🔸 Gewöhnlicher Natternkopf 🔸
Der zweijährige gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare) ist eine einheimische Charakterpflanze sonniger, sandig-mineralreicher Standorte und auf Ruderalstellen, Heiden, Waldrändern und Trockenrasen häufig anzutreffen. Das Mitglied der Raublattgewächse (Boraginaceae) wird 40 — 80 cm hoch. Mit zunehmendem Alter bildet er eine bläulich-rötliche Rübe, der im ersten Jahr eine bodennahe Blattrosette und im zweiten Jahr zusätzlich ein oder mehrere aufrechte runde Stängel entspringen.*
Stängel und Blätter sind wie bei allen Raublattgewächsen dicht mit Borsten besetzt. Typisch für die Triebe sind winzige rote Flecken. Die fünfzähligen zygomorphen Blüten erscheinen von Mai bis September und stehen in großen endständigen Ähren — botanisch korrekt handelt es sich um Thyrsen mit Wickel-Zymen — und sind anfangs rot, später leuchtend blau. Aus ihnen entwickeln sich die vierteiligen Klausenfrüchte mit glatten schwarzen Samen.*
Die Pflanze wird aufgrund des in großen Mengen enthaltene Allantoins vor allem äußerlich angewendet. Das zerriebene Kraut als probates Mittel gegen Verstauchungen und Zerrungen. Ein Tee sollte aufgrund des Allantoin-Gehalts nur in kleinen Mengen verzehrt werden.*
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