TGViewer
Channel Public Channel
𝕯𝖊𝖗 𝕹𝖔𝖗𝖉𝖒𝖆𝖓𝖓

𝕯𝖊𝖗 𝕹𝖔𝖗𝖉𝖒𝖆𝖓𝖓

@der_nordmann_kanal

𝕯𝖊𝖗 𝖘𝖕𝖎𝖗𝖎𝖙𝖚𝖊𝖑𝖑𝖊 𝖂𝖊𝖌 𝖉𝖊𝖘 𝕹𝖔𝖗𝖉𝖊𝖓𝖘
Subscribers
9.93K
Photos
3.5K
Videos
491
Links
3K
Recent Posts 20 shown
Post #5580 885
Aus der Edda – Teil 5
Thor – die Kraft, die nicht alles bezwingen kann

Donnerstag. Im altnordischen Namen Þórsdagr lebt Thor bis heute weiter.

Doch eine seiner eindrücklichsten Geschichten handelt nicht von einem einfachen Sieg.

Im eddischen Lied Hymiskviða fährt Thor mit dem Jötunn Hymir hinaus aufs Meer. Als Köder nimmt er den Kopf eines Ochsen. Sie rudern weit von der Küste fort, bis Thor die Angel auswirft.

Tief unter ihnen beißt Jörmungandr an – die Midgardschlange, die nach der Überlieferung die Welt der Menschen umspannt.

Thor zieht sie aus der Tiefe. Das Meer bäumt sich auf, die Felsen dröhnen und die Erde erbebt. Er hebt Mjölnir, doch die Schlange entkommt und versinkt wieder im Wasser.

So erzählt es die Hymiskviða. Snorri ergänzt später in der Gylfaginning, Hymir habe aus Angst die Angelschnur durchschnitten. Die Quellen stimmen also nicht in jedem Einzelnen überein.

Das ist die Überlieferung.

Für mich liegt ihre Kraft gerade darin, dass Thor seinen Gegner nicht endgültig bezwingt.

Wir kennen ihn als den Starken. Als Beschützer, der seinen Hammer erhebt, wenn die Ordnung bedroht wird. Doch selbst seine Kraft hat eine Grenze. Jörmungandr kehrt in die Tiefe zurück – nicht besiegt, nur für einen Augenblick sichtbar geworden.

Auch in uns leben Dinge, die sich nicht mit einem einzigen entschlossenen Schlag beseitigen lassen.

Eine alte Angst. Eine Wunde. Ein Konflikt, der immer wiederkehrt. Manchmal glaubst du, du hättest ihn endlich aus der Tiefe gezogen. Du siehst ihn klar vor dir und bist bereit, ihn zu überwinden.

Dann entgleitet er dir.

Das bedeutet nicht, dass deine Kraft versagt hat.

Vielleicht besteht Mut nicht darin, jedes Ungeheuer sofort zu bezwingen. Vielleicht besteht er zunächst darin, die Leine festzuhalten, wenn etwas Gewaltiges aus der eigenen Tiefe aufsteigt. Hinzusehen. Nicht davonzulaufen. Und anzuerkennen, dass manche Kämpfe Zeit benötigen.

Thor kehrt vom Meer zurück. Jörmungandr lebt weiter. Ihre letzte Begegnung steht noch aus.

Nicht jede Auseinandersetzung muss heute entschieden werden. Doch jede Wahrheit, der du standhältst, nimmt der Tiefe ein wenig von ihrer Macht.

Möge Thor dich daran erinnern, deine Stärke nicht nur an deinen Siegen zu messen, sondern auch daran, was du anzusehen vermagst, ohne loszulassen.

📱 http://t.me/Der_Nordmann_Kanal
📱 https://www.instagram.com/nordmann.ch/
  • ❤ 14
  • 🔥 2
  • 👍 1
Post #5579 1.41K
THOR – SCHUTZ BEGINNT AN DER SCHWELLE

Thor steht in der nordischen Überlieferung für Kraft und Schutz. Mit seinem Hammer Mjölnir verteidigt er die Welt der Menschen gegen Mächte, die Ordnung und Leben bedrohen.

Doch Schutz bedeutet nicht, ständig anzugreifen.

Für mich liegt Thors Stärke auch in der Fähigkeit, eine Grenze zu erkennen – und an ihr stehen zu bleiben. Ruhig. Wach. Unmissverständlich.

Wir brauchen solche Grenzen im eigenen Leben. Gegen Menschen, die unsere Gutmütigkeit ausnutzen. Gegen Erwartungen, die uns langsam ausbrennen. Gegen Worte und Verhalten, die wir zu lange hingenommen haben.

Ein klares Nein ist nicht lieblos. Es kann verhindern, dass aus Nähe Überforderung und aus Hilfsbereitschaft Selbstaufgabe wird. Wer seinen inneren Raum schützt, entscheidet auch bewusster, wem er die Tür öffnet.

