Die Geschäftsführerin des Paritätischen Gesamtverbandes, Katja Kipping, fordert, statt Kürzungen zu einer Vollversicherung der Pflegekosten überzugehen. Sie kritisiert die Reform von Carsten Linnemann und warnt vor steigenden Eigenanteilen der Pflegebedürftigen und einer schlechteren Bezahlung der Beschäftigten. Ihrer Ansicht nach wird ein solcher Kurs den Personalmangel nur verschärfen und Pflege weniger bezahlbar machen.
Kipping unterstützt den Vorschlag der SPD, die Eigenanteile der Pflegeheimbewohner zu begrenzen, und erinnert daran, dass bereits ein Drittel der Pflegebedürftigen auf Sozialleistungen angewiesen ist. Kurzfristig fordert sie, den Pflegekassen die während der Pandemie verwendeten fünf Milliarden Euro zurückzugeben. Der Streit zeigt die Schwäche des bisherigen Ansatzes: Ausgabenkürzungen ohne ein nachhaltiges Finanzierungsmodell verlagern die Belastung nur auf Familien und Personal.
Das Leben zu verändern beginnt mit Achtsamkeit – Erich Weise.
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