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Medien und Kompetenz Russland, Belarus und zum Krieg in der Ukraine - ohne Paywall

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Post #1578 244
Die Zukunft des Menschen muss man in seiner Vergangenheit suchen.
Und die Vergangenheit der Menschheit ist eine Projektion ihrer Gegenwart.


Maryja Martysievič ist eine der bekanntesten zeitgenössischen Lyrikerinnen in Belarus.
In ihren Arbeiten macht sich die selbsternannte „Vergangenheitsgräberin“ immer wieder auf die Suche nach den Ursprüngen ihrer Landsleute.

So auch in ihrem Gedankenspiel für unser Projekt mit der S. Fischer Stiftung Spurensuche in der Zukunft.

Alle, die wissen wollten, wie ich die Zukunft von Belarus sehe, haben vielleicht eine andere Perspektive von mir erwartet – mehr aktuelle Prognosen, frische News, ein Gemälde der Stimmungen im Land. Aber dafür bin ich wohl nicht die passende Autorin.


Illustration: „Knoten der Hoffnung“ © Antanina Slabodchykava
дekoder | DEKODER Wir waren Wölfe und Fisch - дekoder | DEKODER Was steckt in der genetischen Doppelhelix der Belarussen? In ihrem Essay für unser Projekt Spurensuche in der Zukunft analysiert die Dichterin Maryja Martysievič mit poetischer Tiefenschärfe die kulturhistorische Zusammensetzung des belarussischen Genoms.
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Post #1576 232
Aus den belagerten Krankenhäusern Mariupols in die Kliniken Lettlands:
Zahlreiche ukrainische Ärzt·innen setzen ihre Arbeit im Exil fort und retten weiterhin Leben.
Dabei stehen sie vor der zusätzlichen Herausforderung, den erlebten Schrecken zu verarbeiten und fern der Heimat neu anzufangen – immer in Angst, dass ihnen der Krieg nach Lettland folgt und in Sorge um zurückgebliebene Angehörige.
дekoder | DEKODER | Journalismus aus Russland und Belarus in deutscher Übersetzung | „Wir haben hier große Angst vor einer Wiederholung von Mariupol“ Ukrainische Ärzte, die vor der russischen Besatzung geflohen sind, finden Arbeit in Lettland – das sich nun auch auf den Kriegsfall vorbereitet. Novaya Gazeta Europe hat mit Ärztinnen gesprochen, die
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Post #1575 210
🔴 Doppelt hält besser: Zivilgesellschaft ist Sicherheitsstrategie!

📣 Gemeinsam mit renommierten deutschen NGOs fordern wir: Stärkt das ÖPR-Programm – jetzt!

In einem offenen Brief an Bundestagsabgeordnete machen wir deutlich:
Eine kluge Außen- und Sicherheitspolitik braucht mehr als Diplomatie und Verteidigung – sie braucht starke zivilgesellschaftliche Partnerschaften in Osteuropa, dem Südkaukasus und Zentral- und Nordasien.

🛡 Zivilgesellschaft schafft Resilienz, öffnet Dialogräume – selbst unter autoritären Bedingungen – stärkt demokratische Strukturen und ermöglicht gesellschaftliche Frühwarnsysteme. In Zeiten von Krieg und Repression ist sie systemrelevant für Stabilität und Sicherheit.

💡 Unser Aufruf: Verdoppelt das ÖPR-Budget! Als strategisches Signal für Verlässlichkeit, Partnerschaft und den Schutz demokratischer Werte – dort, wo sie täglich unter Druck stehen.

📎 Zum offenen Brief:
https://austausch.org/2025/07/07/doppelt-haelt-besser-zivilgesellschaft-ist-sicherheitsstrategie/
Austausch e.V. Doppelt hält besser: Zivilgesellschaft ist Sicherheitsstrategie! Gemeinsam mit renommierten deutschen NGOs fordern wir: Stärkt das ÖPR-Programm – jetzt! In einem offenen Brief an Bundestagsabgeordnete machen wir deutlich: Eine kluge Außen- und Sicherheitspolitik...
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Post #1574 231
Serhij Zhadan gibt dem Schrecken des Krieges und der unsichtbaren, allumfassenden Angst eine literarische Sprache.

Dafür erhält der ukrainische Schriftsteller nun den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur 2025.

„Zhadan ist einer der prägnantesten Schriftsteller der europäischen Gegenwartsliteratur, der zur literarischen Stimme der Ukrainer·innen geworden ist“, erklärte der österreichische Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) bei der Bekanntgabe.

Mehr über den ukrainischer Lyriker, Prosaschriftsteller, Musiker und Übersetzer, über sein Schaffen und seine aktive Rolle im Krieg erfahrt ihr in unserer Gnose:
дekoder | DEKODER | Journalismus aus Russland und Belarus in deutscher Übersetzung | Serhij Zhadan Serhij Zhadan, geboren 1974 in der ostukrainischen Kleinstadt Starobilsk, ist ein ukrainischer Lyriker, Schriftsteller, Übersetzer, Musiker und Kulturaktivist. Zudem promovierte er über den
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Post #1573 236
SAVE THE DATE:
🗓 09.10.2025
📍 Club der Polnischen Versager, Berlin

Weniger Kreml, mehr Kuchen – dekoder wird zehn Jahre alt!

