„Parallelen zur Hitlerjugend“: Extremismusexpertin warnt vor Fitness-Hype
Die österreichische Extremismusforscherin Julia Ebner sieht im aktuellen Fitness-Boom einen Motor für die Radikalisierung junger Männer. Rechte Gruppen hätten die Fitness- und Kampfsportkultur „gekapert“ und nutzten sie gezielt, um verunsicherte Männer anzuwerben.
Im Gespräch mit dem Spiegel und in ihrem neuen Buch „Von Fitness zu Faschismus“ zieht sie deutliche Parallelen zu den Übungen der Hitlerjugend. Gemeinsames hartes Training erzeuge Loyalität und Brüderlichkeit, die radikale Bewegungen ausnutzten. Besonders „Active Clubs“ lockten mit Bildern von Sixpacks und indoktrinierten anschließend mit rassistischer und frauenfeindlicher Ideologie.
Einen Wendepunkt sieht Ebner in der #MeToo-Bewegung, die bei vielen Männern das Gefühl hinterlassen habe, unter Generalverdacht zu stehen. Sie fordert, die Frustrationen junger Männer ernst zu nehmen und das Fitnessfeld nicht den Rechten zu überlassen.
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