🎙 Aus den Antworten des Außenministers der Russischen Föderation Sergej Lawrow auf Fragen der Medien im Anschluss an die 23. Konferenz des Internationalen Waldai-Diskussionsklubs (29. September 2026)
💬 Ich habe das Treffen mit dem Bundesminister des Auswärtigen Johann Wadephul in New York bereits ausführlich kommentiert. Es fällt mir schwer zu beurteilen, was Deutschland eigentlich damit erreichen will.
💬 Ich denke, eine Erklärung, die auf der Hand liegt, ist schlicht der Wunsch, sich die Chance nicht entgehen zu lassen. Man ist offenbar der Auffassung, dass der Prozess bereits in Gang gekommen ist. Ob das tatsächlich so ist, weiß ich nicht. Wenn damit die Ukraine-Krise gemeint ist, fällt es mir schwer, dies zu beurteilen.
💬 Die Ukraine-Krise ist mit einer Vielzahl gesamteuropäischer Probleme verknüpft: mit der Militarisierung der Europäischen Union, mit den fortwährenden Behauptungen, die NATO werde sich weiter ausbreiten und das Kiewer Regime aufnehmen, Russland sei ein ewiger Feind und „in drei Jahren werde man Krieg führen“.
💬 Wenn solche Behauptungen zu hören sind und das Ziel – wie Johann Wadephul selbst erklärte – lediglich darin besteht, sie noch einmal hinter verschlossenen Türen, ohne Presse, zu wiederholen, damit Russland gewissermaßen endlich begreift, dass dies tatsächlich alles genauso gemeint ist, dann ist das ein fruchtloses, ich würde sogar sagen, schädliches Unterfangen.
💬 Und es ist äußerst bedauerlich, dass derartige Vertreter der Europäischen Union und der NATO im Grunde die Rolle eines „Sprachrohrs“ dieser europäischen Linie übernehmen.
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