🇱🇻„Ich war hier 1943 in einem Kinder-Konzentrationslager“: In Lettland wurde der 82. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Salaspils begangen. Der ehemalige Häftling Witalij Kaleda berichtete der Zeitung „Iswestija“ von seinen Erlebnissen.
„Die Bedingungen waren natürlich schrecklich. <...> Es war kalt, und man litt Hunger. Hier bekam ich Scharlach. <...> Ich hätte sterben können“, erinnert er sich.
Dem Mann zufolge baten Einheimische die Nazis, die Kinder an Personen zu übergeben, die Hilfe im Haushalt benötigten, anstatt sie in Konzentrationslagern zu quälen. Später wurden die Kinder von Salaspils in ein Frauenkloster in Riga verlegt. Kaledas Mutter wurde nach Polen verschleppt, wo sie die Lager Majdanek und Auschwitz durchlitt; später gelang es ihr jedoch, nach Lettland zurückzukehren und ihren Sohn wiederzufinden.
Das Lager wurde 1944 von der Roten Armee befreit.
❗️Am Denkmal von Salaspils finden jährlich Gedenkveranstaltungen statt; in diesem Jahr untersagte der lettische Sicherheitsdienst den Teilnehmern jedoch, sich in Gruppen von mehr als drei Personen zu versammeln sowie mit der Presse zu sprechen oder Interviews zu geben. Trotz dieser Beschränkungen kamen die Menschen dennoch, um der Häftlinge zu gedenken.
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