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CD-Rezension
Of an Angry Bootboy
„Vom Mond, den Ratten und der Nacht“

Erschienen bei: German Oi! Records

Er hat es wieder getan: Broschi erzählt Geschichten „of an Angry Bootboy“!
Zwei Jahre nach dem ersten Teil („Von roter Erde, Dreck und Scherben“) macht der Stiefeljunge auch auf diesem Silberling aus seinem Herzen keine Mördergrube und lässt uns in die Abgründe von Menschen schauen, die uns bestimmt schon begegnet sind. Vermutlich nicht nur im Spiegel …
Sind die Texte auf der ersten Scheibe im Zeitraum von 2007 bis 2022 entstanden, so stammen sie diesmal aus den Jahren 2004 bis 2025.
Auch diesmal passten die Titel zumeist nicht zu den gerade aktuellen Projekten, oder Broschi schrieb seine Gedanken einfach so auf, um sie irgendwann einmal zu vertonen. Was er nun erneut – zum Glück – getan hat.
An dieser Stelle möchte euer treuer Freund und Erzähler erneut Danke sagen, dass ich noch vor der Veröffentlichung in dieses Mach(t)werk reinhören durfte. Wie sage ich immer:
„Kontakte schaden nur, wenn man sie nicht hat!“ 😉
Der Silberling kommt im Jewelcase und mit einer ordentlichen Aufmachung daher. Auf dem Frontcover sehen wir einen Stiefeljungen, der in der Nacht den Projektnamen an eine Wand sprüht, während Ratten durch das Dunkel flitzen.
Im 16-seitigen Hochglanzbeiheft sind die Texte von 14 Liedern sehr sauber und leserlich abgedruckt. Dazu gibt es viele kleine Tattoo-Motive, die zum jeweiligen Abschnitt passen, und atmosphärische Bilder von Broschi auf praktisch jeder zweiten Seite. Des Weiteren finden sich auf einer Seite Grüße und Hintergründe zur Produktion.
Im Inlay sehen wir Broschi auch noch einmal, wenn wir die Lichtscheibe entnehmen.
Wie ich finde: „Die wahre Pracht.“
Wer sich fragt, was auf dem Backcover neben der Setliste „2002–2019 In Memory ABB“ bedeutet: Es gab die Band „Angry Bootboys“, von der dieser Angry Bootboy übrig geblieben ist. ☝🏻
Wenn wir nun zum Abtaster schreiten, erwarten uns fast 51 Minuten Spielzeit bei angezeigten 14 Tracks. Da hat anscheinend jemand etwas zu sagen. 😬
Den Anfang im Liederreigen macht „Vergifte nicht dein Herz“, ein Lied über das Leben und die Erkenntnisse daraus. Richtig flotter Oi!, der von einem Saxophon begleitet wird.
Überhaupt haben wir auf dieser Scheibe einen erhöhten Anteil an Blasinstrumenten (nein, kein Damenchor …). Saxophon, Trompete, Tuba, Posaune … Da ist richtig Schmackes drin, und das verleiht dem Gesamtwerk eine starke 2-Tone-Attitüde. Auch ein Klavier wurde wieder integriert. Und dennoch bleibt es zum Großteil einfach goiler, flotter Oi!. Diese Kombination der Stile, Broschis rotziger Gesang – den er im Übrigen ganz allein eingesungen hat – und die komplett handgemachte Musik verleihen den Texten noch mehr Tiefe, wenn man sie einordnen kann.
Also nicht nur beim Texten hat man sich Gedanken gemacht, sondern auch beim Komponieren und dabei, all dies zusammenzubringen.
Besonders deutlich wird dies bereits beim zweiten Titel „Leb wohl, Marie“. Dies ist kein Text aus dem Nichts, wie ich bestätigen kann. Auch mir war „Marie“ bekannt.
Neben den vielen menschlichen Erkenntnissen über Verrat, falsche Freunde, feige Ratten, Selbstdarsteller, Depressionen und das Leben am Rande der Gesellschaft gibt es auch ein klares Bekenntnis, das diverse (perverse?) PC-/Oi!-Skins sicher nicht gerne hören werden: „O.A.R. (Oi! Ain’t Red)“! Und dennoch sind Titel wie unter anderem „Niemals Knecht“, „Es werde Licht“ und „Ode an die Ratten“ keine künstlichen Statements oder verbrämte Politik. Es ist das Leben in Noten und Worten: dreckig, rau, traurig, echt.
In meiner persönlichen Hitparade für 2026 steht diese CD gerade ganz weit oben!
Ab dem 2. Oktober 2026 bei dem gut sortierten Händler deines Vertrauens erhältlich!