Und das feiern wir mit euch am 9. Oktober in Berlin.
Freut euch auf gute Musik, spannende Einblicke hinter die Kulissen und natürlich: viel Kuchen.

Merkt euch den Termin – wir freuen uns schon auf Euch! ❤️
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Post #1572 211
Ja, wir sind der Abschaum unseres Landes und haben schlimme Dinge gemacht, aber wir sind keine Verräter!

Wie Olexii saßen Tausende Menschen in ukrainischen Haftanstalten jener Gebiete ein, die Russland im Frühjahr 2022 besetzte.

Das ukrainische Onlinemedium Graty verfolgt die Odyssee ukrainischer Gefängnisinsassen, die erst unter russische Besatzung und dort nach der Entlassung schnell wieder in Haft geraten.
дekoder | DEKODER Besetzte Gefängnisse - дekoder | DEKODER Tausende Menschen befanden sich in ukrainischen Haftanstalten jener Gebiete, die Russland im Frühjahr 2022 besetzte. Das ukrainische Onlinemedium Graty verfolgt die Odyssee ukrainischer Gefängnisinsassen, die unter russische Besatzung gerieten.
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Post #1571 232
Nach fast vier Jahren Haft ist der belarussische Journalist Ihar Karnei wieder frei.
Er gehört zu 14 politischen Gefangenen, die kurz nach dem Besuch des US-Sonderbeauftragten in Minsk freigelassen wurden.

Während einzelne politische Gefangene freikommen, bleibt die Lage für unabhängige Medien in Belarus angespannt.

Seit den Protesten von 2020 geht das Lukaschenko-Regime systematisch gegen Journalist·innen, Redaktionen – und selbst gegen Leser·innen – vor.

Wie steht es um die ins Exil geflohenen Medien, nachdem die US-Regierung Förderprogramme eingestellt hat?
Und was bedeutet das für die belarussische Gesellschaft?



dekoder hat mit Natalia Belikova vom Press Club Belarus gesprochen.
Zum Interview:
👉 https://www.dekoder.org/de/article/belarus-exilmedien-unabhaengiger-journalismus-interview
дekoder | DEKODER | Journalismus aus Russland und Belarus in deutscher Übersetzung | „Darin liegt ihre Stärke: Ein Ökosystem ist schwerer zu unterdrücken“ Wie steht es um die belarussischen Exil-Medien, nachdem die US-Regierung diverse Förderprogramme für Medien und Zivilgesellschaft eingestellt hat? dekoder hat mit Natalia Belikova vom Press Club
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Post #1570 219
„Frauen in die Bergwerke“ heißt es in den Kohlegebieten der #Ukraine.

Der Fotograf Philippe de Poulpiquet porträtiert Lilia, die nach Russlands Überfall auf die Ukraine vom Nagelstudio ins Bergwerk wechselte, um mobilisierte Kumpels zu ersetzen. Nun gefährden näher rückende russische Truppen die Kohleförderung in der Region:

👉 https://www.dekoder.org/de/article/philippe-de-poulpiquet-fotografie-krieg-ukraine
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Post #1569 265
Statt Ursachenforschung für die akute Kartoffelkrise im Land in der eigenen Politik zu betreiben, beschuldigt Lukaschenko neuerdings die belarussische Bevölkerung:
Warum versorgen sie sich denn nicht selbst, anstatt zu jammern?

Der Journalist Alexander Klaskowski nimmt dies zum Anlass, mit der verfehlten Wirtschaftspolitik abzurechnen – und mit dem Diktator selbst:

Ein Lese-Tipp unseres Belarus-Experten Ingo Petz.
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Post #1568 275
Das Konzept der „guten Russen“ wird mit jenen Exil-Russ·innen verknüpft, die sich gegen Putins Regime stellen und auf eine demokratische Zukunft Russlands hoffen. Seit ihrer Einführung sorgt die Selbstbezeichnung für Spott und harte Kritik.

Auch der ukrainische Schriftsteller Boris Chersonski hat keine große Hoffnung in eine russländische Opposition – und plädiert dennoch dafür, diese Menschen nicht pauschal zur Zielscheibe zu machen.

Sein Text – jetzt auf dekoder.org
дekoder | DEKODER „Die guten Russen“ - дekoder | DEKODER „Sie sehen die Zukunft ihres Landes als liberale, demokratische Gesellschaft. Was ich NICHT SEHE. Auch nicht, wenn ich näher hinschaue, mir die Augen reibe, eine Brille aufsetze. ICH SEHE DAS NICHT.“ Der ukrainische Schriftsteller Boris Chersonski dämpft…
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Post #1567 229
Vor 30 Jahren, am 7. Juni 1995, sorgte Belarus für eine Sensation:
Inmitten postsowjetischer Umbruchsjahre und fußballerischer Neuorientierung besiegte das Nationalteam überraschend die Niederlande mit 1:0.

