Vor einigen Tagen habe ich dich mitgenommen auf neue Wege, ins Wahrnehmen, ins Körperliche und in die Frage, was geschieht, wenn wir uns erlauben, unseren eigenen Weg zu gehen.
Dieser Gedanke hat in mir weitergearbeitet und führte mich irgendwann zum Unterscheiden:
Was ist meins?
Was ist deine Wahrnehmung?
Was macht das, was mir im Außen begegnet, eigentlich mit mir?
Was darf bei dir bleiben, ohne dass ich es zu meiner Wahrheit machen muss?
Daraus entstand ein zweiter Teil.
Alleingehen schließt für mich Verbundenheit nicht aus.Manche Wege müssen erst einmal alleine gegangen werden, damit wir überhaupt herausfinden können, was wirklich unseres ist, was wir fühlen, was wir wahrnehmen, was uns bewegt und welche Erkenntnisse sich darin noch zeigen.
Wir bleiben aber nicht stehen. Immer wieder begegnen uns Menschen, die ebenfalls ihren eigenen Weg gehen, mit ihren Erfahrungen, Gedanken, ihren Schlussfolgerungen, ihren Fragen und all dem, was sich ihnen unterwegs zeigt.
Wenn daraus ein echter Austausch entsteht, nicht in dem der andere sagt, wo es langgeht oder dir eine Lösung präsentiert. Ich meine, einen, in dem wir miteinander teilen können, was jeder für sich auf seinem Weg erfahren und wahrgenommen hat.
Du erzählst mir von deinem Weg und plötzlich sehe ich etwas, das ich von meinem Standpunkt aus, aus meiner Wahrnehmung heraus, vielleicht gar nicht sehen konnte.
Ich teile etwas von meinem und vielleicht berührt es wiederum etwas in dir.
Es muss nicht zu deiner Wahrheit werden.
Begegnung kann einen Gedanken, eine Frage oder eine ganz neue Sichtweise in Bewegung bringen.
Wenn wir uns das erlauben, sehe ich darin, eine große Möglichkeit unsere eigene Wahrnehmung zu erweitern.
Ich habe schon öfter über einen Raum zwischen Menschen gesprochen.
Heute möchte ich da nicht tief einsteigen, weil ich darüber schon einige Worte dagelassen habe.
Ich merke nur immer mehr, wie wertvoll dieser Raum werden kann, wenn wir uns darin frei begegnen dürfen, ohne den anderen zu formen, überzeugen oder auf einen Weg ziehen zu wollen, der vielleicht gar nicht seiner ist.
Ich brauche mein Eigenes, damit wirkliche Begegnung überhaupt möglich wird.
Genau hier darf für mich Verbindung entstehen.
Ich darf meinen Weg gehen und du deinen. Trotzdem können wir uns begegnen, etwas miteinander teilen und danach womöglich mit einer Wahrnehmung weitergehen, die vorher noch gar nicht da war.
Manches braucht wirklich die Stille, das Alleinsein und den eigenen Weg.
Einiges von dem, was daraus entsteht und uns unterwegs begegnet, ist zu wertvoll, um es nur für sich zu behalten.
Schön, dass du mich auch diesmal ein Stück begleitet hast und ich meine Gedanken mit dir teilen durfte.
von ❤️ zu ❤️
@Mirjanas_EigenArt🎧 Hörversion Neue Wege Teil 2🎧 Hörversion Neue Wege Teil 1