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Post #15204 2.21K
Abteilung Vermutung
Im Prozess um das Hammerbande-Mitglied (Doppeldeutig) Simeon Trux, der sich selbst Maja nennt, wurde in der Revision vor einem Ungarischen Gericht eine Strafe von nunmehr 7 Jahren verhängt.
Dies lässt jetzt folgendes Szenario möglich werden:

Simeon wird mit 7 Jahren Gesamtstrafe in die BRD überstellt.
Ca. 1 Jahr U-Haft hat er bereits in der BRD abgesessen.
Ca. 2 Jahre in Ungarn.
Da die Haftbedingungen in Ungarn härter beurteilt werden als in der BRD, kann und wird man ihm auf Antrag die Haftzeit in Ungarn doppelt anrechnen.
Bedeutet, 4 Jahre gelten als abgegolten.
Plus das 1 Jahr BRD, macht 5 Jahre, welche als Verbüsst angesehen werden.
Dem Reststrafengesuch wird dann statt gegeben, und Simeon geht mit Bewährung in die "Freiheit".
Ein guter Deal, für Ungarns neue Regierung und Simeon Trux, will man meinen.

(Bildquelle: Schmidtkes Welt)

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Post #15203 2.2K
Neue Regierung-Milde Strafe

Simeon Trux (Maja / Hammerbande), wurde die Strafe für versuchten Mord (wäre die richtige Anklage gewesen!) an Nationalisten in Budapest abgemildert.
Man kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass dies im Zusammenhang mit dem Regierungswechsel in Ungarn steht.
Das Märchen einer unabhängigen Justiz, ist halt ein Märchen.
In der real existierenden BRD, in Ungarn, und Weltweit.
Mutmaßlich wird Simeon Trux demnächst in die BRD überstellt, und dann freigelassen.

https://www.focus.de/politik/ausland/gericht-verringert-strafe-fuer-maja-t-auf-7-jahre_515d2b6a-62c0-457c-9d2b-adb848f678b5.html

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FOCUS online Gericht verringert Strafe für Maja T. auf 7 Jahre Das Berufungsgericht in Budapest hat die Haftstrafe für die non-binäre Person Maja T. aus Jena von ursprünglich acht Jahren auf sieben Jahre verringert.
Post #15202 2.14K
Heute im Miesling Biergarten:
Karlsquell Edel-Pils
(Aldis Rache!)
Premium Pils

