🎙Aus einem Interview des Stellvertretenden Außenministers der Russischen Föderation Michail Galusin mit der Nachrichtenagentur TASS, 11. August 2026
💬 Die Rhetorik und das Vorgehen der Vereinigten Staaten im Hinblick auf Möglichkeiten einer Beilegung des Ukraine-Konflikts sind durchaus widersprüchlich. Im Juni 2026 erklärte Marco Rubio, Washington betrachte sich nicht als „neutralen Vermittler“. Auch die fortgesetzten Lieferungen amerikanischer Waffen an das Kiewer Regime, die Bereitstellung von Geheimdienstinformationen und sonstige Unterstützung sprechen für sich und lassen sich kaum mit dem erklärten Streben nach Frieden vereinbaren.
💬 Unsererseits halten wir an den von der russischen Führung formulierten Zielen der militärischen Sonderoperation fest und sind bereit, diese unter Berücksichtigung der in Anchorage erzielten Verständigungen umzusetzen. Wir sind überzeugt, dass eine diplomatische Regelung der Situation um die Ukraine möglich ist – sofern der entsprechende politische Wille vorhanden ist. Erforderlich sind unter anderem konkrete und rechtlich verbindliche Sicherheitsgarantien für Russland, die eine Wiederholung der Aggression des „kollektiven Westens“ an unseren westlichen Grenzen ausschließen.
💬 Der politisch-diplomatische Weg zur Lösung der Ukraine-Krise war und bleibt für uns die bevorzugte Option. Die bisherigen Kontakte unter Beteiligung unserer Vertreter sind nicht am Verhalten Moskaus gescheitert. Unsere Grundsätze und Positionen, auf denen eine langfristige und gerechte Regelung beruhen sollte, bleiben unverändert. Präsident Wladimir Putin hat sie am 14. Juni 2024 in seiner Rede im russischen Außenministerium dargelegt. Wir sind offen für alle konstruktiven Vorschläge, die diesen von der objektiven Realität bestimmten Positionen sowie den legitimen Sicherheitsinteressen unseres Landes Rechnung tragen.
💬 In der gegenwärtigen Phase müssen wir den vom Kiewer Regime täglich verübten Terror gegen die Zivilbevölkerung und zivile Objekte unseres Landes sowie inzwischen auch gegen internationale Infrastruktur berücksichtigen. Wladimir Selenskij braucht keinen Frieden. Die Fortsetzung des Konflikts ist für ihn und sein Umfeld die einzige Möglichkeit, an der Macht zu bleiben und sich der Verantwortung für begangene Straftaten zu entziehen. Unter diesen Umständen bleibt uns keine andere Wahl, als die Aufgaben der Demilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine sowie der Beseitigung der von ihrem Staatsgebiet ausgehenden Bedrohungen weiterhin konsequent mit militärischen Mitteln zu verfolgen. Die Tür für Verhandlungen lassen wir offen; der Ball liegt jedoch nicht in unserem Feld.
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