Nicht jede Grenze muss mit Lärm verteidigt werden. Manchmal genügt ein fester Stand und der Satz: Bis hierher – und nicht weiter.

Thor erinnert mich daran, dass Kraft nicht nur darin liegt, etwas zu tragen. Sie zeigt sich ebenso darin, rechtzeitig etwas abzuwehren.

Wo braucht dein Leben heute eine klare und gesunde Grenze?

Einen wundervollen Thors-Tag 🔨

📱 http://t.me/Der_Nordmann_Kanal
📱 https://www.instagram.com/nordmann.ch/
  • ❤ 20
  • 👍 8
Post #5578 1.05K
Aus der Edda – Teil 4
Odin – Wissen hat einen Preis

Im englischen Wednesday und im altnordischen Óðinsdagr lebt der Name Wodans oder Odins bis heute weiter.

Doch Odin ist nicht deshalb der Wissende, weil ihm alle Antworten geschenkt wurden. Fast alles, was er erkennt, muss er sich durch Verzicht, Schmerz oder Opfer erringen.

Im Hávamál erzählt Odin selbst von seiner Suche nach den Runen. Neun Nächte hängt er am windbewegten Baum. Vom Speer verwundet, ohne Brot und ohne Trank, sich selbst dem eigenen Selbst geopfert.

Niemand hilft ihm.

Er blickt hinab in die Tiefe, erkennt schließlich die Runen, nimmt sie auf – und fällt vom Baum.

Erst danach beginnt sein Wissen zu wachsen.

Das ist die Überlieferung.

Sie ist keine Aufforderung, Odins Leiden nachzuahmen. Für mich beschreibt sie etwas anderes: Wahre Erkenntnis verlangt die Bereitschaft, nicht mehr derselbe zu bleiben.

Wir sammeln heute Wissen beinahe mühelos. Bücher, Beiträge und Antworten liegen jederzeit vor uns. Doch nur wenig davon berührt unser Leben wirklich.

Denn Wissen aufzunehmen ist leicht.

Schwerer ist es, eine erkannte Wahrheit auch dann anzunehmen, wenn sie das eigene Weltbild erschüttert. Wenn sie eine Entscheidung fordert. Wenn sie uns zwingt, alte Gewohnheiten, bequeme Ausreden oder ein vertrautes Bild von uns selbst loszulassen.

Odin wollte die Runen nicht besitzen, um sie lediglich betrachten zu können. Er suchte ihre verborgene Ordnung. Dafür musste er an eine Grenze gehen, an der ihm weder Rang noch Macht halfen.

Er blieb allein mit sich selbst.

Vielleicht beginnt auch deine tiefste Erkenntnis dort, wo dir niemand mehr sagen kann, was richtig ist. Wo du still wirst und bereit bist, eine Antwort zu hören, die dir nicht gefällt.

Frage dich nicht nur, was du wissen möchtest. Frage dich, was du zu verändern bereit bist, wenn du die Antwort gefunden hast.

Denn Erkenntnis, die keine Spuren im eigenen Leben hinterlässt, bleibt bloße Information.

Möge Odin dich daran erinnern, nicht nach der bequemsten Antwort zu suchen, sondern nach jener, die wahrhaftig genug ist, dich zu wandeln.

📱 http://t.me/Der_Nordmann_Kanal
📱 https://www.instagram.com/nordmann.ch/
  • 👍 11
  • 🔥 7
  • 🙏 2
Post #5577 1.27K
🍂 Wenn Licht und Dunkel einander begegnen

Die Herbst-Tagundnachtgleiche markiert einen jener stillen Wendepunkte im Jahr. Für einen kurzen Moment stehen Licht und Dunkel im Gleichgewicht. Der Tag verdrängt die Nacht nicht mehr – und die Nacht hat noch nicht die Oberhand gewonnen.

Von vielen wird diese Zeit heute Mabon genannt. Für mich braucht sie jedoch keinen großen Namen. Ich spüre ihren Wandel draußen: im kühleren Wind, im goldenen Licht, im Geruch feuchter Erde und in den ersten Blättern, die sich lautlos von den Bäumen lösen.

Die Natur beginnt loszulassen.

Nicht aus Schwäche. Nicht, weil ihr etwas genommen wird. Sie lässt fallen, was seinen Weg vollendet hat, und zieht ihre Kraft langsam zurück zu den Wurzeln. Darin liegt eine stille Weisheit, die wir Menschen oft vergessen: Nicht alles muss festgehalten werden. Manches darf enden, damit die eigene Kraft nicht länger an Vergangenem gebunden bleibt.

Jetzt ist die Zeit, auf die eigene Ernte zu schauen.

Was ist in diesem Jahr gewachsen? Was durfte reifen? Wofür bin ich dankbar – und was hat trotz aller Mühe keine Frucht getragen?

