Die Zukunft des Menschen muss man in seiner Vergangenheit suchen.
Und die Vergangenheit der Menschheit ist eine Projektion ihrer Gegenwart.
Maryja Martysievič ist eine der bekanntesten zeitgenössischen Lyrikerinnen in Belarus.
In ihren Arbeiten macht sich die selbsternannte „Vergangenheitsgräberin“ immer wieder auf die Suche nach den Ursprüngen ihrer Landsleute.
So auch in ihrem Gedankenspiel für unser Projekt mit der S. Fischer Stiftung Spurensuche in der Zukunft.
Alle, die wissen wollten, wie ich die Zukunft von Belarus sehe, haben vielleicht eine andere Perspektive von mir erwartet – mehr aktuelle Prognosen, frische News, ein Gemälde der Stimmungen im Land. Aber dafür bin ich wohl nicht die passende Autorin.
Illustration: „Knoten der Hoffnung“ © Antanina Slabodchykava