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URweiblichkeit ~ Magie der Natur 🌿

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Post #1762 575

Forwarded from UR - Gemeinschaft

Es ist aus der Steiermark ein volkstĂŒmlicher Brauch ĂŒberliefert, der den Zusammenhang mit dem Fruchtbarkeit bringenden wilden Gewittergott Donar, dem Sohn des Wotan, verdeutlicht. Zu Beginn der ,,Schwammzeit"
(NatĂŒrlich an einem Donnerstag, nachdem ersten Donner) sucht man sich einen Fliegenpilz. ZunĂ€chst hĂ€lt man den Pilz zum Wald, dann auf sich selbst und spricht zu ihm: ,,Wenn du mir nicht die guten SchwĂ€mme zeigst, dann schleudere ich dich auf die Erde, dass du zu Staub und Asche zerfĂ€llt."

- Handwörterbuch des Deutschen Aberglauben: Bd. VII, Seite 30, Berlin und Leipzig: de Gruyter, 1935/1936

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Post #1761 532

Forwarded from Freigeist Midgard~Alte Werte Neue Wege

Erntedank / Herbstopferfest / Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche, 23. September

Erntedank wird zur Herbst Tag- und Nachtgleiche 3 Tage lang gefeiert. Hier wird den Göttern fĂŒr die Ernte gedankt, Balder sinkt in die Unterwelt und Iduna, die Göttin der Jugend, wird von den Riesen entfĂŒhrt, was das Ende der Götter einleitet, denn sie ist die HĂŒterin der heiligen Äpfel, die den Göttern ewige Jugend und Unsterblichkeit schenken. Daher wird als Opfer der letzte Apfel am Baum hĂ€ngen gelassen. Außerdem gibt es als Opfer an den Gott Frey einen Eber zum Erntedankschmaus und es wird das „Wodelsbier“ gebraut zu Ehren Wotans (Odin). Aus den letzten Korngarben auf dem Felde wird der Erntedankkranz geflochten. Auch wurde fĂŒr Odins Pferd Sleipnir ein BĂŒschel Korn stehengelassen: „fĂŒr Wotan sein Pferd“. Ein weiterer Brauch war/ist das Binden eines KornbĂŒschels mit bunten BĂ€ndern, als Opfer fĂŒr die Fruchtbarkeitsgöttin Freya. Auch hing man sich ein BĂŒschel Korn oder Hafer mit BĂ€ndern gebunden in die Wohnstube, als Dankopfer fĂŒr Thor.

http://www.hornwall.de/doku.php?id=wiki:riten_und_feste

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Post #1759 677

Forwarded from UR - Gemeinschaft

Arbeitsalltag der BĂ€uerinnen

Die Aufgaben der BĂ€uerinnen waren vielfĂ€ltig. Sie hatten nicht nur an der Feldarbeit teilzunehmen, sondern auch den Garten zu bestellen und alle Arbeiten im Haushalt zu erledigen. Dazu gehörte – neben den alltĂ€glichen Verrichtungen – die Kinderaufzucht und die Herstellung der Materialien fĂŒr die Kleidung sowie ihre Anfertigung.

Die Gesundheit der BĂ€uerinnen war aufgrund ihrer schwĂ€cheren Konstitution hĂ€ufig gefĂ€hrdet, denn gleichzeitig waren viele Frauen fast fortwĂ€hrend schwanger. Jede Entbindung bedeutete ein hohes Risiko, diese nicht zu ĂŒberleben. Wohl auch deshalb wurden Schwangere unter besonderen Schutz gestellt und waren wĂ€hrend der Schwangerschaft beispielsweise von bestimmten Abgaben befreit.
                                                   
Quelle:
Leben im Mittelalter

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Post #1758 641

Forwarded from UR - Gemeinschaft

Arbeitsalltag der Bauern

Der ĂŒberwiegende Anteil der bĂ€uerlichen Arbeit wurde auf den Feldern verrichtet. Der Arbeitstag des Bauern begann bei Sonnenaufgang und endete erst mit dem Einbruch der Dunkelheit. Der Alltag der Bauern war vor allem bestimmt durch den Bauern bei der Erntejahreszeitlichen Zyklus. Im FrĂŒhjahr bestellten sie die Äcker, pflĂŒgten und sĂ€ten aus. Sommer und FrĂŒhherbst waren durch Ernte- und Pflugarbeiten geprĂ€gt.

