Nature-Studie warnt vor „Flash Energy Droughts“ bei Wind und Solar
Eine neue Studie im Fachjournal Nature Climate Change untersucht schnelle und anhaltende Einbrüche bei Wind- und Solarstrom. Solche „Flash Energy Droughts“ – im Deutschen als Dunkelflauten bekannt – können innerhalb kurzer Zeit die Produktion beider Quellen massiv absacken lassen und über Tage schwach bleiben.
Besonders problematisch sind kombinierte Ausfälle. Im untersuchten Klimaszenario steigt ihre modellierte Dauer um mehr als 150 Prozent. Genau dann, wenn sich Wind und Sonne nicht gegenseitig aushelfen, wächst der Druck auf das Stromnetz. Rund 70 Prozent der weltweit installierten Wind- und Solarkapazität liegen in Regionen, in denen solche Ereignisse künftig häufiger oder länger auftreten könnten.
Die Forscher sehen dadurch höhere Anforderungen an flexible Reserveleistung, steigende Kosten und ein größeres Risiko ungedeckter Nachfrage. Installierte Nennleistung allein reicht nicht – entscheidend ist die gesicherte Stromversorgung in kritischen Momenten.
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