WESTLICHE ZIVILISATION VON VERFALL, KNECHTSCHAFT UND NIEDERGANG BEDROHT
Vor der Akropolis in Athen stehend, spannte US-Außenminister Marco Rubio in seiner gestrigen Rede einen Bogen von der Geschichte des antiken Griechenlands bis zum Aufstieg der amerikanischen Industrie. Dabei zeichnete er das Bild einer westlichen Zivilisation, der der Niedergang droht.
Rubio erklärte, die Welt befinde sich an einem Wendepunkt. Die Nationen, insbesondere in Europa, sollten zu den Werten des antiken Griechenlands zurückkehren und "unsere Institutionen und Bündnisse erneuern, um diesen Bedrohungen gemeinsam zu begegnen".
"Wir glauben, dass Europa aus seinem langen Schlummer erwachen und jenes Feuer neu entfachen kann, das hier vor Jahrtausenden brannte", sagte er.
Während er zur Zusammenarbeit aufrief, betonte Rubio zugleich, dass Nationen ihre eigenständige Identität nicht aufgeben müssen, um ihre gemeinsamen Interessen zu erkennen.
Rubio, der häufig als möglicher Präsidentschaftskandidat für 2028 gehandelt wird, sprach auch die Gefahren an, die er weltweit sieht, wie etwa die radikalen Mullahs im Iran und Selbstmordattentäter. Der Schwerpunkt seiner Rede lag jedoch auf einer umfassenderen Bedrohung. Er beschrieb die gegenwärtige Zeit als einen Scheideweg.
"Der Weg, den wir einschlagen, wird darüber entscheiden, ob der Westen seine führende Stellung in der Welt behauptet oder sich in eine Zukunft aus Verfall, Unterwürfigkeit und Niedergang fügt", sagte er. "Das kommende Jahrzehnt wird die Geschichte des nächsten Jahrhunderts schreiben."
Rubio plädierte für eine Rückkehr zum klassischen Verständnis von Politik und Staatskunst, das die Trump-Regierung wiederbeleben möchte, und zwar nicht nur für Amerika, sondern für unsere gesamte Zivilisation.
Dazu gehörte offenbar auch ein neuer Nationalstolz, eine Haltung, die sich die alten Griechen zu eigen gemacht hätten, die der Westen jedoch aufgegeben habe, "weil wir uns dafür schämten, dass unsere Errungenschaften uns vom Rest der Welt abheben".
"Das Wort Nationalismus wurde zu einem Schimpfwort", sagte Rubio. "Wir haben deshalb unsere Denkmäler abgerissen. Wir haben unsere eigene Geschichte verurteilt und an viel zu vielen Orten unsere Kinder gelehrt, sich für die Länder zu schämen, die sie einmal erben werden. Dabei haben wir unsere Grenzen geöffnet, unsere Industrie ins Ausland verlagert und zugelassen, dass unsere Streitkräfte verkümmern und verfallen."
Rubios Chef, Präsident Donald Trump, hat während seiner beiden Amtszeiten versucht, eine America First-Agenda umzusetzen, und dabei gegenüber traditionellen Verbündeten sowie in langjährigen Handelsbeziehungen eine konfrontativere Haltung eingenommen. Erst vor sechs Monaten drohte Trump erneut damit, die USA aus der NATO zurückzuziehen, ein Bündnis, das er häufig kritisiert und dessen Mitglieder er dazu drängt, höhere Beiträge zur Verteidigung zu leisten.
Rubios Besuch der Ruinen der Akropolis in Griechenland war Teil einer Reise zu NATO-Verbündeten, die ihn in drei Länder führt und auch Stationen in Island und Portugal umfasst.
https://www.bbc.com/news/articles/cmzxl5696l5xo
Übersetzung: Dirk Dietrich https://t.me/DDDDoffiziell 🔥
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