Es wird immer viel erzählt über die Re-industrialisierung in den USA.
Viel seltener bekommt man zu sehen, wie das seinen Niederschlag in der Realität findet.
Hier in San Antonio erleben wir hautnah, was das heisst.
Seit Jahren gibt es hier Mega-Baustellen, wie man sie sich in Deutschland vermutlich kaum vorstellen kann.
Allein am Highway-Netz wird unermüdlich gebaut, um die Kapazitäten dem Zuwachs an Industrie und Bevölkerung anzupassen.
Dazu werden vornehmlich alte „Kleeblatt-Kreuze“ durch Auf-und Abfahrts-Brücken ersetzt und die Anzahl der Fahrspuren erweitert.
Das ganze passiert im Eiltempo und unter Vermeidung von Einschränkungen des laufenden Verkehrs.
Träger für Brücken werden nachts aufgesetzt und auch an Wochenenden geht die Arbeit weiter.
An zwei Knotenpunkten sind die Arbeiten nach ca 4 Jahren bereits beendet.
An vier weiteren wird derzeit gebaut.
Nur um mal ein paar Fakten zur grössten dieser Baustellen zu nennen:
Allein das I-35 NEX-Großprojekt sprengt hier alle Dimensionen:
Im zentralen Segment müssen über 800 Brückenspannen (bestehend aus rund 4.500 Betonträgern, über 900 Stützen und einer Brücken-Deckfläche von ca. 6 Millionen Quadratfuß / über 550.000 m²) neu errichtet werden.
Zusammen mit den kilometerlangen Stelzenbauten (elevated managed lanes / express lanes) und den mehrstöckigen Flyover-Rampen am I-10/Loop-1604-Kreuz reden wir hier über ein zusammenhängendes Brücken- und Aufstiegsbauvolumen im hohen zweistelligen Kilometerbereich allein für die Hauptverkehrsadern im Norden und Osten der Stadt.
Insgesamt wurden $4 Milliarden für die Baumassnahmen investiert.
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