Die Bauern des Mittelalters waren jedoch nicht nur Feldbauern, sondern auch Viehhalter. Rinder wurden als Zugtiere und als Lieferanten von Milch, Fleisch und Leder gehalten. Auch Schweine zĂ€hlten zum Viehbestand. Diese wurden im Herbst zur Mast in die WĂ€lder getrieben, wo es Bucheckern und Eicheln gab. DarĂŒber hinaus war Federvieh ebenso Bestandteil des bĂ€uerlichen Hofes wie Schafe, die zur Gewinnung von Wolle fĂŒr die Kleidung wichtig waren. Die Versorgung des Viehs war somit – neben der Feldarbeit – eine weitere zeitintensive Verpflichtung.
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Post #1757 969

Forwarded from Freigeist Midgard~Alte Werte Neue Wege

Altweibersommer

Seit dem frĂŒhen 19. Jahrhundert kennt man den Begriff „Altweibersommer“. Dazu muss man wissen, dass regional noch bis etwa 1800 das Jahr sprachlich nur in Sommer und Winter eingeteilt wurde, wobei man den FrĂŒhling und Herbst auch als “Weibersommer” bezeichnete. Im Laufe der Zeit versah man dann den FrĂŒhling mit dem Zusatz “Junger Weibersommer” und folgerichtig wurde der Herbst auch “Alter Weibersommer” genannt.

Es gibt natĂŒrlich regionale Besonderheiten und so kennt man etwa auch die Bezeichnung Ähnlsummer, Mettensommer, Nachsommer, Witwensommer, Michaelssommer, Allerheiligensommer oder fliegender Sommer. In unseren Breiten aber hat sich die Bezeichnung Altweibersommer durchgesetzt, was sich auch daran zeigt, dass es sie nicht nur im deutschen Sprachgebiet, sondern auch in Ungarn und den slawischen LĂ€ndern gibt.
In Frankreich hingegen verwendet man den Begriff „étĂ© indien“ (abgeleitet von dem in den Neuenglandstaaten verwendeten Begriff „Indian Summer“), der 1975 durch ein gleichnamiges Lied von Joe Dassin populĂ€r wurde. In den MittelmeerlĂ€ndern hingegen ist diese Zeit als St.-Martins-Sommer bekannt.

Aber wie auch immer man sie nennt, all diese Namen bezeichnen ein und dasselbe PhĂ€nomen, das sich seit mindestens 200 Jahren nachweisen lĂ€sst, und zwar die jĂ€hrlich wiederkehrende Schönwetterperiode im Herbst, die meist Mitte September beginnt und spĂ€testens Anfang November vorbei ist. Ihr wichtigstes Kennzeichen ist ein stabiles Hochdruckgebiet ĂŒber Mitteleuropa, das sich in klaren, kĂŒhlen NĂ€chten und ungewohnt warmen, fast windstillen Tagen zeigt.
Ein weiteres charakteristisches Zeichen dieser Jahreszeit sind die feinen FlugfĂ€den, die man ĂŒberall beobachten kann. Denn ĂŒber den warmen Böden entwickeln sich tagsĂŒber leichte Aufwinde, auf denen sich junge Baldachinspinnen durch die LĂŒfte tragen lassen um neue Reviere und einen guten Platz fĂŒr den Winter zu finden. Nach kĂŒhlen NĂ€chten nun lassen sich auf den herumschwebenden FĂ€den und Spinnnetzen feine Tautropfen nieder, die im hellen Morgenlicht funkeln und an langes, silbergraues Haar erinnern.

