»Der wissenschaftliche Begriff für die Tagundnachtgleiche lautet Äquinoktium. Im Frühjahr werden die Tage nach der Tagundnachtgleiche länger, im Herbst deutlich kürzer. Dieses beeindruckende Phänomen ist auch unseren Vorfahren bereits vor langer Zeit aufgefallen und hatte große Bedeutung für sie.
Am Tag der Tagundnachtgleiche im Herbst feierten die Kelten Mabon. Sie dankten den Göttern für die eingefahrene Ernte und feierten bis zum nächsten Vollmond. Damit verbunden war für die Kelten die Ehrerbietung an ihre Ahnen und die Besänftigung finsterer Kräfte.
Daher wurden an Mabon die besten Früchte zu Ehren der Götter und der Ahnen geopfert. Dabei hatte die Zahl drei eine besondere Bedeutung für die Kelten. Die ersten drei Früchte oder Ähren wurden am Baum beziehungsweise auf den Feldern stehen gelassen, die letzten drei ebenfalls.
Gleichzeitig markiert Mabon in der Mystik eine Schwelle zur Anderswelt, zu besonderen Gefühlszuständen. Es gilt als das Fest, an dem man sich nach innen orientiert, ins Reich der Erdmutter. In der keltischen Mythologie ist der namensgebende Mabon der Sohn der Erdmutter Modron, der im Alter von drei Tagen verschwand und schließlich in der Anderswelt, der Bauchhöhle der Erde, wiedergefunden wurde.«*
Feiere bis zum 20 Oktober 2021, denn dann ist der nächste Vollmond.
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