Monatsnamen bei den nordischen, altfränkischen, altsächsischen Völkern im Vergleich. Eines vorweg überall wo heute die germanischen Sprachen klingen, hatte man stets einen gebundenen Mondkalender. Schreibt es in die Kommentare, wenn ihr echte heidnische Belege findet, die dagegen sprechen (keine nachheidnischen Arbeits-/Wirtschaftskalender).
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Reihenfolge: Römisch, Nordisch, Sächsisch, Fränkisch
Januar: Þorri (Torre) - Giuli - Wintarmânôth
Februar: Gói/Gjø - Solmonath - Hornung
März: Einmanaðr - Rhed/Hlyd monath - Lenzingmânôth
April: Gaukmanaðr - Eostremonath - Ostarmânôth
Mai: Eggtið - Thriemylchi - Winnemânôth
Juni: Solmanaðr - Lida/litha - Brâchmânôth
Juli: Miðsumar - Lida/litha - Hewinmânôth
13. Monat (alle drei Jahre ca.): Miðsumar - Lida/litha - Hewinmânôth
August: Heyannir - Veodmonath - Aranmânôth
September: Kornskurðamanaðr - Haleghmonath - Wîtumânôth
Oktober: Górmanaðr - Vintirmanoth - Wîndumemânôth
November: Frermanðr - Blodmonath - Herbistmanoth
Dezember: Jólmanaðr - Giuli - Heilagmânôth
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Quellen: Beda (für die Altsachsen), Are Thorgilsson (Nordgermanen), Einhardt (für die Franken).
Jahreswechsel war bei allen der erste Vollmond nach Jul. Sie hatten alle den 235 Vollmonde währenden Zyklus. Von den 19 Sonnenjahren hatten 12 ebenso 12 Vollmonde. 7 Sonnenjahre hatten 13 Vollmonde. Geht ja auch nicht anders! Alle 220 Jahre verschob sich der Zyklus, da die Monde um einen Tag wanderten - demzufolge erfolgte alle 220 Sonnenjahre eine planmäßige Anpassung. Der 13.Monat wurde immer dem Sommer zugefügt. Sowohl Franken, als auch Sachsen feierten das Ostarafest, das Anhand der Frühlings-Tagundnachtgleiche (Tag des Lichtbringers) und dem 4.Jahresvollmond bestimmt wird, es entspricht dem nordischen "Várblót/Sigrblót". Ostara ist die Morgendämmerung und Siegesgöttin. Sie entspricht den Wellen, die aus der Sonne kommen, und spendet den Pflanzen Kraft zum Gedeih und den Menschen Mut für den Sieg.
Ich habe gesehen, dass die große dänische Heidengemeinschaft den alten Mondkalender tatsächlich wiederbelebt nutzt. Während sich zum Beispiel die Asatru-Leute irgendeinen halbwahren Blödsinn anderer Richtungen abgeschaut haben und eine nicht funktionierende neuheidnische Mixtur schufen. Ich persönlich bin der Meinung, wenn man es nicht richtig und original machen will, sollte man es besser unvollendet lassen, bis sich jemand findet der es kann und möchte.
Eines noch. Es schaut so aus, je weiter man in die Vergangenheit geht, desto häufiger benutzten die Völker noch den originalen Mondkalender. Selbst die Römer nutzten zu den Zeiten der Kimbern-und Teutonenzüge noch einen Mondkalender, der irgendwann zu den Endzeiten des ersten römischen Diktators Cäsar abgelöst wurde - vom julianischen Kalender. Cäsar war zwar in jungen Jahren ein Priester Saturns, aber ebenso ein Egomane, der sich selbst am wichtigsten war. Diese Leute hielten nicht viel von den Traditionen ihrer Ahnen. Sie sind aber ein Beleg dafür, dass man alles schaffen kann, und die Macht des Willens enorm ist. Er wollte schon als Kind Alleinherrscher Roms werden - was er auch schaffte.
Man muss also schlussfolgern:
Früher --> Fast alle hatten Mondkalender.
Später --> Kultureller und geistiger Abstieg und Wechsel zu vereinfachten statischen Systemen.
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