Lange Zeit nahm man an, dass die Menschen durch diese SilberfĂ€den an das Haar betagter Frauen erinnert wurden und sich daher die Bezeichnung „Altweibersommer“ einbĂŒrgerte. TatsĂ€chlich dĂŒrfte der Ursprung dieses Wortes aber ganz woanders liegen.
Denn mit dem Begriff “weiben” wurde im Althochdeutschen einerseits das KnĂŒpfen von Spinnweben bezeichnet, andererseits war es ein Synonym fĂŒr “wabern” oder “flattern”. Heute ist diese Wortbedeutung fast vollstĂ€ndig vergessen, doch in diesem Licht betrachtet merkt man, dass das „Weiber“ in Altweibersommer weniger auf Ă€ltere Damen verweist als vielmehr auf die TĂ€tigkeit der Spinnen. Woraus sich dann eher die Bedeutung „SpĂ€tsommer der webenden Spinnen“ oder „der flatternden Spinnweben“ ergeben wĂŒrde.

Im einfachen Volk wurden diese Spinnweben auch fĂŒr Gespinste von Elfen oder der Nornen gehalten. In christlichen LĂ€ndern glaubte man auch, dass es sich bei den FĂ€den um Garn aus jenem Mantel der heiligen Jungfrau Maria handle, den sie bei ihrer Himmelfahrt getragen hat. Daher bezeichnete man die SpinnfĂ€den auch als Marienhaar, Marienfaden, Herbstgarn, Sommerseide oder „Unserer Lieben Frauen Gespinst“ und den Altweibersommer folgerichtig als “Mariensommer” oder “Fadensommer”.
NatĂŒrlich gibt es noch weitere Bezeichnungen fĂŒr diese „Jahreszeit“ und die verschiedensten Theorien zu ihrer Entstehung, aber das scheinen mir die interessantesten zu sein. Jedenfalls sollte man sich nicht scheuen, sich bei einem Spaziergang mit diesen FĂ€den zu beschmutzen, denn nach einer alten Überlieferung soll es GlĂŒck bringen, wenn sie sich an die Kleidung eines Menschen heften. Nur junge Frauen sollten sich in Acht nehmen. Denn wenn sich fliegende SpinnfĂ€den in ihrem Haar verfangen, dann verheißt das eine baldige Hochzeit.

(Thomas Stiegler)

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Post #1755 776

Forwarded from Freigeist Midgard~Alte Werte Neue Wege

Altweibersommer

Im Schriftsprachlichen wird der “Altweibersommer“ seit Anfang des 19. Jahrhunderts erwĂ€hnt, als man
das Jahr noch in die Winter- und die SommerhĂ€lfte einteilte. Damals wurde der FrĂŒhling “Junger Weibersommer“ genannt, der Herbst hieß “Alter Weibersommer“. Dieser WĂ€rmerĂŒckfall, der uns zwischen Mitte September und Anfang Oktober ein paar strahlend sonnige Tage beschert, wird durch
ein Festlandhoch ĂŒber Osteuropa bestimmt, das trockene Luft nach Mitteleuropa bringt.
Wenn dann ein lauer Wind weht, lassen sich viele kleine Spinnen an ihren zarten FĂ€den durch die Luft pusten. Die Krabbeltiere haben unmittelbar mit der Namensgebung zu tun, denn “Weiben“ ist ein altdeutscher Ausdruck fĂŒr das KnĂŒpfen von Spinnweben. In klaren September-NĂ€chten kĂŒhlt es sich schon stark ab, so dass die vom Tau benetzten Spinnweben in der Morgensonne deutlich zu
erkennen sind. Die glitzernden FÀden erinnern an die langen, silbergrauen Haare Àlterer Frauen.

Schon vor langer Zeit glaubten die Leute daher, dass alte Weiber - damals noch kein Schimpfwort - diese “Haare“ beim KĂ€mmen verloren hĂ€tten. Eine andere im Volksglauben verbreitete ErklĂ€rung hielt die winzigen FĂ€den gar fĂŒr das Werk von Elfen oder “Nornen“. Diese Frauen aus der nordischen Mythologie spinnen den Schicksalsfaden eines jeden Menschen bis zu seinem Tode.

