfchen und vermittelt uns das falsche Gefühl, den richtigen Weg zu gehen.

Somit versagt nach und nach mehr unsere natürliche, angeborene Appetitsteuerung. Ein Grund mehr wieder mehr auf natürliche, gesunde Lebensmittel zurück zu greifen.

Wir appellieren an die Mütter und Väter da draussen. Nehmt euch mal die Zeit für dieses Video, geht in euch und hinterfragt euer Konsumverhalten. Es liegt an uns allein, was wir unseren Kindern geben.

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Verschüttete Heilkunst - altes Wissen neu entdeckt pinned «Immer wieder liest und hört man von der systematischen Unterdrückung und Verunglimpfung von Naturheilverfahren. Und dann lese ich in denselben alternativen Medien wieder und wieder, ohne auch nur einen Hauch von Skepsis: Vitamin C wäre wirkungslos. Intensivmedizinische…»
Post #960 2.75K
An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an alle, die hier mitlesen, mitdenken und Gedanken weitertragen. An alle, die nicht vorschnell urteilen, sondern Fragen stellen, genauer hinsehen und sich ihre Neugier und Offenheit bewahren.

Euer aufmerksames Hinterfragen – und die Art, wie ihr in der Welt seid – macht einen Unterschied. Vielleicht nicht immer laut oder unmittelbar sichtbar, aber dennoch spürbar.

Danke, dass ihr da seid.♡
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Post #959 2.49K

Forwarded from FromBalanceToBirth

In wenigen Tagen ist es soweit – hast du Lust, Geburt mit neuen Augen zu sehen?

Viele wissen bereits, wie wichtig Balance und Bewegung unter der Geburt sein können.
Aber was, wenn alles, was wir vorschlagen oder ausprobieren, trotzdem kaum etwas verändert?
Wenn das Baby nicht tiefer tritt, obwohl „alles richtig“ aussieht?
Wenn die Geburt festgefahren zu sein scheint?

Das ist der Punkt, an dem es wirklich spannend wird.
Denn jede Geburt hat ihre eigene Handschrift und Geschichte.
Sie zeigt sich in der Atmung, in der Reaktion des Nervensystems, in der Beweglichkeit des Beckenbodens oder in festgehaltenen Spannungsmustern.
Die Kunst liegt darin, diese Hinweise lesen zu lernen.

Nicht das Gefühl zu haben, zu raten.
Nicht einfach eine Liste abzuarbeiten.
Nicht zu denken: „Das hat bei den letzten Geburten doch auch geholfen.“
Sondern zu verstehen:
Warum kann eine Position in einem Moment hilfreich sein — und in einem anderen kaum etwas verändern?
Was braucht diese Frau und dieses Baby gerade? In genau diesem Moment?

Wenn du Geburt als dynamischen Prozess besser verstehen und mit mehr Klarheit, Verständnis und Vertrauen begleiten möchtest — melde dich zur kostenlosen dreiteiligen Better Birth Pro Fortbildung an.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Better Birth Pro
21.–23. Juli
jeweils 19–20 Uhr deutscher Zeit

https://bodyreadymethod.com/better-birth-pro-2026-signup/
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

P.S. Für alle, die sich bereits mit der BRM Fachausbildung beschäftigen: Die Anmeldung für das Pro Training ist bis zum 25. September möglich. Bis zum 31. Juli kannst du dich noch zum Frühbucherpreis anmelden. Mit dem Thank You Code „tyc20261595“ sparst du zusätzlich 100 Dollar.
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