Ich muss mir dabei nichts schönreden. Eine Ernte besteht nicht nur aus Erfolgen. Auch Umwege, Verluste und unbequeme Erkenntnisse gehören zu dem, was ich heimtrage. Vielleicht sind gerade sie es, die mich durch die dunklere Hälfte des Jahres begleiten und nähren werden.

An diesem Wendepunkt entzünde ich ein Feuer oder eine einzelne Kerze. Ich lege einige Kräuter auf die Glut, danke der Erde für das, was sie gegeben hat, und werde still. Kein großes Schauspiel. Kein Ritual, das einem fremden Buch folgen muss. Nur ein ehrlicher Augenblick zwischen mir, der Natur und dem Weg, der hinter mir liegt.

Mit der Herbst-Tagundnachtgleiche beginnt die Zeit des Rückzugs. Die Abende werden länger. Das Leben verlagert sich langsam von außen nach innen.

Auch die Dunkelheit gehört zum Kreis.

Sie ist kein Feind, den ich vertreiben muss. In ihr finde ich Ruhe, Klarheit und manchmal Antworten, die im grellen Licht keinen Platz hatten. Doch bevor ich ihr entgegengehe, halte ich noch einmal inne – genau hier, zwischen Hell und Dunkel.

Ich danke für meine Ernte.

Ich löse meine Hände von dem, was gehen will.

Und ich nehme nur das mit, was mich auf meinem weiteren Weg wirklich nährt.

Der Nordmann
Der spirituelle Weg des Nordens

📱 http://t.me/Der_Nordmann_Kanal
📱 https://www.instagram.com/nordmann.ch/
  • ❤ 23
  • ❤‍🔥 3
  • 🔥 3
Post #5576 747

Forwarded from Info Oase Betreiber Kanal neu (Channel Help)

Genug von Krisen, Angst und negativen Schlagzeilen?
☀️
Hol dir die Telegram-Oase aufs Handy! Dein digitaler Rückzugsort für echte Lösungsansätze, tiefe Inspiration und neues Bewusstsein.
Jetzt NEU! In einem perfekt sortierten Ordner findest Du deine Favoriten!

🍀 [Klick HIER um DIE GROSSE OASE zu ABONNIEREN]
(Die bekanntesten & etabliertesten positiven Großprojekte)

Du möchtest Teil der Oasen werden?
📪 Melde Dich hier

Die Telegram-Oasen 🌴

Gönn Dir Telegram Premium – weil Dein Chat werbefrei sein sollte...
  • ❤ 7
  • 🙏 3
  • 👍 2
Post #5575 1.39K
Týr – der Preis des Wortes

In den skandinavischen Namen des Dienstags lebt Týrs Name bis heute weiter. Doch seine bekannteste Geschichte handelt nicht von einem Sieg auf dem Schlachtfeld. Sie handelt von einem Versprechen – und von dem Preis, den einer dafür bezahlt.

Als der Wolf Fenrir immer mächtiger wurde, beschlossen die Asen, ihn zu fesseln. Mehrfach versuchten sie es mit schweren Ketten, doch Fenrir sprengte sie. Schließlich ließen die Götter von den Zwergen Gleipnir anfertigen: ein schmales, weiches Band, das unscheinbar wirkte und dennoch nicht zerrissen werden konnte.

Fenrir spürte den Betrug. Er erklärte sich nur dann bereit, das Band anzulegen, wenn einer der Götter seine Hand als Pfand in sein Maul legte.

Keiner trat vor.

Nur Týr.

Er wusste, was geschehen würde. Trotzdem legte er seine rechte Hand zwischen die Kiefer des Wolfes. Als Fenrir erkannte, dass Gleipnir ihn tatsächlich hielt und die Götter ihn nicht befreien würden, biss er zu.

Die anderen lachten über den gefesselten Wolf.

Týr lachte nicht.

Das ist die Überlieferung aus Snorris Gylfaginning.

Für mich ist Týr deshalb nicht einfach der Gott des Mutes. Seine Geschichte erzählt von Verantwortung. Die Asen trafen gemeinsam eine Entscheidung, doch nur einer von ihnen war bereit, den Preis dafür am eigenen Leib zu tragen.

Es ist leicht, große Worte zu sprechen, solange ein anderer die Folgen übernimmt.

Wahre Haltung zeigt sich dort, wo du für dein Wort einstehst. Wo du nicht zurückweichst, nur weil die Konsequenz plötzlich schwerer wiegt als erwartet. Und wo du bereit bist, selbst zu tragen, was du von anderen verlangst.

Das bedeutet nicht, jedes Opfer schweigend hinzunehmen. Auch die Fesselung Fenrirs bleibt moralisch nicht eindeutig. Ein gegebenes Pfand wurde gebrochen. Sicherheit entstand durch Täuschung – und Týr bezahlte dafür.

Gerade deshalb ist die Geschichte so stark.

Sie zeigt keinen makellosen Helden. Sie zeigt einen, der in einer schuldhaften Entscheidung nicht davonläuft.

