Folgender Text wurde mir letztens zugespielt.
Große Marken (Hershey's, Oreo, Kinder, Mars) haben damit begonnen, Vanille aus Erdöl herzustellen - unter Verwendung von Guajakol und petrochemischen Verfahren: Der Rohstoff wird oxidiert, thermisch behandelt und chemisch gereinigt, um Vanillinmoleküle herzustellen. Dieses künstliche Vanillin wird Riegeln mit einem Kakaoanteil von nur 11 % zugesetzt, so dass das Produkt offiziell als Milchschokolade bezeichnet werden darf.
Das ist schon lange Praxis, denn so viel Vanille, wie geschmacklich verwendet wird, wächst nicht.
Es handelt sich um VANILLIN. Das wird synthetisch produziert. Doch die meisten kaufen den günstigen Vanillin-Zucker statt eine teure Vanille-Schote.
Vanillin, der Hauptaromastoff der Vanille, wurde erstmals 1858 von Nicolas-Théodore Gobley isoliert. Die erste erfolgreiche chemische Synthese gelang 1874 den deutschen Chemikern Wilhelm Haarmann und Ferdinand Tiemann, was den Grundstein für die industrielle Produktion legte.
Vanillearoma, meist als synthetisches Vanillin, wird zu etwa 85 % aus dem fossilen Rohstoff Erdöl (via Guajacol) hergestellt. Da der weltweite Bedarf die Produktion echter Vanille bei Weitem übersteigt, ist dieses künstliche Verfahren kostengünstig und weit verbreitet. Es ist chemisch identisch mit natürlichem Vanillin, darf aber nicht als »natürlich« bezeichnet werden.
Wichtige Fakten zu Vanillearoma aus Erdöl:
👉 Rohstoff: Hauptsächlich Erdöl (petrochemisch), seltener Holzabfälle (Lignin).
👉 Häufigkeit: Über 90 % des weltweit konsumierten Vanillins ist synthetisch.
👉 Kennzeichnung: Steht nur »Aroma« auf dem Produkt, handelt es sich meist um synthetisches Vanillin.
👉 Unterschied: Künstliches Vanillin ist oft intensiver als echte Vanille, aber geschmacklich weniger komplex.
👉 Alternative: Nachhaltige Verfahren zur Gewinnung aus Lignin (Abfallprodukt der Papierindustrie) werden weiterentwickelt.
Die Herstellung aus Erdöl ist ein Standardverfahren der Industrie, um die enorme Nachfrage nach Vanillearoma, zum Beispiel in Backwaren oder Eis, zu decken.*
Weitere Ausgangsstoffe und Verfahren:
📍 Vanilleschoten: Hochwertiges natürliches Vanillin wird durch Extraktion mit Alkohol-Wasser-Gemischen aus den Schoten gewonnen.
📍 Lignin: Aus Sulfitablaugen der Papierindustrie wird Vanillin chemisch abgespalten; dies ist eine günstige Methode, die einen Großteil des industriellen Vanillins liefert.
📍 Ferulasäure: Natürliches Vanillin kann durch Fermentation von Ferulasäure, die hauptsächlich aus Reiskleie gewonnen wird, produziert werden.
📍 Eugenol: Gewürznelkenöl (enthält Eugenol) kann durch Oxidation (z. B. mittels Ozon) in Vanillin umgewandelt werden.
📍 Guajacol: Ein synthetischer Ausgangsstoff, der aus Holz/Harz gewonnen oder petrochemisch hergestellt wird, um synthetisches Vanillin zu produzieren. *
✏️ Echte Vanille kommt in Schoten aus Mexiko, Madagaskar, Indonesien. Sie ist die Kapselfrucht des Vanillebaums, einer bis zu 15 Metern großen Kletterorchidee. Die Gewürzvanille lässt sich auch als dekorative Zimmerpflanze ziehen.
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