Östliche Legenden fĂŒhrten die weißen SpinnenfĂ€den auch auf die heilige Maria zurĂŒck, die im Herbst mit zahlreichen Jungfrauen umher zieht und das Land mit Seide ĂŒberspannt. Wahlweise sollen die
FĂ€den auch aus dem Mantel stammen, den Maria bei ihrer Himmelfahrt trug. Auf diese christlichen Legenden gehen die vor allem im sĂŒddeutschen Raum bekannten Bezeichnungen “Mariengarn“,
“Marienhaar“ oder “Unserer Lieben Frauen Gespinnst“ zurĂŒck. Den “Altweibersommer“ gibt es ĂŒbrigens nicht nur im deutschsprachigen Raum.

Das WetterphĂ€nomen wird in Schweden als “Birgitta-Sommer“ bezeichnet, die Schweizer reden zuweilen vom “Witwensömmerli“ und in Amerika heißen die sonnigen Tage “Indian Summer“ (Indianer-Sommer). Der amerikanische Name geht auf die Zeit der großen Treks zurĂŒck, als die Weißen nach Westen zogen und die Gebiete der Indianer zu erobern begannen. Die an Zahl und Waffen unterlegenen Ureinwohner wussten sich oft nur mit falschen ZugestĂ€ndnissen zu wehren, um ihre Haut zu retten. Schließlich unterstellten ihnen die Weißen, dass die Indianer z.B. Geschenke nur in heuchlerischer Absicht ĂŒbergaben. Damit wird auch der “Indian Summer“ zum Synonym fĂŒr eine “Mogelpackung“ - gemeint ist ein trĂŒgerischer Sommer, der neben den kalten NĂ€chten zwar warme Tage mit sich bringt, aber schon bald in trĂŒbes Herbstwetter umschlĂ€gt.

Wissen.de

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Forwarded from HELLWACH âšĄïž Der 6. Sinn

Ein Loch im Boden, ein paar Steine, ein Dach darĂŒber. Was hier entsteht, hĂ€lt Kartoffeln, Möhren und Äpfel ohne einen Tropfen Strom durch den ganzen Winter. Der Erdkeller nutzt schlicht das, was die Erde ohnehin liefert: gleichmĂ€ĂŸige KĂŒhle und hohe Luftfeuchte. FrĂŒher stand so etwas hinter fast jedem Haus, heute baut es kaum noch jemand. Sieh dir die vier Schritte an, vom Aushub bis zum fertigen Regal.

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Forwarded from HELLWACH âšĄïž Der 6. Sinn

Der September ist der Monat der leisen Abschiede. Die Rauchschwalben sammeln sich ein letztes Mal vor Afrika, die Mauersegler sind lĂ€ngst weg, und ĂŒber den Feldern stehen bald die ersten Keilformationen der Kraniche. Am Boden lĂ€uft es andersherum: Der Igel frisst sich Winterspeck an, das Eichhörnchen vergrĂ€bt VorrĂ€te, der Rothirsch röhrt. Und der Waldkauz meldet sich zurĂŒck. Alles bereitet sich vor, jeder auf seine Weise. Schau die Tage bewusst hin, es passiert gerade eine Menge.