Frage dich heute nicht nur, wofür du kämpfen würdest. Frage dich, wofür du bereit bist, Verantwortung zu übernehmen.

Möge Týr dich daran erinnern, dass Ehre nicht in großen Versprechen liegt, sondern darin, wer ihren Preis trägt.

📱 http://t.me/Der_Nordmann_Kanal
📱 https://www.instagram.com/nordmann.ch/
  • ❤ 20
  • 🔥 5
  • 🙏 3
  • 👏 2
Post #5574 1.28K
Aus der Edda – Teil 3
Máni – der Hüter des Maßes

Montag. Der Tag des Mondes.

In der nordischen Überlieferung ist der Mond keine leblose Scheibe am Himmel. Er trägt einen Namen: Máni. Während seine Schwester Sól den Tag durchmisst, lenkt er seinen Weg durch die Nacht.

In der Vafþrúðnismál wird Mundilfari als Vater von Máni und Sól genannt. Beide ziehen über das Himmelsgewölbe und geben den Menschen dadurch Zeit und Ordnung.

Snorri erzählt in der Gylfaginning, dass Máni den Lauf des Mondes lenkt und über sein Zu- und Abnehmen bestimmt. Ihm folgen die Kinder Bil und Hjúki, die einst Wasser aus dem Brunnen Byrgir trugen. Über ihren Schultern lag die Stange Simul, an der das Gefäß Sægr hing.

Auch Máni wird verfolgt. Der Wolf Hati jagt hinter ihm durch die Dunkelheit.

Das ist die Überlieferung.

Meine eigene Deutung liegt im Wandel des Mondes. Máni zeigt sich nicht in jeder Nacht in derselben Gestalt. Er wächst, wird rund und hell, nimmt wieder ab und verschwindet schließlich beinahe ganz.

Und doch verliert er niemals sein Wesen.

Vielleicht erwarten wir zu oft von uns, immer gleich stark zu sein. Immer sichtbar. Immer voller Kraft. Wir behandeln jede Phase des Rückzugs, der Müdigkeit oder der Stille wie einen Fehler, der schnell behoben werden muss.

Der Mond kennt diesen Gedanken nicht.

Er schämt sich nicht für sein Abnehmen. Er hält nicht am Vollmond fest. Er folgt seinem Maß und weiß, dass auch das Unsichtbare zum Kreislauf gehört.

Nicht jede Zeit ist eine Zeit des Wachsens. Manche Tage sind dafür bestimmt, leichter zu werden. Etwas abzugeben. Still zu werden und die eigenen Kräfte zu sammeln.

Du bist nicht weniger, nur weil du dich gerade nicht in deiner ganzen Fülle zeigen kannst.

Vielleicht verlangt dieser Montag nicht nach einem großen Neubeginn. Vielleicht genügt es, deinen eigenen Rhythmus wieder zu hören und ihm zu vertrauen.

Möge Máni dich daran erinnern, dass auch im Abnehmen eine Form von Vollkommenheit liegt.

📱 http://t.me/Der_Nordmann_Kanal
📱 https://www.instagram.com/nordmann.ch/
  • 👏 8
  • ❤ 2
  • 👌 2
Post #5573 1.06K

Forwarded from ᛉ Hüter der Irminsul S. & B. ᛉ® Das Original

🛡Kommt ein Wikinger in die Hölle, sagt der Teufel zu ihm: Bei uns gibt es drei Möglichkeiten für das ewige Leben.

☺️Wikinger: Na dann möchte ich doch lieber erstmal sehen...

Teufel: Na gut, ausnahmsweise darfst Du kurz gucken.... Erste Tür, der Schlitz wird geöffnet: Schlaraffenland: Honigbäche, Schokoladenflüsse...

🖕Wikinger: Naja....ganz nett, aber ich bin doch hartgesottener Wikinger..

Die zweite Tür: Walhalla, wie es im Buche steht: Ein unendliches Wirtshaus, pralle Weiber und volle Krüge, das Gelächter erfüllt die Luft. 🍺JAAAA! Das ist es, was ich mir vorstelle!!! Aber naja....ich möchte schon noch die dritte Tür sehen...

Nach einem schiefen Blick öffnet ihm der Teufel einen Spalt.

Der Wikinger ist entsetzt: Schreie, Folter, Peitschen, eine glühende Hitze und Blut überall,

ABER..... Der Teufel tut es mit einer lässigen Handbewegung ab: Das sind die Christen; die denken halt, das muss hier so sein.

📱 t.me/HueterderIrminsul ✅
  • 👏 31
  • ❤ 4
  • 👍 2
  • 🕊 2
Post #5571 1.45K
Aus der Edda – Teil 2
Sól – die Frau, die das Licht trägt

Sonntag. Der Tag der Sonne.

Für die Menschen des Nordens war die Sonne nicht nur ein fernes Licht am Himmel. In den eddischen Liedern begegnet sie uns als Sól – als weibliche Gestalt, die Tag für Tag ihre Bahn über das Himmelsgewölbe zieht.

