“Kolonisator Cecil Rhodes
"Der Eingeborene muss wie ein Kind behandelt werden"
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Rhodes (1853 bis 1902) glaubte an eine zivilisatorische Mission der "britischen Rasse". Sein Biograf Brian Roberts fand denn auch in Hitlers "Mein Kampf" Passagen, die "Cecil Rhodes verfasst haben könnte". Allerdings wollte Rhodes keine Völker ausrotten. "Der Eingeborene muss wie ein Kind behandelt werden", erklärte er.
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Nun alarmierte Rhodes das Mutterland, zumal im Osten der Region die Portugiesen ihre Kolonie Mosambik errichteten und auf der Atlantikseite Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia) ausgerufen wurde. Mit diesen potentiellen Verbündeten, fürchtete der Tycoon, könnten die Buren die Vorherrschaft in Südafrika erringen. Im Dezember 1895 versuchten 478 Söldner des Konzerns, die Burenrepublik Transvaal für England zu erobern. Der Putschversuch scheiterte; der deutsche Kaiser bekundete dem Buren-Führer Paul "Ohm" Krüger seine Solidarität. Die "Krüger-Depesche" aus Berlin provozierte die Briten. In der Folge kam es zum ersten großen Krieg zwischen Weißen auf afrikanischem Boden.
Der Burenkrieg (1899 bis 1902) wurde Englands größter und kostspieligster Waffengang seit den Napoleonischen Kriegen. Die Briten glaubten, ihren zahlenmäßig weit unterlegenen Gegner mit 75.000 Soldaten besiegen zu können, mussten schließlich aber 450.000 Männer aus dem gesamten Empire in den Kampf schicken. Sie hatten 22.000 Tote zu beklagen. Auf der burischen Seite starben 34.000 Menschen, davon 28.000 als Zivilgefangene in "Concentration Camps". Die Briten internierten die Bevölkerung, denn die Buren führten einen Guerillakrieg, um gegen die britische Überlegenheit Erfolg zu haben."
Quelle: Der Spiegel, 07.03.2013
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