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Forwarded from Freigeist Midgard~Alte Werte Neue Wege

Das Antwortverhalten zum Wert der Natur, welches im Vergleich zu einer reprĂ€sentativen Bevölkerungsstichprobe in den Niederlanden erfasst wurde, schließt sich dem Bild an, welches sich bereits bei der Frage nach dem VerhĂ€ltnis von Mensch und Natur ergeben hat. Die Ablehnung einer anthropozentrischen Weltsicht fĂŒhrt zu einer starken Betonung bio- /ökozentrischer Aspekte wie dem Eigenwert der Natur, wie auch van den Born (2001) fĂŒr die Gesamtbevölkerung der Niederlande feststellt.
Ebenfalls zeigt sich ein starker Bezug zum Prinzip der Nachhaltigkeit welches mit dem Konzept der (umgekehrten) Ahnenverehrung begrĂŒndet werden kann: „Die Ă€ltesten Ahnen
sind die Götter. Denn wir stammen von den KrĂ€ften ab, die die Natur und uns gebildet haben. Diese KrĂ€fte haben uns mit der Natur verursacht, sind also unsere VĂ€ter und MĂŒtter. Und wir tragen die Gestalt, das Erbe, die „Gene“ (ĂŒbertragen) von diesen Göttern, KrĂ€ften, ersten Ahnen... Und deswegen ehren wir die Natur. Aber auch, weil dieser Ewige Kreis in unseren Kindern weiterbesteht, wenn wir gehen“ (Kommentar eines Respondenten).
Dieser spirituell begrĂŒndete Nachhaltigkeitsgedanke fĂ€llt gesamtgesellschaftlich gesehen völlig aus der Reihe, entspricht jedoch dem Prinzip der Generationengerechtigkeit, welches der anthropozentrischste BegrĂŒndungsansatz des Nachhaltigkeitskonzepts ist (Heubach,2008)

AusfĂŒhrliche Masterarbeit nachzulesen auf https://freidok.uni-freiburg.de/

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Yggdrasil

Yggdrasil, die Weltenesche der germanischen Mythologie ist das geradezu gegenstĂ€ndlich zentralste Kennzeichen fĂŒr die Baumverehrung der Germanen.


„Der Weltenbaum ist kein biologischer Baum, der botanisch bestimmt werden könnte6. Er ist ein kosmologischer Baum, das heißt das geistige Prinzip des Baumes, ein Symbol des Baumes, der im Zentrum der Welt, des Kosmos, dem mythologischen Kern des Universums, steht“ (RĂ€tsch, 2005: 43)

Eine Esche weiß ich, heißt Yggdrasil,
Den hohen Baum netzt weißer Nebel; Davon kommt der Tau, der in die TĂ€ler fĂ€llt. ImmergrĂŒn steht er ĂŒber Urds Brunnen.

Baumverehrung

Den BĂ€umen allgemein sind „außer der Seele und einer Persönlichkeit aber auch ĂŒbermenschliche FĂ€higkeiten zugeschrieben worden: dazu zĂ€hlen heilende und schĂŒtzende Wirkung von BĂ€umen. Diese Vorstellung entwickelte sich bis zur Idee von Wald-/Baumgeistern und Vegetations- dĂ€monen und schließlich zum Baum als Sitz von Gottheiten“ (Siewert, 2002: 98).
Selbst der Mensch stammt nach der germanischen Mythologie von den BĂ€umen ab, da sie von einer Göttertrias aus diesen geschaffen wurden: „Als Börs Söhne8 am Seestrande gingen, fanden sie zwei BĂ€ume [gemeint ist Treibgut, Anm. d. Verf.]. Sie nahmen die BĂ€ume und schu- fen Menschen daraus. (...) Den Mann nannten sie Ask und die Frau Embla9, und von ihnen kommt das Menschen- geschlecht, welchem Midgard zur Wohnung verliehen war“ (Snorra-Edda, Gylf 910).
Das Motiv des Baumes wiederholt sich bei der Götter- dĂ€mmerung (Ragnarökr), welche nur von einem einzigen Menschenpaar11 ĂŒberlebt wird, weil sie sich „im Holze Hoddmimis (Simek, 2006: 245), gemeint ist wahrscheinlich Yggdrasil selbst, versteckt halten. Es handelt sich dabei offensichtlich um eine Reduplikation der Anthropogonie, die aus dem zyklischen Aufbau der eddischen Eschatologie verstĂ€ndlich wird.“

Heidentum als moderne Weltanschauung?