In der Vafþrúðnismál nennt der wissende Jötunn Mundilfari als Vater von Sól und ihrem Bruder Máni, dem Mond. Beide durchmessen den Himmel und geben den Menschen dadurch Zeit, Maß und Ordnung.

Die Grímnismál nennt auch die beiden Pferde vor Sóls Wagen: Árvakr, der Frühwache, und Alsviðr, der Allgeschwinde. Unermüdlich tragen sie das Licht über die Welt.

Doch Sól reist nicht in friedlicher Sicherheit. Der Wolf Sköll folgt ihrer Spur. Er jagt sie über den Himmel, bis er sie am Ende der alten Welt erreichen wird.

Das ist die Überlieferung.

Für mich liegt darin ein stilles, kraftvolles Bild: Sól kennt die Dunkelheit hinter sich. Trotzdem richtet sie ihren Blick nicht auf den Verfolger. Sie hält die Zügel, bleibt auf ihrem Weg und trägt das Licht weiter.

Vielleicht besteht Stärke nicht immer darin, den Wolf zu besiegen.

Manchmal besteht sie darin, sich von ihm nicht vom eigenen Weg abbringen zu lassen.

Auch wir kennen diese Verfolger. Alte Ängste. Zweifel. Erinnerungen. Menschen, deren Stimmen noch lange in uns nachhallen. Sie laufen hinter uns her und warten darauf, dass wir stehen bleiben.

Doch du musst nicht jede Dunkelheit bekämpfen. Du darfst dich dem Licht zuwenden und weitergehen.

Nicht hastig. Nicht blind. Aber beständig.

Die Sonne fragt nicht, ob die vergangene Nacht sie für würdig hält. Sie kehrt zurück, weil es ihrem Wesen entspricht zu leuchten.

Vielleicht musst auch du nicht erst frei von Angst sein, bevor du deinen Weg fortsetzt. Vielleicht genügt es, die Zügel wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Möge Sól dich daran erinnern, dein Licht nicht an das zu verlieren, was dich verfolgt.

📱 http://t.me/Der_Nordmann_Kanal
📱 https://www.instagram.com/nordmann.ch/
  • ❤ 13
  • 👍 5
  • 🕊 3
  • 🔥 1
Post #5570 1.54K
DIE NORNEN – WAS WIR HEUTE KNÜPFEN

Die nordische Überlieferung kennt drei Nornen: Urðr, Verðandi und Skuld. Unter den Wurzeln des Weltenbaumes wachen sie über das Werden und den Lebensweg.

Oft werden sie als jene verstanden, die das Schicksal bestimmen. Doch für mich ist der Faden des Lebens kein bequemes Bild dafür, jede Verantwortung an höhere Mächte abzugeben.

Nicht alles, was uns begegnet, liegt in unserer Hand. Wir wählen weder unsere Herkunft noch jeden Verlust, jede Wendung oder das Verhalten anderer Menschen. Aber wir tragen Verantwortung dafür, was wir aus dem machen, was vor uns liegt.

Jede Entscheidung hinterlässt eine Spur.

Ein ausgesprochenes Wort lässt sich nicht ungesagt machen. Unterlassene Schritte haben ebenso Folgen wie mutige. Und manches, das wir heute achtlos knüpfen, begleitet uns über Jahre.

Die Vergangenheit hat ihren Faden bereits in uns hinterlassen. Die Zukunft kennen wir nicht. Doch im gegenwärtigen Augenblick halten wir selbst ein Stück davon zwischen den Händen.

Die Nornen erinnern mich daran, genauer hinzusehen: Welche Folgen kann mein Handeln haben? Was wiederhole ich nur aus Gewohnheit? Und wo darf ich bewusst einen neuen Knoten setzen?

Wir bestimmen nicht den gesamten Weg. Aber wir sind auch keine machtlosen Reisenden darauf.

Welchen Anteil an deinem weiteren Weg kannst du heute selbst gestalten?

📱 http://t.me/Der_Nordmann_Kanal
📱 https://www.instagram.com/nordmann.ch/
  • ❤ 17
  • 🙏 7
  • 👍 2
  • 🔥 1
Post #5569 1.66K
Laugardagr – der Tag des Wassers

Samstag.

Im Deutschen ist sein Name dem römischen Saturn entlehnt. Im Norden trägt dieser Tag jedoch eine andere Erinnerung: Laugardagr.

Das altnordische Wort lässt sich sinngemäß als Bade- oder Waschtag verstehen. Bis heute lebt es in den skandinavischen Namen lørdag und lördag weiter.

Daraus lässt sich nicht ableiten, dass alle Menschen des alten Nordens jeden Samstag dasselbe Baderitual vollzogen. Doch der Name zeigt, dass Reinigung im Wochenrhythmus einen festen Platz einnehmen konnte.

Das ist der historische Kern.

Meine eigene Verbindung zu diesem Tag liegt tiefer als in der bloßen Körperpflege.

