🎙 Russlands Präsident und Oberster Befehlshaber Wladimir Putin bei Übungen der Pazifikflotte, 12. August 2026
⚠️ Im asiatisch-pazifischen Raum wächst leider das Konfliktpotenzial. Die NATO dringt in diese Region vor, es bilden sich neue militärpolitische Blöcke, und werden neue Waffensysteme stationiert oder deren Stationierung geplant, die auch für unser Land Bedrohungen darstellen.
Unter Verweis auf die Ereignisse in der Ukraine, ohne auf die eigentlichen Ursachen des Konflikts einzugehen, hat Japan gegen Russland Sanktionen verhängt, zu denen wir unsererseits keinerlei Anlass gegeben haben. Darüber hinaus hat Japan in seinen jüngsten militärstrategischen Dokumenten Russland erstmals als eine der Hauptbedrohungen eingestuft. Ich möchte betonen: Wir bedrohen Japan nicht. Wir haben keinerlei Ansprüche an dieses Land. Früher hatten sich konstruktive Beziehungen zu einer Reihe japanischer Spitzenpolitiker entwickelt, darunter zu dem tragisch ums Leben gekommenen Premierminister Shinzo Abe, der viel für die Annäherung zwischen Japan und Russland getan hat. Doch heute sehen wir leider Veränderungen in der Haltung unseres Nachbarn – Veränderungen, die, das betone ich, von uns in keiner Weise provoziert wurden. Dennoch ist Russland bereit, mit allen Nachbarn zusammenzuarbeiten, auch mit Japan und anderen Staaten der Region.
Auch in der Arktis, die an den asiatisch-pazifischen Raum grenzt, sowie mit Blick auf die Nutzung des Nördlichen Seewegs werden die Spannungen geschürt. Russland hat sich stets für die Zusammenarbeit in der Arktis im Rahmen des geltenden internationalen Seerechts ausgesprochen und bekräftigt diese Bereitschaft auch heute.
👉 Ich möchte darauf hinweisen, dass die Behörden einiger EU-Mitgliedstaaten unter Verstoß gegen das internationale Seerecht zunächst versucht haben, die friedliche Durchfahrt unserer Handelsschiffe einzuschränken, und inzwischen sogar erwägen, unsere Schiffe zu beschlagnahmen und das dabei geraubte Eigentum zu verkaufen. Das ist selbstverständlich nichts anderes als Piraterie und Raub. Sollte es tatsächlich dazu kommen, wären wir gezwungen, mit entsprechenden Maßnahmen zu antworten – und zwar nicht unbedingt in jenen Gewässern, in denen Überfälle auf unsere Schiffe geplant werden, sondern dort, wo wir es für notwendig und zweckmäßig halten.
🤝 Russland, das seine Sicherheit insgesamt und in einzelnen Regionen stärkt, ist stets bereit, nach Kompromissen zu suchen, die für alle unsere Nachbarn und Partner annehmbar sind – und zwar unter gegenseitiger Berücksichtigung unserer Interessen.
Im Wortlaut auf Englisch lesen
@RusBotschaft
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