Der Sieg fiel in eine Phase tiefgreifender politischer Veränderungen – kurz zuvor hatte Alexander Lukaschenko die Staatsführung übernommen und brachte nun Staat und Gesellschaft zunehmend unter seine Kontrolle – auch den Sport.

Eine fußballerisch-politische Analyse.
дekoder | DEKODER Helden einer anderen Zeit - дekoder | DEKODER Vor 30 Jahren schlug die belarussische Fußballnationalmannschaft die Niederlande sensationell mit 1:0. In einer Zeit, als der junge Lukaschenko begann, die Macht an sich zu reißen. Pozirk mit einer fußballerisch-politischen Analyse.
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Post #1565 209
Sergej Tichanowski ist frei – nach fünf langen Jahren in belarussischen Gefängnissen.

Die Freilassung des bekannten Oppositionellen kam überraschend und plötzlich – nach einem Besuch des US-Gesandten Kellogg in Belarus.

Warum hat Lukaschenko ausgerechnet Tichanowski freigelassen?
Wieso jetzt?
Und was erhofft sich das Regime im Gegenzug von den USA?


Auszüge aus aktuellen Analysen der belarussischen Journalisten und Analytiker Alexander Klaskowski und Artyom Shraibman:
дekoder | DEKODER „Er lebt und wir sind wieder vereint und entschlossen” - дekoder | DEKODER Sergej Tichanowski ist frei. Nach einem Besuch des US-Gesandten Kellogg bei Lukaschenko wurde der bekannte belarussische Oppositionspolitiker freigelassen. Sind die USA bereit, Sanktionen im Austausch gegen politische Gefangene aufzuheben? Einschätzungen…
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Post #1564 187
Heute vor 84 Jahren in den frühen Morgenstunden marschierte die Wehrmacht in die Sowjetunion ein.

Was folgte, war ein brutaler Vernichtungskrieg auf sowjetischem Boden: eine Besatzung, die Millionen von Menschen das Leben kostete – Soldatinnen und Soldaten, Jüdinnen und Juden, Roma und Romnja, Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen, Hungeropfer, Kommunistinnen und Kommunisten, Frauen, Kinder …

Wir erzählen zehn ihrer Geschichten – stellvertretend für die schätzungsweise fast 27 Millionen Opfer dieses Krieges in der Sowjetunion.

Mehr dazu unter: war.dekoder.org
war.dekoder.org Östlich der Erinnerung | дekoder dekoder-Specials über den deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion
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Post #1562 248
📅 Dienstag, 24. Juni 2025
🕕 18:30 Uhr
📍 ZOiS – Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, Berlin


Wohin führt der Weg – fünf Jahre nach der belarussischen Revolution?


Ein Gespräch mit dekoder-Redakteur Ingo Petz, ZOiS-Direktorin Gwendolyn Sasse, der belarussischen Lyrikerin Volha Hapeyeva sowie der Literaturwissenschaftlerin Nina Frieß über die Lage in Belarus, die Rolle von Kultur im Exil und die Frage:
Was bleibt vom Aufbruch von 2020?

👉https://www.zois-berlin.de/veranstaltungen/quo-vadis-belarus-5-jahre-revolution-und-die-folgen
www.zois-berlin.de Quo vadis, Belarus? 5 Jahre Revolution und die Folgen Mit Volha Hapeyeva, Ingo Petz, Gwendolyn Sasse & Nina Frieß
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Post #1561 214
Das sei das Erbe, das Putin in Russland zurücklassen wird, auch wenn politische Freiheit einkehren sollte: Millionen Neoputinisten und grassierende Kriegsnostalgie.

Den übersetzten Beitrag gibt's auf dekoder.org:
дekoder | DEKODER „Millionen Russen leben derzeit ihr bestes Leben“ - дekoder | DEKODER Die Rüstungsindustrie boomt, vor allem in den ehemals ärmeren Regionen Russlands steigen auch die Löhne exorbitant. Maxim Katz erklärt die Folgen und warnt vor einer Zukunft voller Kriegsnostalgie.
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Post #1560 194
Russlands Rüstungsindustrie sorgt in vielen Provinzregionen für höhere Löhne und bessere Jobchancen – für manche bedeutet das sogar sozialen Aufstieg.

Journalist und Regimekritiker Maxim Katz warnt:
Genau darin liegt eine der größten Herausforderungen für ein Russland nach dem Krieg und nach Putin:
Denn wer vom Krieg profitiert hat, wird sich auch in Zukunft an diese Zeit erinnern – als „die beste seines Lebens“.
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Post #1559 240
Der Zweite Weltkrieg forderte in der Sowjetunion rund 27 Millionen Menschenleben.

Wie kam es zu dieser Zahl? Ist sie glaubwürdig?
Und warum ist es so schwer, die militärischen und zivilen Verluste korrekt zu erfassen?

Im Kontextteil unseres Erinnerungsprojekts Der Krieg und seine Opfer erfahrt ihr, wie wissenschaftliche Schätzungen und politische Einflüsse die Opferzahlen prägten:

👉 https://war.dekoder.org/de/kontext/27-millionen-kriegsopfer-in-der-sowjetunion
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