Im Denken und Verhalten der (neuen) Heiden gegenĂŒber der Natur zeigt sich der allgemeine Zeitgeist, welcher sich seit Ende des 20. Jahrhunderts feststellen lĂ€sst. Dieser ist „vermutlich verursacht, durch ein zunehmendes Bewusstsein der Unkontrollierbarkeit der Folgen der Naturzerstörung“ (Auffarth, 2006: 365). Der Mensch erkennt hierdurch nicht nur seine Ab- hĂ€ngigkeit von der Natur, sondern auch seine Verantwortung ihr gegenĂŒber, welche ihm durch seine FĂ€higkeiten gegeben ist. Dabei ist in den Augen einiger (neuer) Heiden der Mensch nicht allein verwoben mit der Natur, sondern (zumindest in einer ideellen Vorstellung) völlig integriert, ohne sich von ihr zu erheben: „Die Natur als solche begreifen wir als unseren Ursprung und Ziel, ihre Gesetze und Regeln bilden die Grundlage allen Lebens. Wir sind „nur“ ein Teil des Ganzen - unser Sein und Schicksal folgt dem Ganzen“ (Asatru Schweiz, 2011).

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Post #1748 768

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Einstellung neuer Heiden zur Natur

Das Wiederaufgreifen des Heidentums ist in Mittel- und Nordeuropa in den letzten Jahrzehnten eine kleine, aber wachsende religiöse Erscheinung.
Dabei sehen sich die (neuen) Heiden, die meist nicht als neue Heiden bezeichnet werden wollen, in einer Tradition, welche vor der Christianisierung Europas verbreitet war, jedoch sowohl in geschichtlichen Zeugnissen als auch in gelebtem Brauchtum ihren Weg bis in die heutige Zeit gefunden hat.
Heutige Heiden legen diese ĂŒberlieferte Tradition in unterschiedlichsten Interpretations- formen ihren Lebens- und Wertvorstellungen zugrunde und beanspruchen fĂŒr sich eine völlig andere, weil ursprĂŒngliche Ansicht gegenĂŒber der Natur. Dabei wird die einfache und aufgrund der Zeitepoche naturnahe Lebensweise der Ahnen (konkret oder im Geiste) als ideelles Vorbild fĂŒr das heutige Leben gesehen. Es soll keineswegs die technische Entwicklung der Moderne rĂŒckgĂ€ngig gemacht, sondern ein Weg „zurĂŒck zu den Wurzeln“ aufgezeigt werden anhand von Kulturen, die im Alltag in Vergessenheit geraten sind.

Heidentum – Geschichte und Bedeutung des Begriffs

Der Begriff Heidentum bzw. Heide war der Bevölkerung Mitteleuropas vor der Christianisierung fremd. Als Selbstbezeichnung wurden die Namen der jeweiligen StÀmme genutzt, eine Trennung in Religionsgruppen war unbekannt, auch von Seiten der römischen Besatzer.
Das Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens (BĂ€chtold-StĂ€ubli, 1927-1942: 1635) gibt als wahrscheinliche Wortherkunft an, „daß das Wort zu germ. haiÞa »Wildland, Heide« zu stellen ist. Ahd. heidan, ags. haeÞen usw. habe zunĂ€chst »Heideleute, Wildnisbewohner«, dann »Wilde, Barbaren« bedeutet“.
Weiter heißt es dort: „Unter dem Einfluß der angelsĂ€chsischen Mission erhielt es dann auch in Deutschland den speziellen Sinn des Nichtchristen. Heide wurde zu einem Sammelwort fĂŒr alle Erscheinungen, die außerhalb des Rahmens der Christenheit in rĂ€umlicher und zeitlicher Hinsicht sich befinden“. Damit fasst dieser exkludierende Begriff ursprĂŒnglich alle atheistischen und andersreligiösen Gruppierungen jenseits der christlichen Kirche zusammen.
Ebenda wird beschrieben, dass der Ausdruck eine Religionsgemeinschaft voraussetzt. Daher ist er nicht grundsĂ€tzlich mit „Gottlosigkeit“ gleichzustellen.

