Die Wurzeln der UN: Das Netzwerk hinter den Kulissen
Cecil Rhodes gründete im Jahr 1891 gemeinsam mit Lord Alfred Milner (der von 1916 bis 1918 als einflussreichstes Mitglied im Kriegskabinett von David Lloyd George diente) und dem Verleger William T. Stead die Geheimorganisation »Society of the Elect«. Aus dieser Verbindung ging später das Round Table Movement hervor. Ebenfalls von Beginn an involviert war Walter Rothschild als Repräsentant der mächtigen Finanzdynastie. Rhodes agierte dabei strategisch als Agent der Rothschilds, die ihn maßgeblich beim Aufbau des Diamantenkonzerns De Beers unterstützten. Vermittelt wurde diese Verbindung durch Lord Randolph Churchill – den Vater des späteren Premierministers Sir Winston Churchill –, der ein enger Freund und Berater der Bankiersfamilie um Nathan Rothschild war.
Der enorme Einfluss dieses Netzwerks zeigte sich unter anderem bei der Balfour-Deklaration im Jahr 1917, deren treibende Kräfte Walter Rothschild und Alfred Milner waren. Laut Tom-Oliver Regenauer waren es die Aktivitäten dieser Gruppierung, die den Ersten Weltkrieg vorbereiteten und den Weg für globale Machtstrukturen ebneten. Während die Akteure im Hintergrund Kriege forcierten, inszenierten sie sich nach außen hin als Architekten des Weltfriedens. Aus dieser Dynamik heraus entstand zunächst der Völkerbund, der nach dem Zweiten Weltkrieg schließlich in den Vereinten Nationen (UN) aufging.
Aus genau diesem geopolitischen Netzwerk entsprangen in der Folgezeit auch einflussreiche Denkfabriken wie das britische Chatham House sowie das US-amerikanische Council on Foreign Relations (CFR).
Während Regenauer diese Rothschild-Verbindungen in seinen Artikeln detailliert herausstellt, hat er sie in dem Interview bei Ungeskriptet by Ben leider unerwähnt gelassen. Durfte im Podcast nicht tiefer auf solche Details eingegangen werden oder war hier bewusste Vorsicht im Spiel?
Quelle
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