Heute mal den ganz Großen Nostalgiefaktor:
Aldis Rache, wie wir es damals genannt haben.
Nach einem ersten Anlauf von Aldi-Nord vor einigen Wochen, wurde nun die Retro Auflage, in der Menge verstärkt und aufgestockt.
Die Resonanz in diesem Internetz und im Bekanntenkreis ist enorm! 😜
Auch euer treuer Freund und Erzähler, konnte sich eine "Stiege" sichern.
Haben wir damals, als Lehrlinge und junge Skins, doch keine Reichtümer besessen (in den 1980) so kurz nach dem verlorenen Krieg...
Für 5 DM eine Stiege für die Party, daß war i.O., obwohl es ja niemanden so recht schmecken wollte.
Aber egal: Wirken musste es! 😬
Heute zahlt man 14,40€ inkl. Pfand.
Immer noch günstig, für heutige Verhältnisse.
Und was soll ich euch sagen, nach einer vernünftigen Kühlzeit, zelebrierte ich den ersten 0,33l. Alu-Torpedo mit Vorsicht. Da sich das Geschmacksmuster doch heftig in meinem Gulliver eingebrannt hatte.
Aber, "oh Himmelstrompeten und Teufelsposaunen", daß ist ja in der Neuauflage gar nicht mal so schlecht!
War die Erinnerung doch zu vernebelt und subjektiv?
Nein, ich denke nicht. Es war, wie es war!
Vielleicht liegt es auch daran, daß dieses Karlsquell nunmehr von der Warsteiner Gruppe hergestellt und abgefüllt wird.
Und nicht mehr von einer Pipeline aus Nordkorea abgefüllt wird. 🤪
Gut, Warsteiner ist jetzt auch nicht Top 3 der Biere, aber immerhin trinkbar.
Mit diesem Wissen erkennt man dann auch den weichen Geschmack eines Warsteiner Bier. Zumindest empfinde ich das so.
Mit 4,8% alc. vol. ist der Bleigehalt auch guter Standard.
War die Jagd auf "Aldis Rache" zunächst durch Nostalgie und wilde Erinnerungen geprägt, so muss ich doch konstatieren, das es heute in der Retro Version tatsächlich trinkbar ist!
Sobald ich alter Pfandpirat (🤭) wieder genug Leergut habe, werde ich mich bemühen wieder Vollgut von den Gebrüder Albrecht zu organisieren.
Man(n) will doch hoffen, die Retrowelle hält an, und beim Verzehr der kleinen Dosen entstehen neue Geschichten und Anekdoten.
Ick freu mir! 😎

Zum Wohle!

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Post #15201 1.83K
LP Rezension
Kraftschlag
„Im Rampenlicht“
Live

Erschienen bei: Germania Versand

Es begab sich 2013, dass Kraftschlag und somit Jens Arpe als Sänger, beim "In.Bewegung Festival" in Berga / Sachsen-Anhalt, nach langer Abstinenz mal wieder in der real existierenden BRD zum Tanze aufspielte. Neben u.a. Frank Rennicke und Oidoxie, waren sie der Hauptakt des Abends.
Euer treuer Freund und Erzähler kann sich noch gut an diesen Tag erinnern, weil er mit der Mannschaft, der „Tag der deutschen Zukunft“ (TddZ) Kampagne, mit einem Infostand vor Ort war.
Natürlich freuten auch wir uns auf den späteren Auftritt von Kraftschlag. Über den Tag konnte ich mit meinem Kameraden und Weggefährten Jens, auch endlich mal wieder persönliche Worte wechseln, denn wir hatten uns lange nicht mehr gesehen. Die dabei entstandenen Erinnerungsphotos sind leider verlustig gegangen. Wenn also noch jemand Bildmaterial hat…
Die Schallfolie ist mit folgender Limitierung erschienen:
180 in Schwarz
120 in Weiß
100 in Rot
Zusätzlich gibt es zur Limitierung von 400 Exemplaren, noch 39 Platten mit Sondercover.
Vorliegend haben wir das Schwarze Vinyl mit der Nummer 392/400.
Wie der Titel der LP und die Einleitung bereits verraten, handelt es sich hier mit 9 Tracks, um die Live Aufnahme dieses Abends. Davon 8 Lieder, und so erstmals gesehen und gehört, ein Interview von diesem 10. August 2013 mit Jens Arpe auf Schallfolie.
Die Optik ist im Titel der Scheibe bereits mit beschrieben: Im Rampenlicht.
Dunkle, aber klare Bilder dieses Abends von der Band. Auf dem Cover: Kraftschlag im ganzen. Auf der Rückseite: viele Einzelbilder der Musiker. Als Schmankerl gibt es im Pappschuber noch ein „Wendeposter“ von Jens Arpe, Bzw. der Band. Da ich aus dem Alter heraus bin, wo man noch Donnerstags die „Bravo“ vom Kiosk holte, bleibt das Poster natürlich in der Hülle.
Auf der A Seite sind 5 Lieder gepresst, auf der B Seite 3 Lieder und das kurze Interview, welches damals von einem gewissen „Vendetta“ mit Arpe geführt wurde.
Den Anfang im Reigen macht Kraftschlag mit „Kraftschlag“. Man fühlt sich beim hören diverser Klassiker der Kombo sofort an den Abend, und noch weiter, zurück versetzt.
Mit „Trotz Verbot nicht tot“, „Unser Land“, „Alte Geschichten“, „Nordwind“, „Rechtsrock“, „Deutsch geboren“ sowie „Ha, ha, ha, Antifa“, haben wir hier so ziemlich die Besten Lieder von Kraftschlag, Live auf einer Schallfolie. Der Kenner wird bereits festgestellt haben, das nicht jeder Titel seinen Original Namen behalten halt. Die BRD Zensur schlug auch bei einigen Inhalten der Lieder zu, sonst wäre dieser Auftritt wohl nicht möglich gewesen. Damals wie heute singe ich natürlich laut, und manchmal innerlich, die Original Texte mit. Was ebenfalls, damals wie heute, für interne Verwirrung sorgt.
Nach hiesigem Dafürhalten ist die Aufnahme für das Jahr 2013 gar nicht schlecht. Da habe ich schon weitaus schlimmere Live Mitschnitte gehört.
Jens Arpe ist am 21. Juni 2024, nach langer und schwerer Krankheit, mit nur 54 Jahren verstorben. Das hat viele seiner Freunde, Weggefährten und Anhänger seiner Musik schwer getroffen.
Deshalb kann man dieses Kleinod durchaus als Hommage an einen Kameraden betrachten, der fast 30 Jahre lang mit seiner Musik und seinen Texten viele Menschen, vorwiegend in Deutschland, bewegte.
Aus der Zitadelle gibt es daher eine uneingeschränkte Empfehlung für diese Schallfolie!

