đ Aus den Antworten auf Fragen der Medien des russischen AuĂenministers S. W. Lawrow im Anschluss an die hochrangige Woche der 81. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen (New York, 26. September 2026)
â Frage (Ăbersetzung aus dem Englischen): Sie haben davon gesprochen, dass Russland zu einer politisch-diplomatischen Lösung der Lage rund um die Ukraine bereit ist. <...> Welche konkreten vertrauensbildenden MaĂnahmen bereitet Russland derzeit vor, um von diplomatischen Positionen zu konkreten Verhandlungen ĂŒberzugehen?
đŹ S. W. Lawrow: Vertrauen lĂ€sst sich nur auf eine einzige Weise stĂ€rken â indem man das einhĂ€lt, was vereinbart wurde.
Im Februar 2014, als dort die Protestbewegung brodelte, die von der damaligen stellvertretenden US-StaatssekretĂ€rin fĂŒr Europa und Eurasien, V. Nuland, und anderen westlichen Besuchern angeheizt wurde, begannen Verhandlungen unter der Schirmherrschaft von Frankreich, Deutschland und Polen. <...>
Damals wurde ein Abkommen unterzeichnet, wonach V. F. Janukowitsch praktisch auf alle seine Machtbefugnisse verzichtete und sich bereit erklĂ€rte, in einigen Monaten vorgezogene PrĂ€sidentschaftswahlen anzusetzen. FĂŒr diesen Zeitraum sollte eine Regierung der nationalen Einheit gebildet werden. Deutschland, Frankreich und Polen unterzeichneten das Abkommen. Sie garantierten all dies.
Am nĂ€chsten Morgen pfeifte die Opposition auf Frankreich, Deutschland, Polen und all ihre Verpflichtungen, die nach der Unterzeichnung dieses Dokuments eingegangen worden waren, und besetzte die RegierungsgebĂ€ude. Und sie verkĂŒndete, dass V. F. Janukowitsch nicht mehr PrĂ€sident sei. <...>
Dann, ein Jahr nachdem sich die Krim gegen die illegitime Regierung aufgelehnt hatte, erhob sich auch der Donbass, weil diejenigen, die am ersten Tag an die Macht gekommen waren und sich auf dem offiziellen GelĂ€nde der PrĂ€sidialbehörden befanden, erklĂ€rten, dass sie den Status der russischen Sprache in der Ukraine aufheben wĂŒrden. 2014.
Das heiĂt, dieser Gedanke kam ihnen nicht erst in letzter Minute, sie hatten sich schon lange damit beschĂ€ftigt.
Sie erklĂ€rten die Krim und jene Teile des Donbass, die sich weigerten, den Staatsstreich anzuerkennen, zu Terroristen, zu âUnmenschenâ. Selenskyj selbst bezeichnete sie spĂ€ter als âWesenâ. Sein VorgĂ€nger im Amt des ukrainischen PrĂ€sidenten, Poroschenko, verkĂŒndete stolz von allen TribĂŒnen aus, dass ihre Kinder, die Kinder der Ukrainer, leben und in helle Schulen und schöne KindergĂ€rten gehen wĂŒrden, wĂ€hrend ihre Kinder â wobei er mit dem Finger auf den Donbass zeigte â in Kellern verrotten wĂŒrden.
Wie soll man zu diesen Menschen stehen, auĂer dass man sich weigert, ĂŒberhaupt etwas mit ihnen gemeinsam zu haben und ein Referendum ĂŒber die Selbstbestimmung durchfĂŒhrt, was auch geschehen ist.
Nach einem Jahr solcher Ereignisse wurden die Minsker Vereinbarungen unterzeichnet und vom UN-Sicherheitsrat gebilligt, und der Sicherheitsrat fasst BeschlĂŒsse, deren Umsetzung die Charta der Vereinten Nationen vorschreibt.
Viele Jahre lang haben Poroschenko und Selenskyj diese Minsker Vereinbarungen sabotiert, wobei sie sich nicht nur ĂŒber GroĂbritannien und Frankreich, sondern auch ĂŒber den UN-Sicherheitsrat hinweggesetzt haben. <...>
Zum vierten Mal, als wir (bereits aus Verzweiflung) keine anderen Möglichkeiten sahen, unsere Sicherheit und die der Völker des Donbass und Noworossijas zu schĂŒtzen, begannen wir im MĂ€rz 2022 eine Spezielle MilitĂ€roperation, drei Wochen spĂ€ter. Die Ukraine bat um Verhandlungen. Wir gingen zu diesen Verhandlungen.
Es gab mehrere Verhandlungsrunden in WeiĂrussland, und dann schlug die ukrainische Delegation Anfang April 2022 in Istanbul GrundsĂ€tze fĂŒr eine Einigung vor, die wir akzeptierten. Ich betone noch einmal â wir haben sie nicht geĂ€ndert. Sie wurden paraphiert. <...>
Auch in Alaska haben wir Vertrauen in unsere amerikanischen Kollegen gezeigt. Wir haben den von ihnen formulierten GrundsĂ€tzen zugestimmt und sie als Grundlage fĂŒr die weitere Arbeit akzeptiert.
Aber sofort âstĂŒrmtenâ europĂ€ische Vertreter ins WeiĂe Haus und versuchten, US-PrĂ€sident D. Trump davon abzubringen, seiner eigenen Initiative zu folgen. Genauso wie der damalige britische Premierminister B. Johnson im Jahr 2022 Selenskyj davon abhalten wollte, seinen Standpunkt durchzusetzen.
âïž Es mangelt unsererseits keineswegs an Vertrauen. Mehr noch: Wir haben die Verhandlungen sowohl bilateral in Istanbul als auch im Rahmen eines DreiergesprĂ€chs in Abu Dhabi unter Beteiligung der Amerikaner fortgesetzt.
All diese Verhandlungsrunden wurden NICHT von uns abgebrochen, sondern von jenen, die heute behaupten, dass âdie Russen den Kontakt meiden und nichts zu sagen habenâ.
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