🚶 Nicht nur, wie viel wir uns bewegen, sondern auch wie intensiv
Der Rat „einfach mehr bewegen“ ist so oft zu hören, dass sich eine logische Frage stellt: Spielt es wirklich eine Rolle, wie genau wir unsere tägliche Aktivität sammeln?
Am 15. September wurde eine große Analyse von Daten von 147.414 Erwachsenen veröffentlicht, deren körperliche Aktivität mit Beschleunigungsmessern gemessen wurde — also nicht, indem die Menschen gefragt wurden, wie viel sie spazieren gehen, sondern indem die Bewegung objektiv erfasst wurde.
Die Forschenden bewerteten getrennt leichte, moderate und intensivere Aktivität und setzten sie mit der späteren Sterblichkeit in Beziehung. Das Bild war ziemlich interessant: Mehr Aktivität war mit einem geringeren Risiko verbunden, aber dieselbe Zeitspanne, die mit Bewegung unterschiedlicher Intensität verbracht wurde, war nicht vollständig gleichwertig.
Das bedeutet nicht, dass ein Spaziergang nun „nicht zählt“. Für einen bewegungsarmen Menschen bleibt der Übergang vom Sofa zu normalem Gehen eine enorme Veränderung. Aber wenn ein grundlegendes Maß an Bewegung bereits vorhanden ist, kann man einen Teil der Zeit nach und nach intensiver gestalten — zum Beispiel schneller gehen, einen Hügel hinaufsteigen oder das Fahrrad wählen.
Genau deshalb ähneln moderne Empfehlungen immer weniger einer Debatte „Gehen oder Sport?“. Beide Varianten sind nützlich, nur erhält der Körper von ihnen etwas unterschiedliche Reize.
🔬 Quelle: International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity — Studie vom 15. September.
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