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Post #15195 1.07K

Forwarded from Kanal Sturmzeichen

⚽️👨🏿 Kimmich passte wohl irgendwie nicht mehr in die "Mannschaft"

Der "Große Austausch" im DFB-Kader ist damit so gut wie abgeschlossen. Nur ganz hinten steht jetzt noch ein einsamer Weißer, der sich beschießen lässt und sich vor den anderen in den Schlamm wirft.

🌊 KANAL STURMZEICHEN - @sturmzeichen
Post #15194 1.02K

Forwarded from Deutsche Dichter und Denker

Die unterbrochene Predigt

Beim Gottesdienst auf freiem Felde hielt
Ein wütend Pfäfflein eine Donnerpredigt.
Mit seines Herrgotts schärfsten Blitzen spielt
Das Männlein ungeniert und unbeschädigt.
Er spricht von einer fernen großen Stadt,
Wo eine Seuche alt und jung verschlingt,
Wo Tag und Nacht durch Werk- und Schlummerstatt
Der Wimmerton der Sterbeglocke klingt.
„Seht,“ ruft er, „seht allda den Finger Gottes!
Seht, wie der Herr die Glaubenslosen schlägt!
Gott ist gerecht! Wie auf die Stadt des Spottes
Der Herr nun endlich seine Hand gelegt —“
Er hob den Blick. Da flog ein Vogel, und
Der schloß durch ein Geschenk aus seinem Schoß —
Ein seltner Glücksfall — ihm den losen Mund —
Der Vogel, wie mir schien, war ziemlich groß.
Hier sah der Mann den Finger Gottes nicht,
Und das mit Recht. Denn es bedünkt mich schier:
So viel Gefühl, zu strafen diesen Wicht,
So viel Vernunft besitzt wohl auch ein Tier!


-Otto Ernst Schmidt, geboren am 07.10.1862 in Ottensen – verstorben am 05.03.1926 in Groß Flottbek-
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