Die SPD spielt Otto Wels – und entehrt die Geschichte
Mit Pappschildern und Grundgesetz unterm Arm marschierte die SPD-Fraktion zum Bebelplatz, dem Ort der Bücherverbrennung. Angeblich spontan, angeblich gegen den „Faschismus“ – in Wahrheit eine peinliche Selbstinszenierung gegen die demokratische Wahl eines AfD-Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt.
Alle wollen Otto Wels sein. Dabei entehren sie mit dieser Clown-Show gerade das Andenken an ihn und an die dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte. Leere Floskeln, historische Vergleiche, die jeder Realität spottieren, und gleichzeitig Verhandlungen mit der Linken in Berlin – einer Partei, deren Vorbilder die Republik einst bekämpfen wollten.
Wer den Nationalsozialismus inflationär und parteipolitisch instrumentalisiert, zeigt vor allem eines: anmaßende Geschichtslosigkeit.
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