Alle hatten Angst vor einer Weltkatastrophe, sie war aber unvermeidlich (2/2)
#geostrategie
Als Endergebnis fällt die Welt in verschiedene Teile / Panregionen auseinander. Sehen Sie sich nur die Veränderung des Stellenwertes und die Möglichkeiten verschiedener Länder in den letzten 20 Jahren, diese Prozesse beschleunigen sich. Die USA haben sich de facto aus dem Nahen und dem Mittelosten zurückgezogen, Europa kommt in den Jahren 2024-2025 und der Fernost 2026-2027 dran. In der ganzen Welt beginnt der Kampf um den Anspruch die eigene Panregion zu bilden. Dafür muss 300-500 Millionen Industriebevölkerung konsolidiert und ein geschlossenes Wirtschaftssystem aufgebaut werden, außerdem bedarf man eigener sicherer Technologieketten (autarke Industrie).
In den nächsten 2-3 Jahren erwartet uns eine Katastrophe/Crash, in den 1-2 Jahren danach werden die Panregionen gebildet, darauf folgen 5-7 Jahre des wirtschaftlichen Regenerationswachstums auf Basis der Prinzipien der vierten (industriellen) und der fünften (postindustriellen) technologischen Wirtschaftsordnung. 2035-2040 werden führende Länder in die transindustrielle Wirtschaft übergehen (die sechste technologische Ordnung/Form, die durch additive Technologien, die Robotisierung, den geschlossenen Kernkreislauf usw. gekennzeichnet wird). All diejenigen, die diesen Übergang nicht schaffen, verlieren den eigenen Subjektstatus und werden durch andere verschlungen.
Um eine Panregion bilden zu können, muss man sich von der Katastrophe der globalen Welt maximal distanzieren, veraltete Prinzipien aufgeben, eine wirtschaftliche Mobilisierung starten, mit dem Prozess der Erneuerung / Rotation der Elite anfangen. Russland hat sich als erstes Land dazu entschlossen. Möglicherweise weil man verstanden hat, dass man ohne einen starken Stressfaktor und den Druck von außen die Kompradoren in der Elite, die sich in den 90er Jahren dort eingenistet haben, nicht loswird. Ich habe erst in 1-2 Jahren damit gerechnet, anscheinend wollte oder konnte man nicht länger warten…
Die Ereignisse in der Ukraine sind für Russland in erster Linie innenpolitisch wichtig, da dadurch die Chance für die Erneuerung/Rotation der Elite und die Möglichkeit entsteht, nach dem liberalen Zeitalter alles in Ordnung zu bringen. Den gleichen Weg werden auch alle anderen gehen müssen – die Wirtschaft und das soziale Leben zu mobilisieren, die Ressourcen zu konzentrieren, die direktive zentralisierte Planung einzuführen. Diejenigen, die das nicht tun, verschwinden in den nächsten Jahrzehnten als Land und als Volk.
Für Russland gibt es keinen Weg mehr zurück, jetzt kann es nur nach vorne gehen. Kurzfristige Probleme werden für den mittel- und langfristigen Vorteil in Kauf genommen, Perspektiven und Aussicht auf eine Zukunft.
Ach ja, im Moment läuft alles gut und nachvollziehbar. Die ganze Welt wird es schwer haben, aber daraus ergibt sich eine Chance auf eine Zukunft. Es ist ein Pokerspiel all-in.
Originaltext in Russisch können Sie hier folgen
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