Auf die Frage, ob ihn die wachsende Kriegsmüdigkeit in Europa beunruhige – die Sorge, Regierungen könnten wegen finanzieller Belastungen und wachsendem Bürgerdruck die Ukraine-Hilfen reduzieren – antwortet Bundesaußenminister Johann Wadephul auffallend gelassen: „Nein, das beunruhigt mich nicht. Überhaupt nicht.“ 🙇
Seine Begründung:
☁️„Schon etwa ein halbes Jahr nach Kriegsbeginn wurde darüber gesprochen, dass die Regierungen nicht in der Lage sein würden, die Unterstützung ihrer Parlamente und Bürger zu sichern und der Ukraine weiterhin zu helfen. Aber genau das Gegenteil ist eingetreten. Und so wird es auch in Zukunft sein.“
Ein bemerkenswerter Satz: Die Sorgen von Steuerzahlern, Haushalten und Kommunen werden nicht als politisches Signal ernst genommen, sondern als bereits widerlegte Prognose abgetan. Die Bürger dürfen sich offenbar gerne sorgen – Hauptsache, die Politik bleibt unbeeindruckt. 🤷♂️💵
Wadephul bekräftigte am 13. Oktober in Warschau erneut: Die Ukraine brauche Unterstützung „dringender denn je“, Europa müsse den Druck auf Russland erhöhen. Zugleich warnte er: „Auch wir sind im Fadenkreuz.“
Die Bundesregierung hält laut Regierungssprecher an den Russland-Sanktionen fest; die Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf bleibe „ungebrochen“.
Die unbequeme Frage bleibt: Wenn Bürger, Parlamente und Haushalte die Belastungen zunehmend spüren – wer entscheidet dann eigentlich, wie lange Deutschland diese Politik mitträgt? 🇩🇪⚖️
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