Fördermilliarden treiben Preise: Das deutsche Wärmepumpen-Subventionsparadox
In Deutschland zeigt sich bei der Wärmewende ein ökonomischer Fehlsteuerungs-Effekt: Obwohl der Staat den Einbau von Wärmepumpen mit Steuermilliarden und Fördersätzen von bis zu 70 Prozent subventioniert, bleiben die Gesamtkosten für Endverbraucher auf Rekordniveau. Vergleichsstudien belegen, dass Anschaffung und Installation hierzulande im Schnitt rund doppelt so teuer sind wie in europäischen Nachbarländern.
Hauptursache für dieses Paradoxon ist das deutsche Fördersystem, das Zuschüsse prozentual an die tatsächlichen Gesamtkosten koppelt. Je höher Handwerks- und Montagekosten ausfallen, desto mehr Steuergeld fließt, was den Preiswettbewerb am Markt praktisch aushebelt. Statt sinkender Preise durch Skaleneffekte führt die staatliche Dauersubventionierung dazu, dass Hersteller und Installationsbetriebe die Fördergelder über hohe Margen direkt abschöpfen.
Die Leidtragenden sind Steuerzahler und Hausbesitzer, für die der Heizungstausch trotz Fördergeldern zur enormen finanziellen Belastung wird. Ökonomen fordern deshalb schon lange eine Abkehr von der prozentualen Kostenübernahme hin zu festen Pauschalen, um echten Wettbewerb zu ermöglichen und die künstlich aufgeblähte Preisspirale zu stoppen.
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