„Keine Frau sollte das Recht haben, zu Hause zu bleiben, um ihre Kinder großzuziehen. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, denn wenn es diese Wahl gibt, werden sich zu viele Frauen dafür entscheiden.“
"Dieses Zitat stammt von der einflussreichen französischen Philosophin und Feministin Simone de Beauvoir. Es wurde in den siebziger Jahren in einem Interview mit Betty Friedan geäußert.
[...]
De Beauvoir argumentierte hier radikal: Die traditionelle Rolle als Hausfrau und Mutter sei keine echte freie Entscheidung, sondern das Ergebnis gesellschaftlicher Konditionierung. Deshalb müsse der Gesellschaft diese Option strukturell genommen werden, um Frauen in die Erwerbsarbeit zu zwingen.
De Beauvoir, bekannt durch ihr Werk Das andere Geschlecht (1949), sah Mutterschaft und häusliche Arbeit oft als Hindernis für die Emanzipation der Frau. Das Zitat zeigt eine autoritäre Tendenz innerhalb bestimmter Strömungen des Feminismus: Nicht mehr individuelle Freiheit, sondern die Erzwingung eines bestimmten Lebensmodells durch den Staat oder die Gesellschaft.
Faktenbasiert betrachtet hat sich genau das Gegenteil gezeigt, was viele Frauen empirisch bestätigen: Wo echte Wahlfreiheit [...] besteht, entscheiden sich tatsächlich viele Mütter – zumindest phasenweise – für mehr Zeit mit ihren Kindern. Studien zur Lebenszufriedenheit und kindlichen Entwicklung unterstützen oft die Bedeutung früher elterlicher Präsenz."
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