Wasser nimmt den Staub von der Haut. Wärme löst die Anspannung aus den Gliedern. Doch wirkliche Reinigung beginnt für mich dort, wo auch der Kopf stiller wird.

In der Sauna oder Pirts kannst du das unmittelbar spüren. Das Holz wird warm. Wasser trifft auf den Stein. Der Dampf steigt auf und der Atem wird langsamer. Für einen Moment musst du nichts darstellen, erklären oder festhalten.

Du sitzt einfach da.

Dieser bewusste Gang in Wärme und Wasser ist meine heutige Nordmann-Deutung – keine Behauptung über ein einheitliches Ritual der Wikingerzeit.

Vielleicht darf auch dein Samstag wieder zu einem Laugardagr werden.

Nicht als weiterer Termin in einem vollen Kalender, sondern als klare Grenze: Die Arbeit der vergangenen Tage endet hier. Was an dir haftet, darf sich lösen.

Wasche deine Hände langsam. Nimm ein heißes Bad. Geh in die Sauna. Bürste den Staub von deinen Werkzeugen, reinige deinen Platz oder zieh frische Kleidung an.

Es braucht dafür keine große Zeremonie.

Entscheidend ist die Haltung, mit der du es tust.

Reinigung bedeutet nicht, dass die vergangene Woche ungeschehen wird. Sie bedeutet, dass du ihren Schmutz nicht in jede neue Stunde mitnehmen musst.

Manches lässt sich mit Wasser abspülen. Anderes braucht Wärme, Stille und Zeit. Und einiges verlangt den ehrlichen Entschluss, es endlich zurückzulassen.

Möge dieser Laugardagr dir einen stillen Übergang schenken – aus der Last der Woche zurück in deine eigene Mitte.

📱 http://t.me/Der_Nordmann_Kanal
📱 https://www.instagram.com/nordmann.ch/
  • ❤ 18
  • 👏 6
  • 🙏 3
  • 🔥 1
  • 👌 1
Post #5568 3.54K
Mein Lehrmeister sagte einst zu mir:

„Dreckige Hände zeugen von ehrlicher Arbeit.“

Dieser Satz ist mir geblieben.

Denn Arbeit hinterlässt Spuren.
Erde unter den Fingernägeln. Harz auf der Haut. Staub in den Falten. Vielleicht auch eine kleine Wunde, die am Abend brennt.

Daran ist nichts Unreines. Diese Hände erzählen davon, dass ein Mensch angepackt hat. Dass er etwas geschaffen, repariert, getragen oder gepflegt hat. Mit Geduld, Kraft und Ausdauer.

Heute soll möglichst alles sauber, schnell und mühelos erscheinen. Doch die Dinge, die wirklich Bestand haben, entstehen selten ohne Widerstand. Holz wird nicht glatt, ohne bearbeitet zu werden. Ein Feld trägt keine Frucht, wenn niemand seine Hände in die Erde legt. Und auch der Mensch wächst nicht, ohne sich dem Leben auszusetzen.

Ich schäme mich nicht für schmutzige Hände.

Ich sehe darin keine Schwäche und keinen Makel.
Ich sehe darin Haltung.

Denn am Ende des Tages zählt nicht, ob deine Hände sauber geblieben sind. Es zählt, was du mit ihnen getan hast.

📱 http://t.me/Der_Nordmann_Kanal
📱 https://www.instagram.com/nordmann.ch/
  • ❤ 49
  • 👍 16
  • 💯 11
  • 😢 1
Post #5566 2K
Mabon – Was nicht mit in den Herbst muss

Wir haben auf die Ernte geschaut und nach unserem inneren Gleichgewicht gefragt. Nun kommt der unbequemere Teil: das Loslassen.

Die Natur zeigt ihn ohne Zögern. Ein Baum hält seine Blätter nicht fest, nur weil sie ihn durch den Sommer begleitet haben. Wenn ihre Zeit vorüber ist, lösen sie sich. Nicht aus Undankbarkeit – sondern weil Festhalten keine neue Kraft entstehen lässt.

Loslassen bedeutet nicht, etwas ungeschehen zu machen. Es heißt auch nicht, einen Menschen, eine Erfahrung oder einen Schmerz plötzlich bedeutungslos zu finden. Es bedeutet, aufzuhören, täglich dieselbe Last an dieselbe Stelle zurückzutragen.

Ein besonderes nordisches Loslassritual zur Herbst-Tagundnachtgleiche ist historisch nicht belegt. Das folgende Ritual gehört zu meiner heutigen Nordmann-Praxis. Es verbindet Feuer, bewusste Entscheidung und Stille – ohne den Anspruch, eine alte Überlieferung zu sein.

Das Ritual des letzten Satzes

Schreibe auf ein kleines Stück unbeschichtetes Papier nur einen Satz:

„Ich trage nicht länger …“

Ergänze ihn ehrlich. Kein langer Brief, keine Erklärung. Benenne genau das, was du nicht weiter nähren willst: eine alte Kränkung, falsche Schuld, eine überholte Erwartung oder eine Gewohnheit, die dir Kraft nimmt.

