đ§ Legionellen â Bei Massenvermehrung in der heimischen Warmwasserleitung eine echte Gesundheitsgefahr!
Diese Bakterien finden sich als ganz natĂŒrlicher Bestandteil in OberflĂ€chengewĂ€ssern & im Grundwasser. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) kann es in technischen Wassersystemen bei Temperaturen von 25°C - 45°C zu einer besonders starken Vermehrung von Legionellen kommen. Gesundheitlich problematisch ist dabei das Einatmen von keimbelastetem Wasser als Aerosol, zB beim Duschen.
Es kann zur Infektion mit dem grippeĂ€hnlichen Pontiac-Fieber oder auch zur LegionĂ€rskrankheit kommen. Letztere zeigt sich in einer schweren LungenentzĂŒndung & verlĂ€uft âunbehandelt in 15-20% der FĂ€lle tödlichâ. In Deutschland ist diese so exotisch klingende Erkrankung gar nicht so selten. 2024 wurden allein in Hessen 171 FĂ€lle von Legionellose registriert.
GefĂ€hrdet sind vor allem Menschen mit geschwĂ€chtem Immunsystem. Vorsicht ist geboten bei selten genutzten & technisch schlecht gewarteten Warmwasseranlagen & -behĂ€ltern. Laut Landesam fĂŒr Gesundheit & Soziales in Berlin: âDie in den vergangenen Jahren gemeldeten LegionellosefĂ€lle zeigen, dass das Infektionsrisiko keineswegs nur auf öffentlich genutzte GebĂ€ude wie Schulen, KrankenhĂ€user oder Altenheime beschrĂ€nkt istâ. Im Haushalt gelten âKlimaanlagen, Luftbefeuchter, Whirlpools, Respiratoren, Vernebler & Sauerstoffsprudlerâ als weitere Infektionsquellen.
Grund- & Trinkwasser werden auch durch die industrielle Landwirtschaft kontaminiert! Laut Bundesumweltamt darf âdas Gesundheitsamt nach Trinkwasserverordnung bei chemischen QualitĂ€tsparametern Abweichungen vom Grenzwert vorĂŒbergehend zulassen, sofern sie gesundheitlich unbedenklich sind, ein einwandfreies Wasser anderweitig nicht verfĂŒgbar ist & der Wasserversorger einen Sanierungsplan vorlegt. Falls die zugelassene Abweichung fĂŒr bestimmte Bevölkerungsgruppen doch eine besondere Gesundheitsgefahr bedeuten könnte, stellt das Gesundheitsamt sicher, dass diese informiert & gegebenenfalls auf zusĂ€tzliche SchutzmaĂnahmen hingewiesen werdenâ.
â Nitrat im Grundwasser
Ein zunehmendes Problem stellt Nitrat im Grundwasser dar. Es stammt aus ĂŒberhöhten EintrĂ€gen von DĂŒngemitteln durch die Landwirtschaft. Dabei spielt es keine Rolle, ob hier mineralische DĂŒnger aus der Chemieindustrie oder organische DĂŒnger aus der Tierhaltung zum Einsatz kommen. 22,2% der 1291 deutschen Grundwasserkörper ĂŒberschreiten den Schwellenwert von 50 mg Nitrat je Liter. Bei SĂ€uglingen bis zum Alter von 3 Monaten kann es durch Umwandlung im Körper von Nitrat zu Nitrit zu einer Störung der Sauerstoffaufnahme kommen, bekannt als SĂ€uglingszyanose. Stellt ein Wasserversorger erhöhte Nitratwerte im Rohwasser fest, wird es so lange mit unbelastetem Wasser verdĂŒnnt, bis die zulĂ€ssigen Grenzwerte wieder erreicht werden. Kurzfristig kann man so agieren, langfristig wĂ€chst hier eine Gefahr fĂŒr die QualitĂ€t unseres Trinkwassers.
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