🧠 DIGITALER EURO: 2027 BEGINNT DER TEST, 2029 KÖNNTE ES ERNST WERDEN
Der digitale Euro rückt näher. Doch eine wichtige Unterscheidung geht in der öffentlichen Debatte häufig unter: 2027 soll zunächst ein zwölfmonatiges Pilotprojekt starten. Eine tatsächliche Ausgabe für die breite Bevölkerung ist nach aktuellem Stand frühestens für 2029 vorgesehen und hängt davon ab, dass die notwendige europäische Gesetzgebung beschlossen wird. Die EZB betont ausdrücklich, dass über eine Ausgabe erst nach Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens entschieden wird.
Beim Pilotprojekt sollen ausgewählte Zahlungsdienstleister, Händler und Beschäftigte des Eurosystems mit einer Testversion bezahlen. Inzwischen wurden 36 Zahlungsdienstleister für die Teilnahme ausgewählt. Getestet werden Zahlungen im Alltag, sowohl online als auch offline.
Kritische Medien richten den Blick allerdings auf eine andere Frage: Was bedeutet digitales Zentralbankgeld langfristig für Bargeld, Privatsphäre und die Kontrolle über den Zahlungsverkehr? Tichys Einblick verweist auf Befürchtungen, dass mit einer digitalen Währung mehr Transparenz über finanzielle Aktivitäten entstehen könnte. Auch Apollo News warnt vor einem wachsenden Einfluss staatlicher und europäischer Institutionen auf das Geldsystem. Diese Einschätzungen sind politische und wirtschaftliche Bewertungen der jeweiligen Medien und keine feststehenden Folgen des Projekts.
Die EZB weist solche Bedenken zurück. Sie erklärt, der digitale Euro solle Bargeld ergänzen und nicht ersetzen. Außerdem soll die Privatsphäre besonders bei Offline Zahlungen geschützt werden. Ob diese Zusagen dauerhaft ausreichen und wie das System am Ende gesetzlich ausgestaltet wird, hängt vom weiteren Gesetzgebungsverfahren ab.
🔎 Quelle: EZB zum digitalen Euro
🔎 Weitere Quelle: Tichys Einblick zur Kritik am digitalen Euro
🔎 Weitere Quelle: Apollo News zur Debatte
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