Lies den Satz einmal laut.

Verbrenne das Papier anschließend in einer feuerfesten Schale. Am sichersten geschieht das draußen auf einem nicht brennbaren Untergrund, windgeschützt und mit Wasser griffbereit. Bei Trockenheit oder Feuerverbot verzichtest du auf die Flamme und zerreißt das Papier stattdessen langsam.

Beobachte, wie aus Worten Asche wird. Greife nicht ein. Lege nichts nach.

Wenn alles vollständig erkaltet ist, entsorge die Asche verantwortungsvoll. Gib sie nicht in einen Bach und verstreue sie nicht achtlos im Wald. Auch ein Ritual entbindet uns nicht von unserer Verantwortung gegenüber der Natur.

Bleib danach noch einige Atemzüge still und sprich:

„Ich vergesse nicht. Aber ich gehe leichter weiter.“

Manches verschwindet dadurch nicht sofort. Doch Loslassen beginnt in dem Moment, in dem wir aufhören, das Vergangene immer wieder festzuhalten.

📱 http://t.me/Der_Nordmann_Kanal
📱 https://www.instagram.com/nordmann.ch/
  • ❤ 16
  • 🔥 8
  • 👌 4
Post #5565 2.01K
Mabon – Zwischen Licht und Schatten

Je näher die Herbst-Tagundnachtgleiche rückt, desto deutlicher verändert sich das Licht. Die Sonne steht tiefer, Schatten werden länger und der Abend kommt spürbar früher.

Astronomisch ist die Tagundnachtgleiche jener Moment, in dem die Sonne den Himmelsäquator überquert. Tag und Nacht sind dabei nicht überall minutengenau gleich lang. Dennoch ist dieses Bild des Gleichgewichts stark – solange wir es nicht als vermeintlich uralten Brauch ausgeben.

Ein überliefertes nordisches Ritual, bei dem zur Herbst-Tagundnachtgleiche Licht und Dunkel ausgeglichen wurden, ist nicht belegt. Die nordischen Erzählungen kennen jedoch den ständigen Wandel: Wachstum und Vergehen, Wärme und Kälte, Werden und Sterben. Keine Seite bleibt für immer.

Auch in uns besteht Gleichgewicht nicht darin, ständig ruhig und ausgeglichen zu sein. Es bedeutet, beide Seiten wahrzunehmen. Die Kraft ebenso wie die Erschöpfung. Den Mut ebenso wie die Angst. Das, was wir zeigen – und das, was wir lieber verbergen.

Ein Ritual mit zwei Steinen

Suche dir draußen zwei Steine. Einen helleren und einen dunkleren. Nimm nur lose Steine mit und beschädige dabei keinen bewachsenen Platz.

Lege beide mit etwas Abstand vor dich. Der helle Stein steht für das, was dich derzeit stärkt. Der dunkle für das, was Kraft von dir verlangt.

Zünde zwischen ihnen eine Kerze an und frage dich:

Wovon brauche ich mehr?
Was nimmt gerade zu viel Raum ein?
Wo handle ich gegen mein eigenes Maß?

Verschiebe anschließend die Steine so lange, bis ihre Anordnung für dich stimmig wirkt. Das ist keine alte Orakeltechnik, sondern eine moderne, einfache Form der Selbstbetrachtung. Gerade deshalb darf sie ehrlich und ohne Mystifizierung sein.

Lass die Kerze noch einige Minuten brennen. Bleib still. Du musst heute nichts loslassen und nichts endgültig entscheiden. Zunächst genügt es, das Ungleichgewicht zu erkennen.

Denn Dunkelheit ist nicht der Feind des Lichtes. Sie macht sichtbar, wo das Licht fehlt – und wo wir selbst eines entzünden müssen.

📱 http://t.me/Der_Nordmann_Kanal
📱 https://www.instagram.com/nordmann.ch/
  • ❤ 27
  • 🔥 3
Post #5563 2.08K
Mabon – Die erste Gabe

Bevor wir zur Tagundnachtgleiche von Gleichgewicht, Dunkelheit und Loslassen sprechen, sollten wir auf das schauen, was bereits vor uns liegt: die Ernte.

Nicht nur Äpfel, Nüsse oder Korn. Auch das, was dieses Jahr in uns gereift ist. Eine Entscheidung, die endlich gefallen ist. Eine Grenze, die wir gezogen haben. Ein Wegstück, das Kraft gekostet hat und dennoch gegangen wurde.

Erntedankfeste sind in vielen Kulturen überliefert. Die Bezeichnung „Mabon“ für die Herbst-Tagundnachtgleiche gehört dagegen zur modernen spirituellen Praxis. Ein allgemein belegtes altnordisches Fest dieses Namens gab es nicht. Für mich macht das den Gedanken dahinter nicht wertlos – solange wir ehrlich damit umgehen.