Heidentum als Naturreligion

Der Begriff Naturreligion hat Ă€hnlich wie die Definition des Heidentums selbst einen Bedeutungswandel erfahren. Wurden frĂŒher die (primitiven) Stammesreligionen (PrimĂ€rreligionen) als „Naturreligionen“ bezeichnet (Brockhaus Religionen, 2004: 465), so findet der Begriff heute in diesem Sinne kaum mehr Verwendung. Auffarth (2006:368) gibt dazu an: „Die europĂ€ische Begriffsbildung steht zunĂ€chst in der Tradition der Typologie, die Paulus in Röm 2-3 gibt: Naturreligionen, Gesetzesreligionen und Freiheitsreligionen der Christen. Die AnhĂ€nger der Naturreligion erscheinen als pervers, weil sie anstelle des Gottes, der die Dinge geschaffen hat, die geschaffenen Dinge (Natur) anbeten“. „Mit dem Aufstieg der Naturwissenschaften beginnt die positive Wertung der Naturreligion gegenĂŒber der willkĂŒrlichen und kĂŒnstlichen Religion der Offenbarung und der Schrift“ (ebd.).
Als Wegbereiter fĂŒr die Positivwandlung des Begriffs wird die Lebensreform um 1900, sowie die Ökologiebewegung der 1970er Jahre ebenda angegeben. So bedeutet heute die AnhĂ€ngerschaft zu einer Naturreligion, was die meisten (neuen) Heiden fĂŒr sich als zentral empfinden, die kritische Auseinandersetzung mit der modernen westlichen Gesellschaft und die spirituelle Orientierung an der Natur. So nennt etwa Carr-Gomm (2009: 18) als Grund fĂŒr die Faszination des Druidentums die „Liebe zur Natur“ und das „Bedauern darĂŒber, wie diese ausgebeutet und zerstört wird“. Im Vordergrund steht also die Suche „nach einer SpiritualitĂ€t, in der die Natur geehrt wird und die mit ihr im Einklang steht, anstatt von ihr abgetrennt zu sein“ (ebd.).

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Post #1746 799

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September
Scheiding

Bedeutung:
Scheiding leitet sich von scheiden ab, d.h. das Abschiednehmen vom Sommer. Der Sommer nicht sich dem Ende entgegen, die Obsternte beginnt und der Herbst hÀlt Einzug.

Weitere deutsche Alternativen:
Herbsting, Herbstmond, Holzing, Holzmond, Waldmond

„Einst hatten wir Namen fĂŒr die zwölf Monde, bei denen wir uns etwas denken konnten. Sie bestanden nicht aus Papier und Blech, sie hatten Leben und Farbe, BlĂŒhten wie die Blumen am Rain und ragten wie die EichbĂ€ume des Waldes. Auf dem Boden unserer innersten Eigenart waren sie gewachsen, sie flĂŒsterten zu uns von verborgener Weisheit und rauschten kostbare Geheimnisse.“

- Hermann Löns

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Forwarded from UR - Gemeinschaft

heiß ausgespĂŒlte Flaschen fĂŒllen und sofort verschließen.

Geschmack

KrĂ€ftiger Holunder trifft auf sĂŒĂŸe Pflaume und frischen Apfel. Zimt, Ingwer und Kardamom geben dem Saft eine warme, wĂŒrzige Note.

Nordische Note

Die dunklen Beeren, FrĂŒchte und GewĂŒrze machen diesen Saft zu einem krĂ€ftigen, rustikalen GetrĂ€nk, das hervorragend zu einer nordisch inspirierten Tafel passt.

Wichtig

Holunderbeeren niemals roh oder unzureichend erhitzt verwenden. Sie mĂŒssen vollstĂ€ndig erhitzt werden. Auch die Stiele sollten entfernt werden. Rohe bzw. unzureichend erhitzte Holunderbeeren können Magen - Darm - Beschwerden verursachen.

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