John D. Rockefeller, der als Ölmogul etwa 90% aller US-amerikanischen Ölraffinerien kontrollierte, nutzte die wissenschaftliche Entdeckung von Petrochemikalien um das Jahr 1900 als Grundlage für den Aufbau des modernen Pharmasystems. Als Wissenschaftler feststellten, dass sich aus Erdöl synthetische Chemikalien, Medikamente & Vitamine herstellen ließen, ergab sich erstmals die Möglichkeit, medizinische Wirkstoffe rechtlich zu patentieren. Rockefeller erkannte darin die Gelegenheit, neben dem Ölmarkt auch den Gesundheitssektor zu monopolisieren.
Zu diesem Zeitpunkt wurde die Naturheilkunde noch von etwa der Hälfte aller medizinischen Fachkräfte in den USA praktiziert. Da natürliche Heilmittel jedoch nicht patentierbar waren, stellten sie eine kommerzielle Konkurrenz für die petrochemischen Präparate dar. Um diese Konkurrenz zu verdrängen, bediente sich Rockefeller der Strategie der sogenannten „Problem-Reaktions-Lösung“:
🗞 Der Flexner-Bericht:
Mit Schützenhilfe des Industriellen Andrew Carnegie entsandte die Carnegie Foundation Abraham Flexner, um die medizinischen Hochschulen der USA zu evaluieren. Der Bericht bewertete die bestehenden Einrichtungen niederschmetternd.
📚 Zentralisierung & Verbote:
Rockefeller präsentierte daraufhin ein Konzept zur Neugestaltung & Zentralisierung des medizinischen Bildungswesens. In der Folge wurde etwa die Hälfte aller medizinischen Universitäten geschlossen, die Naturheilkunde sowie die Homöopathie aus den Lehrplänen gestrichen & ganzheitlich praktizierende Mediziner teilweise gerichtlich verfolgt oder inhaftiert.
💸 Gezieltes Sponsoring:
Um die Kontrolle über die medizinische Ausbildung dauerhaft abzusichern, spendete Rockefeller 100 Millionen Dollar an ausgewählte Universitäten. Zudem gründete er mit Frederick T. Gates das mit 180 Millionen Dollar dotierte General Education Board. Forschungsgelder wurden bevorzugt an Institute vergeben, die pflanzliche Wirkstoffe isolierten, chemisch nachbauten & patentierungsfähige synthetische Medikamente entwickelten. Bis Mitte der 1950er-Jahre war ein Großteil der Mikronährstoffe in künstliche Formen umgewandelt worden.
Nach Darstellung des Codex Humanus verdrängte dieser historische Monopolisierungsprozess die ursächliche Naturheilkunde aus den akademischen Lehrinhalten. Da die für Zulassungsstudien erforderlichen Milliardeninvestitionen nur durch Patentrechte refinanzierbar sind, fokussierte sich die Medizin in der Folge auf synthetische Wirkstoffe & eine symptomorientierte Behandlung.
Der Zusammenhang zwischen Patenten & Naturmedizin wird im Codex Humanus als das ursächliche ökonomische Kernproblem für die Verdrängung natürlicher Heilmethoden beschrieben:
● Fehlender Patentschutz für Naturstoffe.
● Die Kostenhürde bei Zulassungsstudien:
Da Studienergebnisse nach der Publikation Allgemeingut sind, würde ein Pharmaunternehmen bei einem unpatentierbaren Naturmittel auf den Immensen Zulassungskosten sitzen bleiben, während die Konkurrenz das Produkt ohne eigenen Rechercheaufwand vertreiben könnte. Aus rein wirtschaftlichen Erwägungen finanziert die Industrie daher keine offiziellen Zulassungsstudien für reine Naturstoffe.
● Entwicklung synthetischer Nachbauten:
Um Patente & weltweite Exklusivrechte zur Refinanzierung der Forschungssummen zu sichern, analysiert die Pharmaindustrie die Wirkungsweisen von Naturstoffen, isoliert einzelne Einzelwirkstoffe oder baut diese künstlich nach. Nur diese synthetisch veränderten Moleküle lassen sich rechtlich patentieren & als gewinnbringende Medikamente vermarkten.
● Konsequenzen für die universitäre Lehre:
Ohne den Status einer „repräsentativen Studie“ finden sie keinen Eingang in die Lehrbücher der Universitäten, weshalb Medizinstudierende in ihrer Ausbildung kaum Kenntnisse über die therapeutischen Potenziale unpatentierter Naturstoffe erlangen.
Mehr dazu im Codex Humanus Podcast:
📱 Immunregulation mit Kolostrum & Ananasenzymen
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