Dankbarkeit bedeutet für mich auch nicht, alles schönzureden. Manche Jahre tragen reich. Andere hinterlassen nur wenige Früchte und müde Hände. Doch selbst dann lohnt sich der Blick auf das, was geblieben ist.

Ein einfaches Ritual:

Nimm einen Apfel, ein Stück Brot oder etwas anderes, das aus deiner Region und dieser Jahreszeit stammt. Lege es auf einen schlichten Teller und setze dich für einige Minuten nach draußen oder an ein geöffnetes Fenster.

Schau auf diese Gabe und frage dich:

Was durfte durch meine Hände wachsen?
Was hat mich in diesem Jahr getragen?
Wem schulde ich einen ehrlichen Dank?

Sprich deinen Dank leise aus. Nicht allgemein, sondern so konkret wie möglich.

Danach teilst du die Gabe: Einen Teil isst du bewusst selbst. Einen kleinen, naturverträglichen Teil kannst du draußen für Tiere zurücklassen – ohne Salz, Verpackung oder etwas, das der Natur schadet. Brot gehört wegen Salz und Verarbeitung besser nicht in den Wald; ein Stück unbehandelter Apfel eignet sich eher.

So beginnt meine Vorbereitung auf Mabon: nicht mit großem Schmuck und vielen Worten, sondern mit offenen Augen für das, was schon da ist.

Der Tisch des Lebens ist niemals selbstverständlich.

📱 http://t.me/Der_Nordmann_Kanal
📱 https://www.instagram.com/nordmann.ch/
  • ❤ 19
  • 👏 3
  • 🔥 2
Post #5562 2.07K
MÁNI – DER, DER DURCH DIE NACHT ZIEHT

Heute ist Montag – der Tag des Mondes.

In der nordischen Überlieferung ist der Mond kein lebloser Himmelskörper. Er trägt einen Namen: Máni.

Máni ist der Sohn Mundilfaris und der Bruder der Sonnengöttin Sól. Die Götter stellten beide an den Himmel, damit sie den Lauf von Licht und Dunkel ordnen. Seitdem zieht Máni seine Bahn durch die Nacht und bestimmt den Wechsel des Mondes.

Doch seine Reise ist keine ruhige.

Hinter ihm läuft Hati, der dunkle Wolf. Unermüdlich verfolgt er den Mond über das Firmament. Erst zu Ragnarök, so erzählt es die Überlieferung, wird die Jagd ihr Ende finden.

Vielleicht liegt gerade darin die Kraft dieser alten Erzählung: Auch das Licht der Nacht kennt keine vollständige Sicherheit. Es bleibt in Bewegung. Es wird verfolgt, verschwindet zeitweise und kehrt dennoch zurück.

Máni zeigt mir, dass nicht jedes Licht laut sein muss. Die Sonne fordert den Blick. Der Mond begleitet still. Er macht die Dunkelheit nicht zum Tag – aber er schenkt genug Helligkeit, um den nächsten Schritt zu erkennen.

Manchmal ist genau das alles, was wir brauchen.

Nicht den ganzen Weg.
Nicht jede Antwort.
Nur genügend Licht für den nächsten Schritt.

Wenn heute Abend der Mond über dir steht, bleib einen Moment stehen. Schau hinauf und frage dich:

Welchen nächsten Schritt kann ich bereits erkennen, obwohl der ganze Weg noch im Dunkeln liegt?

Der Mond kennt die Nacht. Und trotzdem zieht er weiter.

📱 http://t.me/Der_Nordmann_Kanal
📱 https://www.instagram.com/nordmann.ch/
  • ❤ 13
  • 👌 10
  • 👍 4
  • 🔥 1
Older posts →

About this channel

How can I read @der_nordmann_kanal without a Telegram account?
TGViewer shows the public web preview Telegram publishes for 𝕯𝖊𝖗 𝕹𝖔𝖗𝖉𝖒𝖆𝖓𝖓: recent posts, photos, videos and the subscriber count, with no app, login or account.
How many subscribers does 𝕯𝖊𝖗 𝕹𝖔𝖗𝖉𝖒𝖆𝖓𝖓 have?
𝕯𝖊𝖗 𝕹𝖔𝖗𝖉𝖒𝖆𝖓𝖓 (@der_nordmann_kanal) has 9.93K subscribers on Telegram, refreshed roughly every 30 minutes.
Does 𝕯𝖊𝖗 𝕹𝖔𝖗𝖉𝖒𝖆𝖓𝖓 know I viewed it here?
No. Public channel previews carry no viewer identity, and TGViewer has no accounts or tracking of what you look up.
Threads Profile ViewerView any public Threads profile without an account.Open ThreadLook →Writing with AI? Make it sound human.Metric37 rewrites AI drafts so they read naturally. Free AI detector, 1,500 words free.Try Metric37 →